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The Major in Human rights – the Major in Life (Part 2/5)

Ezinwanne Roseline Raymond from Nigeria is part of the M. A. programme in Human Rights.

The international component can be beneficial for any sphere of life but it becomes especially crucial when we start talking about human rights. No other domain needs a diversity of opinions more than the field of human rights. Only by cooperation can we understand the needs and problems of others, improve ourselves and our worldview, help one another, and secure a sustainable development. That’s why we continue to get to know the students of the M. A. programme in Human Rights at the FAU and our next guest is Ezinwanne Roseline Raymond, a student from Nigeria who started her studies in the WS 2015/16.

Hi, Ezinwanne. How did you get interested in the field of human rights and why did you decide to join the M.A. programme in Human Rights at the FAU?

Ezinwanne: My interest in human rights was born while working for one law firm which prosecuted rights abuse cases. I was astonished to reveal how many violations were happening in Nigeria and the difficulties the victims face in gaining redress for such violations, as well as how strong was the intricate tension between human rights and culture in the Nigerian society. The more cases I handled, the quicker I reached the limits of my knowledge; up to the moment when the need for additional knowledge and learning became pertinent. I started searching for a degree programme in human rights first in my country but, unfortunately, there was no university offering such a Master’s programme. Then, my search went international and I found the FAU Erlangen-Nürnberg. The modules for the programme fitted my career plan perfectly, so basically that’s why I’m here.

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Und was kann man später mal damit machen? Orchideenstudiengänge an der FAU (Teil 6)

Laut seinem Vater ist Patrick ein studierter Steineklopfer. Er selbst ist mit seiner Wahl der Geowissenschaften super zufrieden. Foto: Patrick Bobek

In der Serie „Und was kann man später mal damit machen?“ haben wir außergewöhnliche und unbekannte Studiengänge der FAU kennengelernt. Linguistische Informatik, Materialwissenschaft und Nanotechnologie sind weniger dicht besiedelt als Jura oder BWL. Trotzdem lohnt es sich, die sogenannten Orchideenstudiengänge für ein Studium in Erwägung zu ziehen. Der allgemeine Konsens der befragten Studenten war sicherlich folgender Tipp: Man muss wissen in welche Richtung es beruflich gehen soll und frühzeitig darauf hinarbeiten. Erst dann können Randstudiengänge zur steilen Karriere führen. Um die Serie abzuschließen, stellen wir euch heute den Studiengang Geowissenschaften vor. Patrick Bobek studiert Geowissenschaften im ersten Mastersemester an der FAU und ist hellauf begeistert und überzeugt von seiner Wahl.

 Warum hast du dich für dieses Studium entschieden?

Patrick: Das war eher so aus dem Bauch heraus. Ich habe nach dem Abitur in meiner Heimat dem Saarland im Steinkohlebergwerk gearbeitet. Nach eineinhalb Jahren dachte ich mir, jetzt gehe ich studieren, oder mache eine Ausbildung. Dann habe ich aus Interesse geschaut, was die Unis so anbieten und dadurch, dass mir Chemie in der Schule gut lag, habe ich mich für ein Geologie Studium entschieden.

Bist du noch zufrieden mit deiner Wahl?

Patrick: Ich bin super zufrieden! Meiner Meinung nach gäbe es für mich keinen besseren Studiengang. Erstmal finde ich es unglaublich interessant und dadurch, dass wir mittlerweile in den höheren Semestern ziemlich wenige Leute sind und zusammen auf Exkursionen gehen sind wir eine Clique.

Du hast Exkursionen erwähnt. Wie kann man sich das vorstellen?

Patrick: Das ist ganz unterschiedlich. Am Anfang ist man in der Region unterwegs, weil Bayern das Schichtstufenland hat, was geologisch sehr interessant ist. Man kann hier die geologischen Epochen ganz gut abfahren. Das ist Teil des „Grundstudiums“, den alle Studenten zusammen absolvieren. Das Studium ist im Bachelor zweigeteilt. Die ersten vier Semester sind das Grundstudium und danach muss man von fünf Schwerpunkten drei als Vertiefung auswählen. Zur Auswahl stehen Mineralogie, Paläontologie, Petrologie, Sedimentologie und die angewandte Geologie. Ich persönlich habe mich für angewandte Geologie, Petrologie und Sedimentologie entschieden. Je nach Vertiefung hat man weitere Exkursionen.

Wo warst du dann schon auf Exkursion?

Patrick: Wir waren fast in ganz Deutschland, nur den Norden haben wir etwas ausgelassen. In Rheinland-Pfalz haben wir das Mainzer Becken untersucht. Wir waren in Tschechien Flüsse beproben und in der Fränkischen Schweiz Hangrutsche kartieren. Die Paläontologen waren zum Beispiel in Italien. Die Mineralogen waren nur im Labor. Im Master macht man dann noch größere Exkursionen zum Beispiel nach Schottland oder Griechenland.

Wie haben denn deine Freunde und Familie reagiert, als du ihnen sagtest, du studierst jetzt Geologie?

Patrick: (lacht) Zunächst einmal wusste keiner den Unterschied zwischen Geowissenschaften und Geografie. Das haben sie irgendwie immer verwechselt. Sie haben es aber positiv angenommen, weil es etwas Anderes ist. Es ist einfach speziell, nicht wie Maschinenbau oder BWL. Es hat auch für Verwunderung gesorgt, weil viele den Studiengang einfach nicht kennen.

Kamen nie blöde Sprüche?

Patrick: Doch (lacht)! Mein Vater sagt immer ich sei ein studierter Steineklopfer.

Wie sieht es mit den Jobaussichten aus?

Patrick: Man muss Glück haben. Ich persönlich bin ja im Bereich der Petrologie. Ich bin bei einem Professor, der speziell auf Lagerstättenkunde ausgelegt ist. Da geht es vor allem darum zu erkunden wo man Minerale und seltenen Erden wirtschaftlich am besten abbauen kann. In diese Richtung geht auch meine Masterarbeit. Ansonsten kann man natürlich in die Wissenschaft und Forschung. In der Mineralogie kann man in den Bereich Knochenersatzstoffe und Zemente einsteigen und forschen. Zement ist prinzipiell ein großes Thema. In der Ingenieurgeologie kann man zum Beispiel im Bereich Baugrundbegutachtung arbeiten. Wenn man international denkt und sagt, dass es einem egal ist, wo es hingeht, findet man auf jeden Fall gute Jobs!

Dr. Sheldon Cooper von „The Big Bang Theory“ hat es mal ziemlich frech formuliert: “Geologie ist keine richtige Wissenschaft!“ Stimmst du dem zu?

Patrick: (lacht) Nein! Was versteht Sheldon Cooper unter Wissenschaft? Es ist keine abstrakte Wissenschaft. In der Geologie geht es viel um Beobachtungen und die richtige Interpretation. Man stellt Thesen auf, die erstmal wiederlegt werden müssen. Vielleicht stürzt er sich darauf, ich weiß es nicht (lacht). Er hat ja generell was gegen Geologen und Ingenieure. Es ist meiner Meinung nach schon eine Wissenschaft, weil wir viel Physik, Mathe und Chemie haben. Man muss eben in die Forschung gehen.

Vielen Dank für das Interview!

Milena Kühnlein

 

Hier geht es zu allen Teilen der Serie:

Teil 1/5: Linguistische Informatik

Teil 2/5: Materialphysik

Teil 3/5: Nordische Philologie

Teil 4/5: Nanotechnologie

Teil 5/5: Orientalistik

Und was kann man später mal damit machen? Orchideenstudiengänge an der FAU (Teil 5/5)

Sabrina Ahmed studiert Politikwissenschaften und Orientalistik an der Philosophischen Fakultät. Foto: Milena Kühnlein

Sabrina Ahmed studiert Politikwissenschaften und Orientalistik an der Philosophischen Fakultät. Foto: Milena Kühnlein

„Und was kann man damit später mal machen?“ oder „Willst du später wohl mal Taxifahrer werden?“ sind Fragen, die manche Studenten, wie das leise und doch hörbare, nervend surrende Schnaufen eines laufenden PCs, ihr ganzes Studium als Begleitmelodie zu verfolgen scheint. Während Oma und Opa auf BWL mit stolzem Kopfnicken oder Mama und Papa auf Medizin mit Freudentränen und Applaus reagieren, müssen sich Studis, die sich für unkonventionelle Studiengänge, die noch dazu nicht ausschließlich auf einen spezifischen Beruf hinführen, einen Spruch nach dem anderen anhören. Es wird Zeit die schummrigen Nebelschwarten, die Orchideenstudiengänge umgeben, mit Lichtblitzen zu bewerfen, so dass Unverständnis und Unwissenheit Informationen und Wissen über unbekannte Studiengänge weichen.
Diesmal: Orientalistik. Sabrina Ahmed studiert Politikwissenschaften und Orientalistik an der Philosophischen Fakultät. Ihre Studienwahl hat bei ihrer Familie nicht für blöde Fragen, sondern viel mehr für Stolz und Begeisterung gesorgt.

Warum hast du dich für den Studiengang Orientalistik entschieden?

Sabrina: Ich habe mich vor allem dafür entschieden, weil ich unbedingt Arabisch lernen wollte, da mein Papa aus Ägypten kommt. Er hat es mir als Kind nicht beigebracht, deswegen wollte ich es selber in die Hand nehmen.

Wie gefällt es dir bis jetzt?

Sabrina: Bisher gefällt es mir ganz gut. Es ist natürlich ziemlich anstrengend, vor allem die Sprache ist sehr schwer. Ich interessiere mich aber auch viel für die Kultur und die Geschichte. Man hat in Orientalistik eben auch Vorlesungen zur Religion und zur Geschichte, das war bis jetzt immer interessant.

Wie schwer ist es Arabisch zu lernen?

Sabrina: Die Sprache an sich ist sehr kompliziert. Es gibt noch den Unterschied, dass man Hocharabisch lernt und die Dialekte wiederrum anders sind. Ich dachte nach zwei Jahren Lernen, würde ich es gut sprechen können, aber das ist gar nicht der Fall. Man kann es lesen und übersetzen, aber unterhalten funktioniert noch nicht so richtig.

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Und was kann man später mal damit machen? Orchideenstudiengänge an der FAU (Teil 4/5)

"Schwer, aber exrtam Spannend": Brian studiert Nanotechnologie. Foto: privat

„Schwer, aber extrem spannend“: Brian studiert Nanotechnologie. Foto: privat

„Und was kann man damit später mal machen?“ oder „Willst du später wohl mal Taxifahrer werden?“ sind Fragen, die manche Studenten, wie das leise und doch hörbare, nervend surrende Schnaufen eines laufenden PCs, ihr ganzes Studium als Begleitmelodie zu verfolgen scheinen. Während Oma und Opa auf BWL mit stolzem Kopfnicken oder Mama und Papa auf Medizin mit Freudentränen und Applaus reagieren, müssen sich Studis, die sich für unkonventionelle Studiengänge, die noch dazu nicht ausschließlich auf einen spezifischen Beruf hinführen, einen Spruch nach dem anderen anhören. Es wird Zeit, die schummrigen Nebelschwarten, die die Orchideenstudiengänge umgeben mit Lichtblitzen zu bewerfen, so dass Unverständnis und Unwissenheit Informationen und Wissen über unbekannte Studiengänge weichen müssen.
Diesmal: Nanotechnologie. Brian H., 19 Jahre alt, studiert Nanotechnologie im zweiten Semester an der FAU. Wie viel „The Big Bang Theory“ in diesem TechFak-Studiengang tatsächlich stecken, erklärt Brian am besten selbst. Weiterlesen