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Ist die Glaubwürdigkeit der Wissenschaft in Gefahr?

Bild. Felix Klaassen

Klausurenphase! Die stressigste Zeit im Semester. Viele sehnen schon die Zeit nach dem Studium herbei. Dann spielt der Klausurendruck keine Rolle mehr und man kann sich entspannt der Arbeit widmen.

Das ist leider eine Wunschvorstellung, denn insbesondere in der Forschung herrscht häufig gewaltiger Druck. Die Rede ist vom Publikationsdruck. Wer es in der Wissenschaft zu etwas bringen möchte, muss publizieren. Diesen Druck nutzen mittlerweile auch sogenannte Raubverlage, die wissenschaftliche Arbeiten ungeprüft veröffentlichen und somit mangelhafte Publikationen ermöglichen. Dieses Problem betrifft auch die FAU, weshalb im Zuge des FAU Dialogs, über diese pseudowissenschaftlichen Journale diskutiert wurde.

Da man als Student noch kaum in die Abläufe von Publikationen involviert ist, schadet eine kurze Einführung in das Thema wohl nicht: Hat man als Forscher eine wissenschaftliche Arbeit abgeschlossen, möchte man diese natürlich veröffentlichen, um seine Erkenntnisse der Welt zugänglich zu machen. Doch wie wird garantiert, dass die Erkenntnis, die der Forscher behauptet gewonnen zu haben, auch der Wahrheit entspricht? Dafür ist die sogenannte Peer Review zuständig. Ein Experte aus dem gleichen Fachbereich beurteilt (meist kostenlos!) die Arbeit des Wissenschaftlers und gibt dann im besten Fall grünes Licht für den jeweiligen Verlag, dass das Ergebnis ohne Bedenken veröffentlicht werden kann.

Und genau diesen Punkt überspringen die Raubverlage. Sie behaupten eine Peer Review durchgeführt zu haben, was jedoch nicht der Fall ist. Damit gefährden sie langfristig die Glaubwürdigkeit einer jeden wissenschaftlichen Arbeit. 2010 gab es 53 000 Veröffentlichungen von dubiosen Verlagen. 2014 waren es schon 400 000.

Wie kam es zu diesem Anstieg?

Die Konkurrenzsituation in der Wissenschaft wird immer größer. Alleine an der FAU stieg die Anzahl der Veröffentlichungen von 1700 (2010), auf über 4000 (2014). Da ein Verlag jedoch nur eine begrenzte Anzahl an wissenschaftlichen Arbeiten annimmt, hat sich ein Markt für die Raubverlage aufgetan, die mit den Veröffentlichungen viel Geld verdienen können. Nur so nebenbei, die Kosten für das Publizieren liegen in der Regel im vierstelligen Bereich!

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Semesterstart! Was tun?

Die Erstsemesterbegrüßung in Erlangen. Foto: Felix Klaassen

Drei Monate keine Vorlesungen und ausgenommen von so manchem Ferienjob  oder Praktikum tatsächlich auch drei Monate komplett frei! Der normale Arbeitnehmer oder Schüler wird wohl vor Neid zerplatzen wenn er das hört. Für uns Studenten ist das jedoch Gewohnheit. Bei so viel Freizeit kommt bei dem ein oder anderen vielleicht sogar irgendwann der Wunsch auf, dass es endlich wieder mit dem Studienalltag losgehen soll. Gut also, dass wir uns seit dem 15. Oktober wieder in den Vorlesungssälen tummeln dürfen. Und damit der Start in das neue Semester, bzw. in das neue Studium auch klappt, hat meineFAU alle wichtigen Informationen, Termine und interessante Fakten zum Semesterstart für dich zusammengefasst:

Ich bin Ersti und habe keine Ahnung!

Keine Sorge! Die höheren Semesterler haben meistens auch keine Ahnung 😉 , aber fragen kostet nichts. Vielleicht können sie dir ja helfen. Gerade wenn es um Themen wie Kneipen oder Klausurenvorbereitung geht, wissen sie meistens Bescheid!

Außerdem lohnt es sich mal die Angebote der FSI (Fachschaftsinitiative) deines Studiengangs anzusehen. Meistens gibt es gerade zu Beginn einige Veranstaltungen, wo du andere Leute aus deinem Studium kennen lernen kannst. Ganz besonders wichtig ist hier natürlich die Erstikneipentour!

Lade dir die FAU App herunter! Neben dem Mensaspeiseplan findest du hier die News (darunter sind auch die Artikel von meineFAU), den Veranstaltungskalender der Uni und weiter nützliche Dinge.

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Studieren bei Hitzewarnung

Lernen bei 37 Grad – gar nicht so einfach. Foto: Leonie Kästner

Beim allmorgendlichen Blick auf den Wetterbericht beschleicht einen leicht das Gefühl, man befände sich in einer Zeitschleife mit dem Namen Hitzewarnung. Doch es hilft nichts, Warnungen hin oder her – der Stapel an Erledigungen ist hoch, wobei die Uni ihre Mitschuld dabei trägt und zusätzlich mit Deadlines garniert ist. Die paar Gehirnzellen, die sich nicht der Hitze ergeben haben, müssen aktiviert und am Leben gehalten werden. Wenn man nicht gerade zu jenen Menschen gehört, die sich bei derlei Temperaturen pudelwohl fühlen oder über den Luxus einer Klimaanlage verfügen, keine leichte Aufgabe und wie gerne schweifen die Gedanken in Tagträumereien von Urlaub, Schwimmbad und Eisbechern ab!

Doch wie studiert man bei diesem Wetter?

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FAU goes Hollywood – zwei Regisseurinnen an der FAU

Gute Freundinnen mit einer gemeinsamen Leidenschaft für den Film: Navdeep (links) und Victoria. Foto: Rebecca Kleine Möllhoff

Die FAU-Studentinnen Victoria Sophie Hazebrouck und Navdeep Pawar drehten unter ihrem Produktionsnamen HazePaw bereits verschiedene experimentelle Kurzfilme. Ihr Film „Das Spiel mit dem Feuer“ hat es sogar auf Platz 1 des Online-Votings des nordrhein-westfälischen Filmfestivals DrehMOMENTE geschafft und wurde als Lieblingsfilm gekürt. Ich habe mich mit den Regisseurinnen getroffen, um mehr über die Künstlerinnen und ihren Film zu erfahren.

Hallo ihr Beiden! Euer Film „Das Spiel mit dem Feuer“ wurde in einem Online-Voting zum Lieblingsfilm gekürt. Wie seid ihr denn auf das Filmemachen gekommen und seit wann macht ihr das schon?

Victoria: Wir haben beide Theater- und Medienwissenschaften studiert und haben in dem Seminar „Filmregie“ unsere Leidenschaft für das Drehbuchschreiben entdeckt. In diesem haben wir unseren ersten Film gemeinsam gedreht, der auch auf zwei Festivals gezeigt und prämiert wurde.

Navdeep: Wir hatten echt viel Spaß und haben gemerkt, dass wir damit erfolgreich sind und dass uns das Filmemachen liegt. Also haben wir einfach weitergemacht. „Das Spiel mit dem Feuer“ ist nun unser vierter Film und war eigentlich nur als Übungsfilm gedacht.

Mit euren Kurzfilm sprecht ihr das Thema Selbstmord an. Wie seid ihr auf dieses ernste Thema gekommen?

Victoria: Wir möchten mit unseren Filmen Themen ansprechen, die kontrovers sind und über die sich nur Wenige zu sprechen trauen. Viele haben hin und wieder irgendwelche dunklen Gedanken, weil sie beispielsweise gerade eine schwierige Lebensphase durchmachen. Das ist völlig normal. Mit dem Film möchten wir sagen, dass es nicht schlimm ist, solche Gedanken zu haben. Es ist nur wichtig, dass man weiß, dass es auch einen Ausweg gibt, indem man sich Hilfe sucht.

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