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iGem: Bringen künstliche Muskeln Gold in Boston?

Alena und Steffen sind Teil des FAU-Teams, dass sich auf den iGem-Wettbewerb vorbereitet. Foto: Milena Kühnlein

Die Köpfe der Teilnehmer des iGem-Wettbewerbs (International Genetically Engineered Machine) dürften momentan schon ordentlich rauchen. Der Wettbewerb auf dem Gebiet der Synthetischen Biologie ist derzeit nämlich schon im vollen Gange. Über den Sommer hinweg arbeiten Teams an eigenen Projekten, um diese im Herbst beim finalen Zusammentreffen aller Teams in Boston (USA) vorzutragen. Sinn und Zweck des Wettbewerbs ist, dass Studenten reale Probleme mit genetisch technisierten biologischen Systemen lösen. Die Teams werden dazu ermutigt, die komplette Planung, Finanzierung und Ausarbeitung selbst in die Hand zu nehmen und dabei auch nachhaltige Auswirkungen in Betracht zu ziehen. Auch die FAU Erlangen-Nürnberg stellt ein Team mit dem Ziel der Entwicklung neuer verträglicher Gewebeklassen für den Einsatz als künstliche Muskeln in Robotik und Medizin. Alena Poander und Steffen Docter sind Teil des FAU-Teams.

Alena, wie bist Du als Geisteswissenschaftlerin auf die Idee gekommen, bei diesem Projekt mitzumachen?

Alena: Das Ganze ist ein Wettbewerb der synthetischen Biologie, bei welchem Studenten aus ganz verschiedenen Fachbereichen mitmachen. Natürlich sind viele Chemiker, Mediziner, Biologen und Studenten der Molecular Science dabei. Ich wurde darauf aufmerksam, weil meine Cousine bereits mitgemacht hat. Es braucht auch Leute, die den Social Media Bereich, das Marketing und andere Bereiche übernehmen. Ich persönlich bin für das Teilprojekt „Human Practice“ zuständig.

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Was macht eigentlich das Institut für Gerontologie?

„Es ist nie zu spät für ein gesundes Leben.“ Professor Frieder Lang ist der Leiter des Instituts für Psychogerontologie. Foto: Milena Kühnlein

Jeden Tag treffen wir Entscheidungen, die sich auf unser Leben in 40, 50 oder gar 60 Jahren auswirken. Es kann die Packung Zigaretten sein, die in einigen Jahren zu Gesundheitsproblemen führt, oder auch der vorsorglich abgeschlossene Sparvertrag für schlechtere Zeiten. Altern, auch wenn es in der Studienzeit noch ganz weit weg scheint, ist ein Thema, das jeden Menschen betrifft. Am FAU-Institut für Psychogerontologie wird jedes Gebiet zum Thema Alterswissenschaften erforscht. Doch was genau kann man sich wirklich unter der Disziplin „Psychogerontologie“ vorstellen? Professor Dr. Frieder R. Lang, Leiter des Instituts, beleuchtet für uns die ganze Thematik genauer.

Wie setzt sich die Gerontologie zusammen?

Frieder Lang: Da gibt es verschiedene Teilfächer. Wir sind hier im Zentrum für Alternsforschung, unter dessen Dach zwei Forschungsinstitute zu Fragen des Alters und Alterns arbeiten: Die Psychogerontologie beschäftigt sich mit verhaltens- und sozialwissenschaftlichen Aspekten, während das Institut der Biomedizin des Alterns zu klinischen Fragen der Ernährung, Gebrechlichkeit und Bewegung forscht.

Was hat es mit der psychogerontologischen Beratungsstelle bei Ihnen auf sich?

Frieder Lang: Mit unserer erst seit kurzem gegründeten Beratungsstelle für gesundes Altern wollen wir unsere Erkenntnisse auch in der Praxis anwenden und prüfen. Dabei binden wir auch Studierende ein. So machen sich beispielsweise viele Menschen Sorgen um ihr Gedächtnis und nachlassende Fähigkeiten im Alter. Diesbezüglich kann man vorbeugend einiges tun, auch um Sorgen und Ängste zu nehmen. Hier kann die Beratung sehr gut dabei helfen, gute Lösungen zu finden.

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Scientific Speed Dating: den wissenschaftlichen Horizont erweitern

„Man erkennt neue Themengebiete, an die man vorher nie gedacht hat.“ Lukas Zebisch, Nadin Abu-Hossin und Dr.-Ing. Philipp Ritt (v.l.) empfehlen das Scientific Speed Dating gerne weiter. Foto: Milena Kühnlein

Unromantisch? Informativ? Selektierend? Das klingt weniger wie die Suche nach dem perfekten Partner und mehr nach wissenschaftlichem Arbeiten. Und darum geht es beim Scientific Speed Dating auch.  Das Speed-Dating ist ein gemeinsames Projekt des Zentralinstituts für Medizintechnik (ZiMT), des Lehrstuhls für Musterkennung und des Forschungslabors Orthopädie für Radiostereoanalyse und Medizintechnik (FORM). Das Grundkonzept dürfte vielen bekannt sein: Ein begrenzter Zeitraum erlaubt es, den oder die Gegenüber in kürzester Zeit kennenzulernen und so schnell, effektiv und möglichst treffsicher zu entscheiden, ob der Andere zu den eigenen Vorstellungen passt. Dr.-Ing. Philipp Ritt, Naturwissenschaftler im Bereich Nuklearmedizin am Universitätsklinikum Erlangen und Teilnehmer seitens der Betreuer, ist sehr überzeugt von dem Konzept. Dem pflichten auch die Medizintechnikstudenten und letztjährige Teilnehmer Nadin Abu-Hossin, 23 Jahre, und Lukas Zebisch, 24 Jahre, bei:

Was genau hat es mit Scientific Speed Dating auf sich?

Philipp Ritt: Dieses innovative, neue Format orientiert sich am normalen Speed-Dating. In kürzester Zeit tauschen Studenten und Betreuer aus unterschiedlichsten Fachbereichen und Unternehmen Themen und Informationen aus. Die Studenten drehen eine komplette Runde und dürfen sich am Ende für einen Betreuer entscheiden. Von Betreuerseite aus ist es das Gleiche. Diese können auswählen, welcher Studierende geeignet wäre.

Nadin: Die Studenten kennen sich untereinander auch nicht. So hat man in kurzer Zeit Betreuer und andere Studierende der Technischen Fakultät kennengelernt.

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It’s never too late to write a term paper

First impressions of the evening. Photo: Olha Kuzmyn

If the deadline for your term paper is yesterday; if you think that “tomorrow will be another day” or “I can simply skip one night of sleep”; if your thesis statement says “People read books/eat food”, you probably should visit The Long Night of Postponed Papers. The Long Night of Postponed Papers (Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten) was initiated by the Writing Center of the Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) on March 18, 2010. What at first looked rather like a small workshop with around 25 participants turned into a new trend among German universities. On March 2, 2017, our university took part in this movement as well and invited all students to the main library for a number of mini-lectures, workshops, personal advice, and a few snacks 😉

The idea of such an event is to provide students with general information about writing process (how do I start writing and what to do next), citing rules (how to use Citavi), editing (how to proofread my work and what to do with grammar), and style (how to find and stick to the main theme of the paper). For international students there were workshops about writing a paper in German as well as personal advice on papers written in English. The doors of our library were open from 4 p.m. till 1 a.m., and I must say that at 8 p.m. there were still many students queueing for a personal advice. Every now and then an “active break” with yoga or “power nap” was organized. Of course, no one can be productive without any ‘fuel’, which was provided by the cafeteria on the third floor and the café-bar. Finally, and most importantly, you could start writing your paper right away after getting the advice or workshop because you still were in the library full of books and computers!

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