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Zwischen Kultur, Tradition und politischen Spannungen – Ein Auslandssemester in der Türkei

Die Türkei ist eines der schönsten Länder Europas und war bis vor wenigen Jahren ein beliebtes Ziel für Auslandssemester. Foto: Magdalena Kaiser

Am Sonntag, den 16. April, war es soweit. „Evet“ oder „Hayr“ standen in Hinblick auf das geplante Referendum zur Auswahl. Also „Ja“ oder „Nein“ zu mehr Macht für den Präsidenten Erdogan. 51% der Bürger stimmten mit Ja. Die innenpolitische Situation in der Türkei wird dadurch noch angespannter als sie es sowieso schon war. Sollte man in Zeiten wie diesen tatsächlich einen Auslandsaufenthalt dort planen? Viele Gründe sprechen dagegen, aber nun mal auch einige dafür. Wir haben uns mit Doktor Brigitte Perlick vom Referat für Internationale Angelegenheiten über die Thematik unterhalten.

Raten Sie Studierenden von einer Auslandserfahrung in der Türkei ab?

Brigitte  Perlick: Wir würden niemanden daran hindern, einen Aufenthalt in der Türkei durchzuführen. Wir ermuntern dazu aber auch nicht explizit. Die Zahl der Interessierten ist tatsächlich zurückgegangen – jedoch nicht ganz zum Erliegen gekommen.

Welche Faktoren beeinflussen die Wahl der Studierenden bei der Wahl des Ortes im Ausland?

Brigitte  Perlick: Bei der Wahl eines Austauschziels spielen viele verschiedene Gründe eine Rolle, so dass man keine allgemeinen Aussagen treffen kann. Einfluss haben die Lage des Zielortes, das Gefährdungspotential in der Region, familiäre Bindungen an den Ort, unterstützende Netzwerke vor Ort, Vorerfahrungen durch frühere Aufenthalte, das geplante Vorhaben, politische Aussagen der jeweiligen Hochschule oder die eigene politische Grundhaltung der Studierenden.

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Langzeitstudenten: Die Disziplin, etwas zu Ende zu bringen

Christopher Wesley spielt für den Nürnberger HTC (Foto: Sport-/Pressefoto Wolfgang Zink)

Christopher Wesley spielt für den Nürnberger HTC (Foto: Sport-/Pressefoto Wolfgang Zink)

Christopher Wesley, 29 Jahre alt, hat an der FAU in Erlangen Medizintechnik studiert. Nebenher war er sportlich, untertrieben gesagt, erfolgreich. Der Feldhockey-Spieler gewann im Jahr 2012 zusammen mit seiner Mannschaft die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in London. Aktiv spielt er beim Nürnberger HTC. Dass das Studium bei diesem Sportpensum zu kurz kommt, ist durchaus verständlich. Wie er es trotzdem gepackt hat, erzählt Wesley hier:

Wie lange wäre denn nun die Regelstudienzeit für Medizintechnik gelaufen?
Christopher Wesley:
Sechs Semester für den Bachelor. Ich habe elf Semester mit zwei Urlaubssemestern studiert.

Woran hat das gelegen?
Christopher Wesley:
Ich habe nebenher Sport auf professioneller Ebene betrieben. Ich spiele Feldhockey. Ich habe viel trainiert, eigentlich das ganze Jahr über. Da kamen noch 2-3 Monate dazu, in denen ich mal gelernt habe. Das Ganze lief als Fernstudium. Es wäre auch möglich gewesen, hinzugehen und sich etwas anzuhören. Ich bin von Typ her einfach anders, ich war zu faul.

Kann man sagen, dass Uni nie wirklich deine Priorität war?
Christopher Wesley
: Nein, definitiv nicht. Aber mir war klar, dass ich es beende. Das war immer das Ziel. Weiterlesen

Herzlich willkommen an der FAU, Neuling!

Erste Anlaufstelle und Treffpunkt für Studenten in Erlangen: Der Schlossgarten. Foto: Milena Kühnlein

Erste Anlaufstelle und Treffpunkt für Studenten in Erlangen: Der Schlossgarten. Foto: Milena Kühnlein

Aus Eastpaks werden Tragetaschen, aus Klassenkameraden werden Kommilitonen, aus Kinderzimmern wird die WG: Kurz gesagt: Aus Schüler wird Student. Ein neuer Lebensabschnitt steht bevor, eine neue aufregende Zeit. „Die Uni war die beste Zeit meines Lebens!“, hört man Leute immer wieder sagen. Und damit das auch bei dir so ist, haben wir die wichtigsten Tipps für einen entspannten Start ins Semester zusammengefasst:

Freu dich – du studierst an der FAU

Endlich ist es soweit – der Semesterstart ist gekommen. Ziemlich aufregend das Ganze, oder? Aber du bist nicht allein! An der FAU sind derzeit über 39.000 Studis eingeschrieben. Zudem zählt die Uni mit mehr als 250 Studiengänge zu den am breitesten aufgestellten in ganz Deutschland. Der einzigartige Standpunkt im Dreistädte Eck Nürnberg, Fürth, Erlangen ist ebenfalls etwas Besonderes, was die Uni als Studienort auszeichnet.

Sag ja und sei dabei!

Viele Studenten sind froh ihr Leben endlich selbst in die Hand zu nehmen – und das ist auch gut so. Trau dich trotzdem ein bisschen Post-Abitur-Zeit zu spielen und nehme die Ersti-Partys trotz anlaufendem Unistress unbedingt mit. In den ersten Wochen kennt sich noch niemand so richtig und du findest schnell Anschluss. Für die erste Lernsession in der Bibliothek hast du auch nach der Erstsemesterbegrüßungsparty im E-Werk noch massig Zeit.

Den Studentenstatus nutzen

Du bist jetzt Student. Gerade in den ersten Wochen wirst du sowieso nicht müde werden, diese Tatsache zu betonen, also warum nicht auch etwas Geld damit sparen? Es lohnt sich öfter als man glauben mag, das weiß-blaue Kärtchen im Kino, im Theater und im Museum zu zücken. Wo genau du sparen kannst, kannst du hier nachlesen.

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„Die Nachfrage ist hoch“: Ulrich Dauscher über das IT-Kursangebot des FAU-Rechenzentrums

Das Wahrzeichen des Schulungszentrums Die Hängematte. Zeichnung: Martina Schradi)

Das Wahrzeichen des Schulungszentrums: Die Hängematte. Zeichnung: Martina Schradi)

Word, Excel, Prezi und Powerpoint, Gimp und Photoshop: All diese Programme haben hilfreiche Funktionen, die das Studium oder den späteren Berufseinstieg erleichtern. Unter dem Motto „IT-Könner haben’s leichter!“ bietet das Schulungszentrum des Regionalen Rechenzentrums Erlangen (RRZE) deshalb für Studierende und Beschäftigte der FAU Software-Schulungen an. Besuchen kann man sie in Erlangen, Nürnberg, Bamberg und Coburg. Ulrich Dauscher, Leiter des Schulungszentrums, spricht im Interview darüber, was die meistgefragtesten Kurse sind und verrät, was man tun kann, wenn die Kurse schon voll sind.

Herr Dauscher, die meisten Studierenden sind „Digital Natives“, mit PCs, Smartphones und Co. quasi aufgewachsen. Warum braucht es die Schulungen des RRZE trotzdem?

Ulrich Dauscher: Die meisten Studierenden gehen heute viel selbstverständlicher mit dem Rechner um, als noch vor wenigen Jahren. Er ist ein Alltagsgegenstand geworden. Das heißt aber nicht, dass jeder mit Excel vertraut ist – oder allgemein gesagt, mit Anwendungen, die im Arbeitsalltag nützlich sind. Auch an den Schulen hat sich viel getan. Trotzdem ist der Nachfrage nach studiums- bzw. arbeitsbezogenen Softwareschulungen hoch. Letztes Jahr hatten wir rund 4.700 Teilnehmer in 400 Kursen – der Bedarf ist also deutlich da.

Gibt es Kurse, die Sie jedem Studierenden zu Beginn des Studiums empfehlen würden?

Ulrich Dauscher: „Wissenschaftliche Arbeiten mit Word“ – wir bekommen häufig Rückmeldung von Teilnehmern, dass sie sich eine Menge Zeit gespart hätten, wenn sie den Kurs schon früher besucht hätten. Aber an sich finde ich es am besten, sich dann mit einem Thema auseinanderzusetzen, wenn man neugierig darauf ist. Ob und wann ein Kurs für jemanden sinnvoll ist, das ist ganz individuell.

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