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Mehr Politik wagen – das Referat für politische Bildung

Eda Simsek ist in der Hochschulpolitik der  FAU sehr aktiv. Foto: Tim Prößl

Die Freiheit nutzt sich ab, wenn man sie nicht nutzt. Sei wachsam!“ heißt es in einem Lied von Reinhard Mey. Gleiches gilt auch für die Demokratie, einer Staatsform, die von der Mündigkeit und dem Engagement ihrer Mitglieder lebt. Nur durch aktive Partizipation am politischen und gesellschaftlichen Prozess können Werte sowie Gesetze erhalten oder den Bedürfnissen entsprechend modifiziert werden. Doch leben wir in einer Zeit der Politikverdrossenheit. In einer Zeit, in der die Irreversibilität fundamentaler historischer Errungenschaften zur Disposition gestellt wird. Die Rechtspopulisten*Innen erstarken bei den Wahlen und Grund sei die Frustration der Bevölkerung. Diese Phänomene lassen sich auf Makro-, wie auf Mikroebene erkennen. Eine Gruppe von Studierenden hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Menschen in ihrem nahen Umfeld – ihre Kommilitonen*Innen – zu politisieren. Im Interview: Eda Simsek.

 Stell dich doch bitte kurz vor. Wer bist du und was machst du?

Hallo! Ich bin Eda und studiere im ersten Mastersemester Politikwissenschaft an der FAU. Ich hab auch schon meinen Bachelor in Politikwissenschaft und Soziologie an der FAU absolviert und bin daher seit über vier Jahren an der Uni.  Schon seit Beginn meines Studiums bin ich in der Studierendenvertretung (Stuve) aktiv. Als stellvertretende Vorsitzende des studentischen Konvents, Vertreterin im Sprecher*innenrat sowie der Fachschaftsvertretung der Philfak setze ich mich aktiv für uns Studis ein und bringe unsere Wünsche und Ideen der Uni- und Fakultätsleitung nahe.

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Warum wählen? Florian Schwürzer von der Stuve im Gespräch über die allgemeinen Hochschulwahlen am 27. und 28. Juni 2017

Florian Schwürzer von der Stuve. Foto: Anna Appel

Bei den allgemeinen Hochschulwahlen im letzten Jahr hatte man als Wahlhelfer*in im Wahllokal im Kollegienhaus leider nicht allzu viel zu tun. Jedoch kann jeder Einzelne von euch dazu beitragen, dass die Wahllokale an der FAU dieses Jahr voller denn je werden und durch seine Wahlbeteiligung zeigen, dass Demokratie auf allen Ebenen wichtig ist – auch in der Universität. Vielleicht fragen sich viele von euch, warum sie an der FAU wählen gehen sollen, wen oder was sie dort eigentlich wählen und was das Ganze überhaupt bewirken kann. Antworten darauf gibt Florian Schwürzer, der sich schon längere Zeit bei der Stuve (Studierendenvertretung der FAU) und bei FAU Integra (Forum für Integration und interkulturellen Dialog) engagiert.

Hallo, Florian! Kannst du dich bitte kurz vorstellen?

Florian Schwürzer: Hallo, ich bin Flo und ich studiere Energietechnik an der FAU. Vor drei Jahren war ich mal Mitglied im Studentischen Konvent und in der FSV (Fachschaftsvertretung) der Technischen Fakultät. Seitdem bewege ich mich im Dunstkreis von Studentischem Konvent und Stuve, mache größtenteils Öffentlichkeitsarbeit und bin Mitglied im Referat gegen Diskriminierung und Rassismus (AntiDisRa).

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Die Queer AG – Engagement für eine diskriminierungsfreie FAU

Das Logo der Queer AG steht für ein fröhliches und buntes Miteinander.

An der FAU gibt es zahlreiche Referate und Arbeitskreise im Rahmen der Stuve (Studierendenvertretung der Universität Erlangen-Nürnberg). Vom ‚Aktionsbündnis Semesterticket‘ bis hin zum ‚Referat Ökologie‘ werden sämtliche Bereiche abgedeckt. Einen Punkt, der an unserer Universität bisher weniger thematisiert wurde, stellt das Miteinander von Menschen verschiedener sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität dar. An wen können sich Studierende wenden, die an der FAU aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer geschlechtlichen Identität diskriminiert werden? Und wen kann man bei Fragen zu „LGBTIAQ* (Lesbian, Gay, Bisexual, Transsexual, Transgender, Transident, Intersexual, Asexual, Agender, Genderqueer, Questioning) Menschen und Themen“ (Queer AG) an der FAU ansprechen?

Eine Antwort darauf bildet die Queer AG des Referats AntiDisRa (Referat der Stuve gegen Diskriminierung und Rassismus). Diese Arbeitsgruppe wurde 2016 gegründet. Seitdem plant sie Aktionen zum Thema LGBTIAQ* und informiert Menschen an der FAU über dieses Thema. Darüber hinaus bietet die Queer AG regelmäßige Sprechstunden (jeden zweiten Donnerstag von 14-18 Uhr im Raum 3.105 in der Bismarckstr. 8 in Erlangen) sowie einen E-Mail-Kummerkasten für Studierende an. Nun möchte sie sich Euch in einem Interview vorstellen.

Liebe Mitglieder der Queer AG, was bedeutet „queer“ überhaupt?

Queer AG: Das englische Wort „queer“ ist ein Sammelbegriff für Menschen, die sich nicht in die heteronormative Zweigeschlechtlichkeit eingliedern, also Menschen, deren sexuelle Orientierung bzw. geschlechtliche Identität (noch) nicht der gesellschaftlichen Ansicht einer Norm entsprechen. Genauere Erläuterungen gibt es auf der Website der Queer AG und an anderen Stellen im Internet.

Wie kam es zu der Idee, eine AG für queere Studierende und Themen an der FAU zu gründen?

Queer AG: Die Gründung der Queer AG geht maßgeblich auf die Einzelinitiative von zwei Studierenden aus dem Referat AntiDisRa zurück. Bei den Motiven spielte auch eine Rolle, dass die FAU diesem Thema unserer Meinung nach insgesamt zu wenig Aufmerksamkeit widmet.

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Warum und für wen forschen wir an der Universität? – Lena Krauß, Mitglied des AK Zivilklausel der FAU, über die Folgenverantwortung der Forschung

Die FAU ist bayernweit die erste Uni mit Zivilklausel (Grafik: AK Zivilklausel)

An der Universität geht es nicht nur um die Wissensvermittlung, also um die Lehre in Form von Vorlesungen, Seminaren und anderen Kursen. Auch der Bereich Forschung nimmt viel Raum an Unis ein, so auch an der FAU, in deren Leitbild dieser Aspekt sogar verankert ist. „Die FAU gehört zu den forschungsstarken Universitäten Deutschlands“, so das Leitbild. Die Lehre stellt, gerade für uns Studierende, natürlich einen Schwerpunkt im Hochschulalltag dar, während die Forschung vor allem von Professoren und eher im Hintergrund betrieben wird. Jedoch ist es gerade dieser Bereich, der sehr direkte und große Auswirkungen auf unsere Gesellschaft hat.

Die neu eingeführte Zivilklausel an der FAU steht für Transparenz und Friedensbildung

Über den Einfluss von Wissenschaft und Forschung auf die Gesellschaft macht sich auch Lena Krauß, Studentin der Mathematik und Physik auf Lehramt an der FAU, schon seit einiger Zeit Gedanken. Seit 2013 ist sie Mitglied des AK (Arbeitskreis) Zivilklausel der Stuve (Studierendenvertretung der Universität) und setzt sich für eine verantwortungsvolle und zivile Forschung ein, welche weder Kooperationen mit dem Militär noch mit der Rüstungsindustrie eingeht. In einem Interview berichtet sie über die neu eingeführte Zivilklausel an unserer Friedrich-Alexander-Universität, welche nun auch im Leitbild der FAU verankert ist und in Zukunft zu Transparenz und Friedensbildung beitragen soll. Weiterlesen