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Von der Rechnerherberge zum IT-Dienstleister

Karolin Kaiser (rechts) und Katja Augustin gestalten das Jubiläumsjahr des RRZE. Foto: Felix Klaassen

Das Rechenzentrum feiert dieses Jahr seinen 50. Geburtstag. Seit seinem Beginn hat es sich zu einem der wichtigsten Glieder der FAU entwickelt. Alles was ihr rund um das Rechenzentrum und das Jubiläum wissen solltet erfahrt ihr im folgenden Interview mit Karolin Kaiser und Katja Augustin.

Hallo ihr Beiden. Schön, dass ihr euch die Zeit für das Interview nehmt. Was sind denn eure Arbeitsbereiche im RRZE?

Katja: Ich leite hier am Rechenzentrum die Öffentlichkeitsarbeit und bin somit für die Berichterstattung verantwortlich. Wir geben Pressemitteilungen, Jahresberichte, Benutzerinformationen und vieles mehr raus, um unsere Kunden regelmäßig auf dem Laufenden zu halten.

Karolin: Mein Aufgabenbereich liegt im Eventmanagement. Dazu gehört zum Beispiel auch die Organisation der verschiedenen Veranstaltungen, die dieses Jahr rund um das Jubiläum stattfinden.

Seid ihr über die FAU zum Rechenzentrum gekommen?

Karolin: Während dem Buchwissenschafts-Studium an der FAU habe ich am RRZE als Hiwi gearbeitet. Nach dem Studium habe ich dann das Eventmanagement am RRZE übernommen.

Katja: Ich komme aus einer ganz anderen Ecke. Studiert habe ich in Bayreuth Lehramt und bin dann viele Jahre später über ein Medienpraktikum zum Rechenzentrum nach Erlangen gekommen.

Das Rechenzentrum arbeitet auch in der Forschung eng mit der Universität zusammen. Welche Bereiche gehören dazu?

Katja: Wir sind vor allem an der Weiterentwicklung des Deutschen Forschungsnetzes und am High Performance Computing beteiligt. Zum einen dienen wir dabei mit Beratung, zum andern führen wir aber auch eigene Forschungsprojekte auf diesen Gebieten durch.

 Ohne das Rechenzentrum läuft an der der FAU heutzutage nichts mehr. Erklärt doch bitte kurz, welche wichtigen Aufgabenfelder das RRZE übernimmt?

Katja: Das stimmt. Mittlerweile haben wir uns von einer Rechnerherberge zu einem IT-Dienstleister entwickelt. Dazu gehört beispielsweise, dass wir eine riesige Serverfarm für die unterschiedlichsten Dienste betreiben, das WLAN der FAU weiter ausbauen oder  ein eigenes Druckzentrum haben. Außerdem bieten wir mit dem IT-Schulungszentrum, den Vortragsreihen oder auch dem Webkongress, die Möglichkeit sich weiterzubilden.

Karolin: Essentiell ist natürlich auch IdM, das Identity Management. Es ist Dreh- und Angelpunkt für alle, die IT-Dienste an der FAU nutzen, ganz gleich, ob E-Mail, WLAN oder auch StudOn, mein campus und die FAUcard. Für Studenten ist aber auch das Multimediazentrum mit den Vorlesungsaufzeichnungen sehr interessant.

Was war denn früher Hauptaufgabe des Rechenzentrums?

Katja: Früher ging es mehr um Großrechner und Server. Alles war hier zentriert. Jeder musste zu uns gehen, um Rechenzeiten zu bekommen. Die Vernetzung startete ab 1979. Seit dem sind wir immer mehr zum Dienstleister geworden.

Während dem Jubiläumsjahr gibt es viele Veranstaltungen. Was kann man denn alles erleben?

Katja: Angefangen haben wir schon im Januar mit Führungen durchs Rechenzentrum die das ganze Jahr über jeden Monat stattfinden. Dabei dürfen die Besucher unter anderem auch einen Blick in unseren Serverraum mit den Supercomputern werfen, der normalerweise für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist. Die Führungen sind sehr beliebt, der August ist sogar jetzt schon ausgebucht. Zudem haben wir eine Vortragsreihe zur Geschichte des Rechenzentrums und der IT-Entwicklung an der FAU angeboten.

Karolin: Außerdem wollen wir ab Ende Juli mit Geocaching am Südcampus starten. Das ist vor allem für jüngere Leute und Familien gedacht. Gerade für zukünftige Studenten ist das interessant, um den Campus schon etwas kennen zu lernen, weil sie an allen wichtigen Stationen vorbeigeführt werden.

Katja: Ein weiteres Highlight ist, dass wir die Menschen die am Rechenzentrum arbeiten in den Vordergrund rücken wollen. Viele spielen in Musikbands, sind Hobbyfotographen oder Bildhauer. Deshalb gibt es auch Konzerte und Kunstaustellungen zu sehen. Am 01.08 findet beispielsweise ein Jazz-Konzert der Band „Zuckerwatte“ statt.

Eine weitere Veranstaltung war der „Tag der offenen Azubitür“, um für die Fachinformatikerausbildung am RRZE zu werben. Den meisten ist gar  nicht bewusst, dass es auch an einer Universität Ausbildungsplätze gibt, deshalb wollten wir die Menschen darauf   aufmerksam machen. Am 29. November gibt es dann auch noch das offizielle Festkolloquium des Rechenzentrums für geladene Gäste.

Zum Abschluss noch ein kleiner Blick in die Zukunft. Der IT-Sektor entwickelt sich rasend schnell weiter. Welche Veränderungen kommen auf das RRZE in nächster Zeit zu?

Katja: Eine Ecke an der es tatsächlich immer weiter gehen wird ist IdM. Hier werden in Zukunft nicht nur Personendaten miteinander verknüpft, sondern auch Daten zur Nutzung von Systemen und Diensten. Dabei werden künftig auch noch mehr Systeme zum Beispiel der Univerwaltung integriert. Seit Jahren werden auch Anträge für ein neues Gebäude gestellt um neue Hochleistungsrechner unterzubringen, damit wir mit der schnellen Entwicklung Schritt halten können.  Das wurde bisher leider noch nicht bewilligt.

Karolin: Unser Ziel ist es die Stellung zu halten, die wir im Moment innehaben. Wir sind das größte Rechenzentrum Nordbayerns und das zweitgrößte in ganz Bayern und das möchten wir auch in Zukunft sein!

Vielen Dank euch Beiden für das Interview!

Für den Rest des Jubiläumsjahrs sind noch einige Veranstaltungen geplant. Schaut doch einfach auf der Website vorbei und nutzt die Gelegenheit noch mehr über das RRZE zu erfahren!

Das RRZE hat auch einen Teaser zum Jubiläumsfilm:

 

Felix Klaassen