Germanistische Sprachwissenschaft

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6.12.: Weihnachtsfeier

Die FSI Germanistik und das Department Germanistik und Komparatistik laden ein zur

Weihnachtsfeier

Am 6.12. ab 18:00 Uhr wird in B301/302 (Bismarckstr. 1, Erlangen) Weihnachten eingeläutet … bei Glühwein und Chili, Bier und Tomatensuppe, Plätzchen und Lebkuchen, und einem Poetry-Slam!

5.12.: Prof. Horst Simon, Glocalization, made in Bavaria

Das Interdisziplinäre Zentrum für Dialekte und Sprachvariation lädt ein zu einem Vortrag:

Prof. Dr. Horst Simon (FU Berlin):
Glocalization, made in Bavaria.
Ein variationslinguistischer Videoabend

Zeit: Montag, 5.12.2011, 18:15–19:45 Uhr
Ort: Raum C702, Bismarckstraße 1, 91054 Erlangen

Im Interdisziplinären Zentrum für Dialekte und Sprachvariation (IZD) kooperieren Fächer unterschiedlicher Fachrichtungen und Fakultäten der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Der Lehrstuhl für Germanistische Sprachwissenschaft ist am IZD beteiligt.

29.11.: Prof. Herbert E. Wiegand, Theorie der Wörterbuchform

Das Interdisziplinäre Zentrum für Lexikografie, Valenz- und Kollokationsforschung der FAU lädt ein zu einem Vortrag:

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Herbert Ernst Wiegand (Heidelberg):
Theorie der Wörterbuchform: ihre empirischen Gegenstände, ihre zentralen Begrifflichkeiten und ihre Methoden

Zeit: Dienstag, 29.11.2011, 18:15–19:45 Uhr
Ort: Erlangen, Bismarckstr. 1, C301

Das Interdisziplinäre Zentrum für Lexikografie, Valenz- und Kollokationsforschung der FAU vernetzt und koordiniert Forschungen aus verschiedenen an der FAU vertretenen Fächern, die den Gebrauch von Wörtern in größeren sprachlichen Einheiten und die Beschreibung dieses Wortgebrauchs zum Gegenstand haben. Der Lehrstuhl für Germanistische Sprachwissenschaft ist Teil des IZLVK.

21.11.: Prof. Werner Arnold, Die arabischen Dialekte der Christen in der Türkei

Das Interdisziplinäre Zentrum für Dialekte und Sprachvariation lädt ein zu einem Vortrag:

Prof. Dr. Werner Arnold (Heidelberg):
Die arabischen Dialekte der Christen in der Türkei

Zeit: Montag, 21.11.2011, 18:15–19:45 Uhr
Ort: Raum C702, Bismarckstraße 1, 91054 Erlangen

Im Interdisziplinären Zentrum für Dialekte und Sprachvariation (IZD) kooperieren Fächer unterschiedlicher Fachrichtungen und Fakultäten der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Der Lehrstuhl für Germanistische Sprachwissenschaft ist am IZD beteiligt.

FAU und GNM erforschen die älteste Darstellung des Erdballs in Kugelgestalt

Er ist ein Modell sichtbar gemachten enzyklopädischen Wissens: Mit seinen 110 Miniaturen, rund 2.000 Toponymen (Bezeichnung für Örtlichkeiten) und zahlreichen Texten besitzt der Behaim-Globus unschätzbaren Quellenwert für das Wissen über die Welt vor Christoph Kolumbus. Mit der Abbildung der damals bekannten drei Kontinente dokumentiert er das europäische Weltbild am Vorabend der großen Entdeckungen. Die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg (GNM) planen nun eine Forschungskooperation zur wissenschaftlichen Aufbereitung des Behaim-Globus.

Möglich wird die Erforschung der weltweit ältesten Darstellung des Erdballs in Kugelgestalt durch ein neues hochauflösendes digitalfotografisches Verfahren. Initiiert wurde das Projekt von Prof. Dr. Günther Görz, Lehrstuhl für Theoretische Informatik, und Prof. Dr. Mechthild Habermann, Lehrstuhl für Germanistische Sprachwissenschaft, zu deren Schwerpunkten die Erforschung Nürnbergs in der frühen Neuzeit zählt. Dr. Thomas Eser vom Germanischen Nationalmuseum Nürnberg (GNM) trug zum Zustande­kommen der Forschungskooperation zwischen Museum und Universität bei.

Der Behaim-Globus, eines der bedeutendsten Exponate des Germanischen Nationalmuseums, entstand zeitgleich mit Kolumbus‘ erster Amerikafahrt zwischen 1492 und 1494 im Auftrag des Rats der Reichsstadt Nürnberg. Konzept und Inhalt stammen vom weit gereisten Nürnberger Tuchhändler und Seefahrer Martin Behaim (1459–1507), die Anfertigung unternahmen der Buchmaler Georg Glockendon, der Schreiber Petrus Gagenhart sowie andere Nürnberger Spezialhandwerker. Die Entstehung des Globus ist Ergebnis des hochstehenden kulturellen und technologischen Wissens der Reichsstadt Nürnberg an der Schwelle zur Neuzeit und stellt somit ein Zeugnis für Nürnbergs herausragende Bedeutung als eines der maßgeblichen frühneuzeitlichen Zentren dar.

Sowohl in seiner äußeren Erscheinungsform als auch in seiner inhaltlichen Konzeption ist der Globus einzigartig und unterscheidet sich mit seiner reichen Beschriftung und seinem enzyklopädischen Anspruch vom Prototyp heutiger Globen. Dabei ist er nicht nur ein Speicher des Wissens des ausgehenden 15. Jahrhunderts, sondern auch ein Exempel für den Wandel des Selbstverständnisses der nachfolgenden Epochen bis in das 19. Jahrhundert hinein. Denn in vielfältigen Bearbeitungsstadien hat sich jede Epoche mit ihm als einem zunächst fremden Objekt auseinandergesetzt und für die eigene Zeit adaptiert.

Der Globus ist durch die bei der Herstellung verwendeten Materialien – ein von einer Kreideschicht abgedecktes Leinwandlaminat – und sein Alter von mehr als 500 Jahren sehr empfindlich geworden. Besonders gefährdet sind die Öffnungen an den Polen der Erdkugel, die ein Drehen des Globus verbieten. Um Lichtschäden zu vermeiden, wird er in der Sammlung des Germanischen Nationalmuseums nur mit geringer Beleuchtungsstärke präsentiert. Aufgrund einer vor unbekannter Zeit durchgeführten Behandlung sind viele Teile der Beschriftung nur noch schlecht lesbar.

Zwischen den Jahren 1940 und 1990 wurde mehrmals eine fotomechanische Reproduktion des Behaim-Globus versucht. Allerdings weisen die bisher vorliegen­den Analogaufnahmen sowie die daraus gewonnenen Digitalisate nach heutigem Standard gravierende Unzulänglichkeiten auf. Die Auflösung ist, im Vergleich zu aktuellen digitalen Aufnahmen, ungenügend, was zu Problemen hinsichtlich der Bildschärfe führt. Die Fotos wurden zudem im polarisierten Licht aufgenommen, jedoch ohne Farbnormkeil, so dass über die abgebildeten Farben keine Aussage getroffen werden kann. Eine hochauflösende reprofotografische Erfassung, die aktuell geleistet werden kann, war dringend geboten. Denn erst mit dem heutigen technologischen Standard ist es möglich, die unterschiedlichen Bearbeitungsstadien des Globus und damit sein Erscheinungsbild durch die Jahrhunderte hindurch zu rekonstruieren.

Die Suche nach einem geeigneten technischen Verfahren hat kürzlich zu einem Erfolg geführt. Von einem Experten für 3D-Modellierung der ETH Zürich, Prof. Dr. Armin Grün, wurde der Behaim-Globus digitalfotografisch neu erfasst. Die Kosten für die mit neuester Digitaltechnik aufgenommenen Bilder des Globus und ihre Nachbearbeitung in Höhe von rund 40.000 Euro übernahm die Staedtler-Stiftung.

Der Behaim-Globus soll zukünftig der Wissenschaft und Forschung weltweit in Form hoch­aufgelöster Fotografien und eines 3D-Computermodells zugänglich ge­macht werden. Dadurch erhält die Forschung am Behaim-Globus neue Impulse, und es kann eine dem kulturgeschichtlichen Rang des Forschungs­­objekts adäquate wissenschaftliche Dokumentation in Angriff genommen werden. Das Ger­manische Nationalmuseum plant auf der Basis der neuen Digitalisate eine museumsdidaktische Aufbereitung des Globus. Ferner soll eine neue Buchedition mit Bildteil und ausführlicher Kommentierung entstehen, da die letzte umfassende Mono­graphie aus dem Jahr 1908 stammt.

Der Behaim-Globus als Digitalisierungsgut kann außerdem in seiner Dreidimensionalität Maßstäbe setzen für vergleichbare Digitalisierungsprojekte und für eine der Konzeption eines „Epistemischen Web“ genügende Veröffentlichung drei­dimen­sionaler, kulturhistorisch relevanter Bild- und Textträger. Zu diesem Aspekt besteht eine Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin. Es hat sich bereits eine interdisziplinäre Gruppe von Wissenschaftlern gebildet, die sich der Erforschung des Behaim-Globus unter unterschiedlichen Fragestellungen widmen will.

Ansprechpartner für die Medien:

  • Prof. Dr. Mechthild Habermann
    Lehrstuhl für Germanistische Sprachwissenschaft, FAU Erlangen-Nürnberg
    Telefon: 09131/85-29353
    E-Mail: mechthild.habermann@ger.phil.uni-erlangen.de
  • Dr. Thomas Eser
    Germanisches Nationalmuseum Nürnberg
    Telefon: 0911/1331-327
    E-Mail: t.eser@gnm.de

(Pressemeldung: Dr. Pascale Anja Dannenberg, Kommunikation und Presse, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)

8.11.: Prof. Mª José Domínguez Vázquez, Wörterbuchbenutzung und Wörterbucherstellung

Das Interdisziplinäre Zentrum für Lexikografie, Valenz- und Kollokationsforschung der FAU lädt ein zu einem Vortrag:

Maria José Domínguez Vázquez (Santiago de Compostela):
Wörterbuchbenutzung und Wörterbucherstellung: Sprachbedingte und lexikographische Schwierigkeiten am Beispiel spanisch-deutscher Valenzwörterbücher

Zeit: Dienstag, 8.11.2011, 18:15–19:45 Uhr
Ort: Erlangen, Kollegienhaus, KH 2.020 VERLEGT: Bismarckstr. 1, C301

Das Interdisziplinäre Zentrum für Lexikografie, Valenz- und Kollokationsforschung der FAU vernetzt und koordiniert Forschungen aus verschiedenen an der FAU vertretenen Fächern, die den Gebrauch von Wörtern in größeren sprachlichen Einheiten und die Beschreibung dieses Wortgebrauchs zum Gegenstand haben. Der Lehrstuhl für Germanistische Sprachwissenschaft ist Teil des IZLVK.

7.11./10.11.: Vorträge im Rahmen der Institutspartnerschaft mit Lwiw/Lemberg

Im Rahmen der Germanistischen Institutspartnerschaft zwischen dem Department Germanistik und Komparatistik der FAU und dem Institut für Germanistik der Iwan-Franko-Universität Lwiw/Lemberg (Ukraine) finden folgende Vorträge statt:

Prof. Dr. Alla Paslawska:
Tempus-Aspekt-Aktionsarten-Systeme des Deutschen und des Ukrainischen im typologischen Vergleich

Zeit: Montag, 07.11.2011, 10:15 Uhr
Ort: Raum II/11, Studienzentrum Stinzingstr., Erlangen

Prof. Dr. Bohdan Maxymtschuk:
Kategoriale Prägung der qualifikativen Wörter aus der Sicht der Wortartenteilung und der inneren Form des Deutschen

Zeit: Montag, 07.11.2011, 12:15 Uhr
Ort: Raum KH 2.019, Kollegienhaus, Erlangen

Prof. Dr. Natalia Petrachtschuk:
Zur Didaktik des DaF-Unterrichts in der Ukraine

Zeit: Donnerstag, 10.11.2011, 08:15 Uhr
Ort: Hörsaal, Studienzentrum Stinzingstr., Erlangen

Der für Donnerstag angekündigte Gastvortrag muss leider entfallen.

Die Vorträge sind öffentlich, Interessierte sind herzlich eingeladen!

7.11.: Prof. Angelika Lutz, Langzeitwirkungen von Sprachkontakt in der Sprachvariation

Das Interdisziplinäre Zentrum für Dialekte und Sprachvariation lädt ein zu einem Vortrag:

Prof. Dr. Angelika Lutz (Erlangen):
Langzeitwirkungen von Sprachkontakt in der Sprachvariation:
Das Danelaw

Zeit: Montag, 7.11.2011, 18:15–19:45 Uhr
Ort: Raum C702, Bismarckstraße 1, 91054 Erlangen

Im Interdisziplinären Zentrum für Dialekte und Sprachvariation (IZD) kooperieren Fächer unterschiedlicher Fachrichtungen und Fakultäten der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Der Lehrstuhl für Germanistische Sprachwissenschaft ist am IZD beteiligt.

Informations- und Begrüßungsveranstaltungen (Germanistik, EdT) zu Semesterbeginn

Für Studienanfänger der Germanistik findet eine Einführungsveranstaltung statt:

Zeit: Mittwoch, 12.10.2011, 9:30–11:00 Uhr
Ort: Erlangen, Kollegienhaus, KH 2.011

Im Rahmen der Veranstaltung werden Informationen zum Studium und zu den Teilfächern gegeben; im Anschluss stehen die Studienberater für Fragen zur Verfügung.

Auf der Begrüßungsveranstaltung des Departments Germanistik und Komparatistik eröffnen wir gemeinsam das Semester.

Zeit: Dienstag, 18.10.2008, 18 Uhr
Ort: Erlangen, Bismarckstr. 1, B301/302

Interessierte am Masterstudiengang Ethik der Textkulturen sind eingeladen zu einer Informationsveranstaltung:

Zeit: Montag, 17.10.2011, 18:00–21:00 Uhr
Ort: Erlangen, Theologisches Seminargebäude (TSG), Kochstraße 6, Raum 0.023

Ethik der Textkulturen ist ein Elite-Masterstudiengang der Universitäten Augsburg und Erlangen-Nürnberg. Der Lehrstuhl für Germanistische Sprachwissenschaft ist an dem Studiengang beteiligt.