Krankenhaus San Carlos, Nicaragua

TeoG-Projekt zu Maintenance und Krankenhausmüll

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Unser erster Vulkan – der Mombacho

Ohne Ruth waren wir also in Granada. Nach einem reichhaltigen Frühstück (Johannes genießt noch so oft und so viel Gallo Pinto, wie er kann) machten wir uns auf dem Weg zum Mombacho, dem Hausvulkan Granadas. Ein Bus setzte uns am Fuße des Vulkans ab. Ein Motoradtaxi (= Tuctuc) kutschierte uns zur Touristenabfertigung. 5 $ kostet der Eintritt, für weitere 15 $ kann man sich mit dem Bus den Hügel heraufkutschieren lassen. Als arme, dafür aber fitte Studenten wählten wir diese Alternative selbstverständlich nicht. Wir machten uns auf den gepflasterten Weg. Es ging steil bergauf. Wir trösteten uns immer damit, dass es hinter der nächsten Kurve bestimmt flacher werden würde. Immer wieder wurden wir von Geländewagen, oder geländegängigen Bussen überholt… es würde wohl eher nicht besser werden. Auf halber Strecke war ein Café, in der wir einen (sehr teuren, aber sehr leckeren) Smoothie tranken, dann ging es weiter. Unser Tempo war nicht besonders flott, dennoch wurden wir von nicht vielen Leuten überholt (nur ein Nica joggte den Berg hoch, um seine Freunde einzuholen). Oben kamen wir in die Wolken. Das hatte zur Folge dass auch alles feucht kühl wurde (unser Ziel lag auf etwa 1150 m) und man leider die Aussicht nur bedingt wahrnehmen/erahnen konnte. Sogar der bewachsene Vulkankrater war mit Wolken gefüllt und nicht gut erkennbar. Aus dem inneren des Vulkans kam durch ein Loch im Boden noch mehr feuchte, wenn auch diesmal heiße Luft, die erstaunlicher Weise nur sehr wenig nach Schwefel stank (gut erkennbar auf dem Bild, auf dem man nix erkennen kann).

Der Abstieg war fast schlimmer als der Aufstieg. Alles was wir hoch gelaufen waren, mussten wir mit Chucks an den Füßen und mit einer halben Hand voll Erdnüsse als Mittagessen wieder hinab. Aus dem Bauch heraus würden wir sagen, die Steigung betrug fast durchgehend 12 % (mindestens! 😉
Dementsprechend weh taten uns die Beine nach dem Abstieg. Mit dem Tuctuc ließen wir uns nach Granada kutschieren. Dort gab es erstmal ein dickes Mittagessen (Burger und Quesillos, das sind Tortillas mit Käse, Sauerrahm und Zwiebeln). Dann schlenderten wir noch etwas durch die Stadt und genossen das Flair der Stadt.

Abends mussten wir feststellen, dass wir kein Geld abheben konnten. Johannes hatte seine Karte dabei, leider machte die Bank in Deutschland gerade Wartungsarbeiten, die bis zum Folgetag andauern würden – wir hatten noch 7 € dabei, das reicht nicht besonders weit. Nach einigem hin und her retteten Ruth, Frank und seine Frau Jaqueline uns aus unserer misslichen Lage. Jaqueline hat Verwandte in Granada, denen sie Geld schickte, das wir uns abholen konnten. Von den dreien haben wir beide nicht das erste Mal Unterstützung bekommen. Unser Fortkommen am nächsten Tag war also gesichert!