Krankenhaus San Carlos, Nicaragua

TeoG-Projekt zu Maintenance und Krankenhausmüll

Inhalt

Vorletzter Arbeitstag

Wir drei hofften inständig darauf, dass wir heute eine passable Verbrennung zustande bekommen würden. Dabei sind wir auf eine gute Mülltrennung im Krankenhaus angewiesen.

Es war ein Fortschritt zu sehen und wir konnten zusammen mit Juan José und César einige Säcke zum Verbrennen zusammen suchen. Somit lief die Verbrennung deutlich besser als die letzten Tage, dennoch ist ein Großteil des Abfalls sehr feucht. Hohe Temperaturen sind so nur schwer zu erreichen und die Verbrennung dauert sehr lang.

Außerdem nutzten wir die Zeit um etwas über den Ofen zu lernen. Zusammen mit César untersuchten wir, was für ein Einfluss die Änderung der Luftzufuhr auf den Prozess hat (Danke an unser Backoffice in Deutschland!). So hatten wir einen relativ erfolgreichen Tag heute, sogar María Elena schaute bei uns am Ofen vorbei.

Abends wartete ein letztes Highlight auf uns. Luis, einer der Städtepartnerschaftsbeauftragten aus San Carlos, ging mit uns auf die Jagd nach Kaimanen (jetzt haben wir endlich unsere Krokodilleder-Handtasche ;-). Zunächst zeigte er uns einen Fisch, der sich im Lago de Nicaragua vermehrt, weil er keine Fressfeinde hat. Irgendwie wurde er (wahrscheinlich aus Brasilien) eingeschleppt. Fängt man einen, muss man ihn von Gesetzes wegen töten (was Luis auch tat). Mit dem Paddelboot glitten wir durch das Wasser. Im Wald hörte man die Brüllaffen, die Wolken türmten sich über dem See auf und am Ufer kletterten die Häuser von San Carlos den Hügel hinauf. Dicht über dem Wasser flogen viele Vögel auf der Such nach Mücken. Als es dunkel genug war, zückte Luis seine Taschenlampe und leuchtete das Ufer ab. Die Augen der Kaimane sind im Dunkeln leicht auszumachen, da sie das Licht gut reflektieren. Er manövrierte das Boot zu einem der Tiere. Seine Hand schnellte ins Wasser und warf ein kleines zappelndes Etwas ins Boot – ein kleiner Kaiman. Den drückte er uns auch sofort in die Hand. Packt man das Tier am Hals an den Kieferknochen, ist es bewegungsunfähig (die Tiere auf den Bildern leben also noch!!) Das war wirklich eine faszinierende Erfahrung!

Morgen geht es in unseren letzten Tag in San Carlos. Danach müssen wir uns auf den Rückweg nach Deutschland machen…