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Zurück in Deutschland – ein Resumeé


Nach dem erfolgreichen Verlauf des Pilotprojekts „Teaching Computer Basics“ (TCB) im Frühjahr 2015 in Ghana führten Sascha Bölke und Johannes Dörflinger von November `15 bis Januar `16 das erste TCB-Projekt in Tansania durch. Dort wurden der Shambalai Secondary School in Lushoto 31 auf Spendenbasis gesammelte Laptops übergeben und die Lehrer ausgebildet, sodass am 18. Januar `16 der reguläre Computerunterricht für über 1000 Schüler beginnen konnte.

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Der Computerraum vor Projektbeginn

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Bei der Vorbereitung der Laptops

Das Projekt Teaching Computer Basics von Technik ohne Grenzen e.V. hat eine Verbesserung der Lebensbedingungen in Entwicklungsländern durch Behebung von Bildungsengpässen zum Ziel. Ein Bildungsengpass an den staatlichen Schulen Tansanias ist Computerunterricht. Durch Ausstatten eines Computerraumes mit nötiger Hardware und Ausbildung der Lehrer sollen Schüler grundlegende PC-Kenntnisse wie Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation, Internet und digitale Wissensdatenbanken erlangen. Sie profitieren von besseren Berufs- und Weiterbildungschancen und können im Internet stets auf aktuelles Wissen zugreifen.

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Der erste Unterricht für die Lehrer

Mit Unterstützung durch den lokalen Partner Hope for Tomorrow (www.hopefortomorrow.co.tz) wurde im Zeitraum vom 23.11.15 bis 19.01.16 ein vierwöchiges TCB-Projekt an der Shambalai Secondary School in Lushoto durchgeführt. Die über den Sommer 2015 in Deutschland durch Spendenaufrufe gesammelten Laptops wurden zuvor auf Funktionalität geprüft und mit dem kostenlosen Betriebssystem Linux, LibreOffice und WikipediaOffline versehen. Zum Umfang der Hardware zählt neben den Laptops und einem Router für Netzwerk und Internet auch ein vor Ort bezogenes Batteriesystem. Es besteht aus zwei 100Ah-Autobatterien und einem Inverter. Bei Stromausfall wird die Energiezufuhr unterbrechungsfrei von Netz- auf Batteriebetrieb umgestellt und ein zweistündiger Betrieb der 31 Laptops ermöglicht. Auf die Mitnahme der Laptopakkus wurde bewusst verzichtet, weil diese zum einen altersbedingt schon in Kürze zu giftigem Elektroschrott werden könnten und zum anderen nur als sehr teures Gefahrgut per Schiff verfrachtet werden können.
Der erste Abschnitt des Projekts dauerte drei Wochen und umfasste den Aufbau der Hardware sowie die Ausbildung von 30 Lehrern im Umgang mit Computern und der installierten Software. Alle Lehrer können seit dem Computer bedienen sowie einfache Aufgaben in LibreOffice Writer und Calc bearbeiten oder selbst erstellen. Zu den größten Errungenschaften zählt die Erstellung einer Tabelle in Calc, welche automatisch die Endnote von Schülern berechnet und eine enorme Zeitersparnis für die Lehrer darstellt. Auch die Einführung in WikipediaOffline als kostenlose Wissensdatenbank stieß auf positive Resonanz. Für die drei

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Unterricht für die Schüler

ICT Lehrer (Information and Communication Technology) wurde nach den Weihnachtsferien im Januar ein einwöchiger Vertiefungskurs gehalten, welcher das für den Schulunterricht nötige Wissen gefestigt hat.

Zum Projektabschluss am 19. Januar konnten Sascha und Johannes auf einen erfolgreichen Verlauf zurückblicken: die Technik funktioniert, die Lehrer sind der ‚Computer Basics‘ mächtig und seit Beginn des neuen Schuljahres am 18. Januar findet regulärer Computerunterricht statt!

 

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Johannes, Esther, Sascha: alles gut!

Mit TCB geht es nun weiter: im Sommer 2016 wird ein deutsches Team nach

Ghana fliegen, dort zwei Computercenter errichten und Lehrer von vier Schulen ausbilden. Großer Bestandteil wird das Sammeln von Laptops und finanziellen Mitteln sein. Näheres dazu gibt es auf der Crowdfundingseite des Projekts: www.betterplace.org/p39289

Das Schlusswort von Sascha und Johannes: „58 Tage Tansania mit dem erfolgreich abgeschlossenen Projekt ‚Teaching Computer Basics‘ sowie einem tollen Weihnachtsurlaub – ja, wir würden es wieder tun!“

 

Offtopic, aber nur so halb: DSC02042
Elisa, die junge Schneiderin der wir mit Unterstützung einiger SpenderInnen aus Deutschland eine Nähmaschine kaufen konnten, hat nun eine feste Arbeitsstelle bei einem Schneider. Tagsüber ist sie dort und näht Schuluniformen, andere Aufträge wie z.B. Reparaturen erledigt sie abends an ihrer eigenen Nähmaschine. Wir sind sehr glücklich darüber 🙂