DSSINFO

Informationen des Department für Sportwissenschaft und Sport

Inhalt

aktuelle Publikationen am Lehrstuhl Bewegung und Gesundheit

Die anfang 2015 erschienene Publikation beschreibt die Wirksamkeit eines interprofessionellen, biopsychosozialen Rehabilitationsprogramm namens „PASTOR“ bei Erwachsenen mit chronischen nichtspezifischen Rückenschmerzen.

Verglichen wurde die Wirkung gegenüber einer konventionellen stationären orthopädischen Rehabilitation nach zwölf Monaten in Bezug auf die Funktionskapazität und weitere Zielparameter. Es findet sich weiterhin eine detaillierte Beschreibung von PASTOR sowie Hinweise zu umfangreich vorliegenden Materialien zur Umsetzung dieses Rehabilitationsprogramms.

Semrau, J., Hentschke, Ch., Buchmann, J., Meng, K., Vogel, H., Faller, H., Bork, H. & Pfeifer, K. (2015). Long-term effects of interprofessional biopsychosocial rehabilitation for adults with chronic non-specific low back pain: a multicentre, quasi-experimental study. PLoS ONE, 10 (3), e0118609. DOI: 10.1371/journal.pone.0118609.

 

Ende 2014 konnte ein Grundsatzpapier zum Verständnis einer verhaltensbezogenen Bewegungstherapie (behavioural exercise therapy) international publiziert werden. Der Artikel wurde in der Zeitschrift Disability and Rehabilitation veröffentlicht:

Geidl, W.; Semrau, J.; Pfeifer, K. (2014): Health behaviour change theories: Contributions to an ICF-based behavioural exercise therapy for individuals with chronic diseases. In: Disability and Rehabilitation 36 (24), S. 2091–2100. DOI: 10.3109/09638288.2014.891056.

Bewegungsempfehlungen für Deutschland

ISS koordiniert die „Erstellung nationaler Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung“.

Bewegung fördert die Gesundheit. Verschiedene Länder (z.B. Australien, Großbritannien, Kanada, Österreich, Schweiz, USA) sowie internationale Organisationen (z.B. WHO 2010) haben bereits Bewegungsempfehlungen verabschiedet, die Informationen hinsichtlich der gesundheitswirksamen Art und Dosis körperlicher Aktivität für unterschiedliche Zielgruppen in der Bevölkerung bereitstellen. Für Deutschland fehlen solche Empfehlungen bislang. Das aktuelle, vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) geförderte Projekt schließt nun diese Lücke. Koordiniert von Prof. Dr. Alfred Rütten und Prof. Dr. Klaus Pfeifer erarbeitet ein interdisziplinäres Team namhafter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler „Nationale Bewegungsempfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung“. Die geplante Verknüpfung von Bewegungsempfehlungen, Empfehlungen zur Förderung von Bewegung und Beispielen guter Praxis der Bewegungsförderung wird den nationalen Bewegungsempfehlungen dabei ein innovatives, eigenständiges Profil verleihen. Die Projektergebnisse werden im Frühjahr 2016 vorliegen.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Klaus Pfeifer

 

Aktuelles

Folgende Lehrveranstaltungen Sport am Campus Nürnberg entfallen bis auf Weiteres:

Sportdidaktik GS MOD, Bewegen im Wasser GS/HS MOD a und b,  Turnen an Geraeten / Bewegungskuenste GS a und b MOD, Bewegung/ Gesundheit Koerperkonzepte entwickeln GS MOD a und b, Bewegungsgrundformen/sich zur Musik bewegen GS a MOD, Gymnastik Tanz HS MOD a und b.

Die „Sportdidaktik GS“ wird ab sofort in die Vorlesung von Prof. Dr. Sygusch in Erlangen integriert. Dort können Sie die entsprechenden ECTS erwerben:

Grundlagen der Sportpädagogik und Sportdidaktik Montag 14.15 bis 15.00 Uhr und Dienstag 13.15 bis 14.00 Uhr

 

Sobald  weiter neue Informationen vorliegen, werden wir Sie per mail und Aushang am Institut für Sportwissenschaft und Sport in der Regensburgerstr. 160 informieren.

Die Nutzung der Sporthalle ist aus versicherungstechnischen Gründen nur zu den vereinbarten Freien Übungszeiten und Tutorien zugänglich!

Wir bitten um Ihr Verständnis!

Mit freundlichen Grüßen,

Birgit Bracher

WHO-Kooperationszentrum

Erstes Zentrum für Bewegung und Gesundheit der Weltgesundheitsorganisation in Europa an der FAU eingerichtet

Das Institut für Sportwissenschaft und Sport der FAU wird das erste Kooperationszentrum für Bewegung und Gesundheit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Europa – und ist damit zugleich die erste sportwissenschaftliche Institution in einer solchen Rolle.

Mit einem Sektempfang feiert das Institut seine offizielle Ernennung. Daran teilnehmen werden FAU-Präsident Prof. Dr. Karl-Dieter Grüske, FAU-Kanzler Thomas A.H. Schöck, Innenminister Joachim Herrmann, Dr. Ute Winkler vom Bundesministerium für Gesundheit sowie Dr. Joao Breda vom Regionalbüro für Europa der WHO und Prof. Dr. Dr. Alfred Rütten, Leiter des Instituts für Sportwissenschaft und Sport. Des Weiteren sind Regierungsvertreter aus nationalen Gesundheitsministerien und nachgeordneten Behörden aus 11 Mitgliedsstaaten sowie europäische Wissenschaftler aus dem Bereich bewegungsorientierter Gesundheitsforschung dabei.

Als Kooperationszentren wählt die WHO wissenschaftliche Spitzeneinrichtungen aus, die die fachliche Arbeit der WHO unterstützen. Die Aufgaben der mehr als 800 Zentren weltweit sind vielfältig: Sie beraten die WHO, sammeln und analysieren Daten für WHO-Berichte und helfen bei der Entwicklung von Gesundheitsrichtlinien.

Wie man mehr Menschen für Bewegung begeistern kann, das herauszufinden ist das Ziel des Kooperationszentrums an der FAU. Zu den zukünftigen Aufgaben gehören zum Beispiel die Verwaltung einer internationalen Datenbank von Bewegungsförderungspolitiken und eine Analyse bestehender sozialer Ungleichheiten in Bezug auf Bewegung. Erste Aufgabe ist, eine politische Strategie für Sport- und Bewegungsförderung für die 53 Länder der WHO-Europaregion zu entwickeln. Auf einem ersten Workshop vom 25. bis 26. März am Institut für Sportwissenschaft und Sport erarbeiten die FAU-Wissenschaftler zusammen mit ausgewählten Regierungsvertretern aus elf Ländern sowie eine kleine Gruppe internationaler Experten einen Zeitplan für das Projekt.

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Dr. Alfred Rütten
Tel.: 09131/85-25000
alfred.ruetten@fau.de

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