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Timemachine in der Kommandozeile

für die meisten Benutzer wird die graphische Version der Time Machine völlig ausreichen. Manch ein Administrator (beruflich oder auch in der Familie) will das Backup aber auch ohne die graphische Oberfläche und Maus benutzen, z.B. von zu Hause auf den Rechner bei den Eltern oder zur Administration von Servern.

Hier kommt die Kommandozeile mit dem Befehl tmutil zum tragen, tmutil benötigt für die meisten Befehle Adminrechte. Diese erhält man vorübergehend indem man dem eigentlich Kommando ein „sudo“ voranstellt. Befehle die mit sudo gestartet werden benötigen mindestens einmal ein Administrator Passwort beim starten:

Folgende Befehle beziehen sich immer auf die Kommandozeile „Terminal.app“

Backup starten

„sudo tmutil startbackup“

startet ein Backup mit den vorhandenen Einstellungen. Die Einstellungen können sowohl in der graphischen Oberfläche, als auch mit der Kommandozeile konfiguriert werden.

Backup stoppen

„sudo tmutil stopbackup“

ist der Gegenteilige Befehl und stoppt die Ausführung eines laufenden Backups

Ein Backup zurückspielen

„sudo tmutil restore src … dst“ //noch ein Beispiel mit Ausgabe einbinden

Plattenplatz sparen

„sudo tmutil disablelocal“

schaltet die lokale Speicherung von Backups ab, damit kleine Festplatten nicht zuviel Platz verlieren wenn Timemachine keine Verbindung zu seinen Backup-Laufwerk hat.

Natürlich läßt sich dies auch wieder rückgängig machen:
„sudo tmutil enablelocal“

Files und Verzeichnisse nicht sichern

„sudo tmutil eaddexclusion ~/Downloads“

es gibt immer wieder ein paar Ordner oder Dateien die man nicht in seinem Backup benötigt, z.B. wie hier, der Download-Ordner. Achtung: beim verschieben eines ausgeschlossenen Files wird der File nicht aus der Ausschlußliste entfernt sondern wird weiterhin nicht gesichert, damit dies möglich ist, muß an das Kommando noch die Option -p angehängt werden.

Backup-Ziellaufwerk verwalten

„sudo tmutil destinationinfo“

Zeigt an wohin derzeit die Sicherung erfolgt. Die Ausgabe sieht ähnlich wie folgt aus:

user@host ~ % sudo tmutil destinationinfo
Password:

Name : TimeMachine
Kind : Network
URL : afp://user@backuphost/TimeMachineverzeichnis
Mount Point : /Volumes/.timemachine/host/86881FD0-8937-4752-8A40-A97A1A59E5A0/TimeMachine
ID : 25C46C8D-C669-49EA-8849-8081EAE8F9C9

Name : Timemachine
Kind : Network
URL : smb://User@2.backuphost/Timemachineverzeichnis
ID : DEAABA87-D641-4E4D-8CBB-F8E47124D303

In diesem Fall speichert Timemachine auf zwei unterschiedliche Server wechselweise sein Backups

Einen Zielpunktes festlegen:

„sudo tmutil setdestination volume_Name

Einen Zielpunkt entfernen:

„sudo tmutil removedestination“

Anzeigen der verfügbaren Sicherungen:

„sudo tmutil listbackups“

Die Ausgabe sieht ähnlich aus wie:

user@host ~ % sudo tmutil listbackups
Password:
/Volumes/Time Machine-Backups/Backups.backupdb/host/2020-02-27-140037
/Volumes/Time Machine-Backups/Backups.backupdb/host/2020-03-05-063722
/Volumes/Time Machine-Backups/Backups.backupdb/host/2020-03-12-154915

ein einzelnes Backup löschen

„sudo tmutil delete /Volumes/Time\ Machine\ Backups/Backups.backupdb/MyMacBook/2017* /Volumes/Time\ Machine\ Backups/Backups.backupdb/zu_löschendes_Backupfile“

hier sind Wildcards zulässig: statt einem einzelnen File können auch ganze Serien gelöscht werden. In unserem Beispiel evtl. mit „sudo tmutil delete /Volumes/Time\ Machine-Backups/Backups.backupdb/host/2020*“ alle Backups aus dem Jahr 2020!

Mehr über tmutil

Das Tool tmutil bietet noch einige Optionen mehr, der Befehl „man tmutil“ oder „tmutil –help“ helfen als Einstieg zum Einarbeiten!