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Informationen des Department für Sportwissenschaft und Sport

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Sportstudentin Sophie Engelhardt auf der dvs Sportpädagogiktagung in Heidelberg

Normative und Empirische Sportpädagogik in Heidelberg ?!

Als Sportlehramtsstudentin und studentische Hilfskraft im Arbeitsbereich Bildung im Sport hatte ich bereits 2018 in Chemnitz und 2017 in Hannover die Möglichkeit, mich bei den Sportpädagogik-Jahrestagungen über den aktuellsten Stand der sportpädagogischen Forschung zu informieren und die ganzen großen Namen, die mir sonst nur aus Sammelbandbeiträgen oder Literaturangaben auf Vorlesungsfolien bekannt sind, persönlich zu erleben. Die 32. Jahrestagung der dvs-Sektion Sportpädagogik stand unter dem Motto „Bewegung und Sport im Horizont von Jugend- und Schulpädagogischer Forschung“ und fand vom 30. Mai bis 01. Juni in Heidelberg statt.

 

Bei insgesamt 225 Teilnehmern – ein neuer Rekord! – aus Deutschland, Österreich und der Schweiz war der AB Bildung im Sport aus Erlangen mit acht Teilnehmern schon recht gut vertreten: Neben Ralf Sygusch (nicht nur Kompetenzmodell-Experte in der Vorlesung, sondern auch Sektionssprecher der dvs-Sportpädagogik und Thomas-Gottschalk-Imitator) waren Clemens Töpfer, Birgit Bracher, Sebastian Liebl, Annalena Möhrle, Lena Jungheim, Martin Muche und ich aus Erlangen vertreten.

Nachdem Frau Bracher und ich bei unserer Anreise in leichter Orientierungslosigkeit zunächst etwas unfreiwillig den Heidelberger Unicampus erkundeten, um dann doch noch pünktlich zur ersten Kaffeepause auch das Institut für Sport und Sportwissenschaft zu erreichen, konnte die Tagung beginnen: Vier Hauptvorträge und 16 Arbeitskreise bestimmten das Programm der Tagung. Während sich die Hauptvorträge ganz unter das Tagungsmotto der Jugend- und schulpädagogischen Forschung stellten, war in den thematischen Arbeitskreisen ein bunt gemischtes Programm einzelner Vorträge zu finden: Leistungssport, Jugendkulturen, Digitalität, Methoden, Inklusion, Partizipation oder Migration zeigen, dass Sportpädagogik weit mehr umfasst als das, was man im Rahmen einiger weniger Lehrveranstaltungen kennenlernt. Aber alle Studierenden, die sich gerade in der Sygusch‘schen Ausbildung befinden, können beruhigt sein: Kognitive Aktivierung ist nicht nur in Erlangen heiß diskutiert! Besonders spannend und gut besucht war daher der Arbeitskreis „Aktivierung im Sportunterricht“, in dem Beiträge aus Salzburg, Potsdam, Kiel und Basel das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchteten. Und siehe da: Kognitive Aktivierung kommt nicht nur im Zusammenhang mit einem Kompetenzmodell vor! Als Studentin mit gewisser Affinität zu philosophischen Themen hat mir – sicherlich in der Minderheit – der Beitrag von Christian Gaum „Die Sicherung des Ungewissen – Aktivierung aus bildungstheoretischer Perspektive“ gut gefallen. Vielleicht auch deshalb, weil er einer der wenigen war, in denen es zur Abwechslung einmal nicht um Stichprobenanzahl, T-Tests, Varianzanalysen und Signifikanzniveaus ging. Während in den sportpädagogischen Lehrveranstaltungen Erlangen meines Erachtens ein recht gutes Gleichgewicht zwischen normativen und empirischen Inhalten gegeben ist (bei dem Veranstaltungstitel „Normative und empirische Sportpädagogik“ möchte man auch kaum anderes vermuten) – war in Heidelberg ein klarer Überhang an empirischen Themen auszumachen.

Empirisch unterwegs war auch der AK Gesundheit, der von Ralf Sygusch moderiert wurde:  Clemens Töpfer berichtete zusammen mit ehemaligen Erlangerin Julia Hapke, die jetzt in Tübingen lehrt und forscht, über das Projekt Health.edu und wie Gesundheit in der Lehrerbildung implementiert werden kann. Nachdem ich auch meine Zulassungsarbeit in diesem Projekt verfasst habe, war es für mich schön zu sehen, dass Ergebnisse meiner Arbeit zunächst noch einmal vor prominentem Publikum wie Eckart Balz und André Gogoll diskutiert wurden, bevor die Arbeit dann beim Kultusministerium in Aktenschrank landet.

Sebastian Liebl hatte im Arbeitskreis Methoden die Gelegenheit, seine empirischen Untersuchungen zu Selbstwirksamkeitserwartungen von Lehramtsstudenten vorzustellen.

 

Die gute Organisation der Tagung zeigte sich dann auch gleich am ersten Abend, als auf dem Heidelberger Sport-Campus zu einer Beachparty eingeladen wurde. Auch wenn ich den Sand irgendwie nicht entdecken konnte, gab es mit Food-Trucks und Cocktail-Bar eine sehr angenehme Atmosphäre für fachliche und außerfachliche Unterhaltungen.

Am Samstag-Abend, als wir noch einem straffen Programm trotz erhöhtem Kaffee-Konsum fast alle unseren kognitiven Overload erreicht hatten, wurde in der ehrwürdigen Alten Aula der 1386 gegründeten Universität Heidelberg der Ars-Legendi-Fakultätenpreis verliehen. Dr. Verna Burk aus Tübingen wurde für ihre exzellente Lehre ausgezeichnet. Vor dem Hintergrund, dass sich der wissenschaftliche Betrieb in erster Linie von Forschungsprojekten finanziert und Engagement in Lehrveranstaltung kaum gewürdigt wird, ist dies sicherlich ein deutliches Zeichen der Wertschätzung. Dass angegebene Vortragszeiten bei dem ein oder anderen Akteur eher als unverbindliche Vorschläge als wirklich einzuhaltende Richtlinien erachtet wurden, soll an dieser Stelle nicht weiter diskutiert werden. Geduld ist ja auch bekannterweise auch so eine Tugend.

 

Sehr erfolgreich war abschließend der Einsatz von Ralf Sygusch im Namen des dvs-Sprecherrates, der aufgrund eines bis dato fehlenden Ausrichters für die nächste Jahrestagung im Wetten-dass-Format wettete, dass es die 225 Teilnehmer nicht schaffen, bis Samstag 13 Uhr einen Ausrichter für das nächste Jahr zu finden. Nach anfänglicher Zurückhaltung erklärten sich zum Ende der Tagung mit Mainz und Frankfurt zwei engagierte sportpädagogische Abteilungen bereit, 2020 Gastgeber für die nächste Tagung zu sein. Unerwartet klärte sich dann auch noch die Frage für 2021, 2022 und 2023 (ggf. Erlangen?), sodass die nächsten vier Jahre gesichert zu sein scheinen.

 

Mein Fazit: Bei sehr guter Organisation haben mir in der Breite der Inhalte das ein oder andere Veranstaltungsformat für kritische Auseinandersetzungen und kontroverse Diskussionen sowie ein paar mehr Beiträge aus der normativen Sportpädagogik gefehlt. Normative und (bildungs-)theoretische Überlegungen könnten vielleicht helfen zu zeigen und zu erinnern, vor welchem Hintergrund die doch mittlerweile sehr ausdifferenzierten empirischen Beiträge zusammengedacht werden können. Nichtsdestotrotz war es wieder sehr spannend zu sehen, dass Sportpädagogik ein ungemein großes Feld ist, in dem viel zu Lehrern, Schülern, Trainern und Athleten geforscht wird und dementsprechend an anderen Unis auch ganz anders gedacht und gelehrt werden kann.

EKSpo für die Trainerbildung beim DOSB-Fachforum Bildung vorgestellt

Einmal jährlich treffen sich die Bildungsverantwortlichen der Spitzenverbände und Landessportbünde im Rahmen des „DOSB-Fachforums Bildung“, um sich über aktuelle Themen der Aus- und Fortbildung von Trainerinnen und Trainern auszutauschen. In diesem Jahr wurde am 10. & 11. Mai das Thema „Lehren und Lernen auf dem Prüfstand?!“ als Schwerpunkt gesetzt. In einem interaktiven Hauptvortrag stellte Prof. Dr. Ralf Sygusch dazu das DOSB-Kompetenzmodell vor.

Das DOSB-Kompetenzmodell stellt eine Anpassung des „Entwurf zur Kompetenzorientierung im Sport“ (EKSpo) für die Trainerbildung dar und wurde in einem kooperativen Planungsprozess gemeinsam mit Bildungs-Expert/innen des DOSB, der Spitzenverbände, der Landessportbünde und der Bildungsforschung im Sport erarbeitet. Parallel zur Entwicklung des DOSB-Kompetenzmodells wurden dessen Prinzipien in unterschiedlichen Projekten angewendet und reflektiert.

Die erste Anwendung des „fertigen“ DOSB-Kompetenzmodells erfolgt derzeit im Projekt „Qualifizierung im DOSB: Kompetenzorientierung in der Trainerbildung Leistungssport“ (QuaTroPLUS; gefördert durch das  Bundesinstitut für Sportwissenschaft [BISp]). In diesem Projekt wird das DOSB-Kompetenzmodell von vier Spitzenverbänden zur Weiterentwicklung der Trainerausbildung Leistungssport umgesetzt. Dafür werden in kooperativen Planungsgruppen kompetenzorientierte Lernziele, Lern- und Leistungsaufgaben erarbeitet.

Der zweite Tag des Fachforums wurde in Form eines Barcamps organisiert. Im Rahmen des Barcamps wurden unter anderem die Projekte „QuaTro+“ und „Qualifiziert für Inklusion“ vorgestellt, an denen Annalena Möhrle, Martin Muche und Dr. Sebastian Liebl vom Team des AB Bildung im Sport mitarbeiten.

Der Bericht des DOSB zu dieser Veranstaltung ist unter dem folgenden Link verfügbar:

https://www.dosb.de/sonderseiten/news/news-detail/news/kompetenzorientierung-in-der-dosb-lizenzausbildung/?no_cache=1&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=bfe064c81bec9e3890f6d2b816a747d1

1. Tagung des BA-Sportwissenschaft – Bewegung & Sport in der Lebensspanne – 5. & 6. Juli 2019

 

Am 5. & 6. Juli 2019 wird die erste Tagung des BA-Studiengangs Sportwissenschaft zum Thema „Bewegung und Sport in der Lebensspanne“ stattfinden, die gemeinsam von fortgeschrittenen Studierenden und Dozent/innen vorbereitet wird.

Die Tagung wird Gelegenheit bieten, aktuelle Themen der Sportwissenschaft zu erleben, mitzudiskutieren und verschiedene Facetten des Studiengangs sowie die Studierenden persönlich kennenzulernen.

Drei Programm-Highlights:

  • Hauptvorträge

„Körperliche Aktivität im Kindes- und Jugendalter – aktuelle Trends und Determinanten“ (Prof. Dr. Darko Jekauc, Karlsruher Institut für Technologie)

„Bewegung, Gesundheit und Prävention im Erwachsenenalter – Effekte gesundheitsfördernder Bewegung in der Altersgruppe ,ü40`“ (Prof. Dr. Lutz Vogt, Institut für Sportwissenschaften, Universität Frankfurt)

  • Präsentationen der Studierenden: Forschungsprojekte zu Themen der Sportpädagogik/-didaktik, Sportpsychologie und Trainingswissenschaft
  • Podiumsdiskussion zu „Sportwissenschaft in Theorie und Praxis“

Gäste:
Karin Orgeldinger, Sportdirektorin Ski Nordisch und Biathlon, Geschäftsführerin Deutscher Skiverband Leistungssport GmbH
Prof. Klaus Pfeifer, DSS der FAU Erlangen-Nürnberg
Gudrun Schwind-Gick, Ressortleiterin Bildung DOSB
Peter Smutna, Ausbildungsleiter Dt. Rugby Verband u. Studierender
Sandra Zäpfel, TSG 1899 Hoffenheim
Moderation: Paul Biedermann, Studierender u. Schwimmweltmeister (2009) über 200 u. 400 m Freistil

Den Freitagabend können die Tagungsgäste bei einem unterhaltsamen und kulinarischen Programm mit interessanten Einblicken in den Studiengang ausklingen lassen. Hier die „Fakten“ im Überblick:

Termin: Fr., 05. Juli 2019, 10:00 h, bis Sa., 06. Juli 2019, 17:00 h.
Ort: Department für Sportwissenschaft und Sport (DSS), Gebbertstr. 123B, 91058 Erlangen

Das gesamte Tagungsprogramm findet sich hier.
Interessierte melden sich im Vorfeld bitte bei Carolin Münch (Studiengangkoordinatorin) per E-Mail: carolin.muench@fau.de
Wir freuen uns über rege Teilnahme!

DSS stark bei Jahrestagung 2019 der dvs-Kommission Gesundheit vertreten

Einmal im Jahr richtet die dvs-Kommission Gesundheit der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs) einen Kongress aus, um Forschern eine Plattform für aktuell laufende Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der gesundheitsbezogenen Bewegungs- und Sportwissenschaft zu geben. Unter dem Motto „Interdisziplinäre Forschung und Gesundheitsförderung in Lebenswelten – Bewegung fördern, vernetzen, nachhaltig gestalten“ war Hamburg dieses Jahr Austragungsort für den bundesweiten Austausch vom 4. bis zum 6. April. Das Department für Sportwissenschaft und Sport der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, das inzwischen weit über die regionalen Grenzen hinaus für seine Ausrichtung auf das Themengebiet Gesundheit bekannt ist, war im Jahr 2019 besonders stark auf dem Kongress vertreten. So wurden 15 der insgesamt 110 Beiträge von wissenschaftlichen Mitarbeitern aus Erlangen geliefert. Besonders vorzuheben sind an dieser Stelle zwei Arbeitskreise, die unter der Federführung des Erlanger Standorts stattfanden.

So widmete sich der Arbeitskreis „Aufbau von Handlungsmöglichkeiten für aktive Lebensstile“ von Dr. Peter Gelius den Ergebnissen von fünf Teilprojekten aus dem Forschungsverbund Capital4Health. PD Dr. Heiko Ziemainz und PD Dr. Karim Abu-Omar regten durch die Leitung des Arbeitskreises „Scale-up von Interventionen zur Bewegungs- und Gesundheitsförderung“ schließlich eine Diskussion zur Übertragbarkeit einzelner Interventionen auf höhere strukturelle Ebenen an.

Zum Abstractband: https://www.dvs-gesundheit2019.de/media/files/Abstractband_DVS_Gesundheit_2019.pdf

Stellenausschreibung wiss. Mitarbeiter

Am Department für Sportwissenschaft und Sport der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg sind ab 1. August 2019mehrere Stellen, befristet für drei Jahre(mit der Option der Weiterbeschäftigung), zu besetzen für

Wissenschaftliche Mitarbeiter (m/w/d) mit einem Stellenumfang von
50% („prae doc“) oder 75/100% („post doc“)

Die StelleninhaberInnen sind dem Arbeitsbereich Bewegung und Public Health (Leitung: Prof. Dr. Anne Kerstin Reimers) zugeordnet und verfügen über eine sportwissenschaftliche, gesundheitswissen-schaftliche, gesundheitspsychologische oder sozialwissenschaftliche Ausrichtung. Sie unterstützen empirische Forschungsaktivitäten im Bereich der Analyse der Bedingungen von Bewegungsaktivitäten in den Settings Kommune und/oder Familie. Die Forschungsergebnisse nutzen sie für wissenschaftliche Veröffentlichungen und die eigene Qualifizierung. Es handelt sich um Stellen zur wissenschaftlichen Weiterqualifikation.

Ihr Profil:

  • überdurchschnittlich abgeschlossenes Hochschulstudium in Sportwissenschaft, Gesundheits-wissenschaft /Public Health, Psychologie oder Sozialwissenschaft
  • sehr gute Kenntnisse in Methoden der quantitativen empirischen Sozialforschung
  • Interesse an einer wissenschaftlichen Weiterqualifikation im Rahmen von einer teamorientierten, wissenschaftlichen Projektarbeit
  • sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift

Von Vorteil sind:

  • Kenntnisse der aktuellen sozialwissenschaftlichen Gesundheitsforschung (Gesundheits-förderung, Public Health)
  • Erfahrung bei der Erstellung von Publikationen in nationalen/internationalen Fachzeitschriften
  • Erfahrung in der Einwerbung von Drittmitteln
  • Kenntnisse zur Erfassung der körperlichen Aktivität (z.B. mittels Fragebogen, Akzelerometer, Ambulantem Assessment)

Ihre Aufgaben:

  • Konzeptionelle und theoretische Vorbereitung und Durchführung von Forschungsprojekten mit quantitativen Forschungsdesigns (z.B. Befragungen, Akzelerometrie)
  • Auswertung von Daten aus quantitativen Forschungsprojekten
  • Mitarbeit bei der Erstellung von Forschungsanträgen (Drittmittelakquise)
  • Anfertigung von Publikationen (insb. Fachartikel in internationalen Fachzeitschriften)
  • eigenständige Durchführung von Lehrveranstaltungen in den Studiengängen des Departments

Unser Angebot:

  • anspruchsvolle Mitarbeit an hochaktuellen Themen im Bereich Bewegung und Gesundheit
  • einen sehr dynamischen, interdisziplinären Arbeitsbereich mit Anbindung an das WHO-Kooperationszentrum für Bewegung und Gesundheit
  • Vergütung nach TV-L E13
  • Leben in einer Region mit hoher Lebensqualität und aktiven Freizeitmöglichkeiten

Die Friedrich-Alexander-Universität fördert die berufliche Gleichstellung der Frauen. Frauen werden deshalb ausdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben. Die FAU ist Mitglied im Best Practice Club „Familie in der Hochschule“, trägt das Zertifikat „Vielfalt gestalten“ des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft und bietet Unterstützung für Dual-Career-Paare an. Schwerbehinderte Bewerberinnen oder Bewerber werden bei ansonsten im Wesentlichen gleicher Eignung bevorzugt eingestellt.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen selbstverständlich vorab zur Verfügung (anne.reimers@fau.de, Tel. 09131/85-25001). Ihre aussagekräftige Bewerbung, die ein Motivationsschreiben, einen akademischen Lebenslauf und -sofern bereits vorhanden- ein Publikationsverzeichnis sowie die letzte Qualifikationsarbeit (z.B. Masterarbeit oder Dissertationsschrift) umfasst, richten Sie bitte elektronisch in einem pdf-Dokument unter Angabe der Kennung wMA2019-01bis zum 27.05.2019 an Prof. Dr. Anne Kerstin Reimers (sport-paph@fau.de). Die Bewerbungsgespräche sind für die erste Juniwoche geplant.

Stellenausschreibung als PDF zum Download

Neubesetzung Lehrstuhl Sportwissenschaft

Das Department für Sportwissenschaft und Sport freut sich über professorale Verstärkung: Prof. Dr. Anne Kerstin Reimers wurde zum 01. Mai als Professorin für Sportwissenschaft mit der Ausrichtung Gesundheitsförderung/Public Health/Sozialwissenschaften des Sports am DSS ernannt und tritt damit die Nachfolge von Prof. Dr. Dr. h.c. Alfred Rütten an.

Sie leitet nun den Arbeitsbereich Public Health und Bewegung. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Analyse und Förderung körperlicher Aktivität im Kindes- und Jugendalter.

Nach ihrem Diplom-Studium der Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule in Köln war Anne Reimers als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Fachgruppe Sportwissenschaft der Universität Konstanz tätig und schloss dort 2013 ihre Promotion zum Thema „Neighbourhood environment and physical activity among adolescents“ ab. Von 2015 bis 2019 war sie als Juniorprofessorin für Sportpädagogik mit Schwerpunkt in Prävention und Rehabilitation an der Technischen Universität Chemnitz tätig.

Stellenausschreibung Lehrstuhlsekretär / Verwaltungskraft (m/w/d)

Das Department für Sportwissenschaft und Sport sucht einen

Lehrstuhlsekretär / Verwaltungskraft (m/w/d)

Das Aufgabengebiet umfasst u. a.:

  • Allgemeine Sekretariatsaufgaben (Koordination des Lehrstuhls, interne und externe Kommunikation in Deutsch und Englisch, Abrechnung von Dienstreisen)
  • Finanzverwaltung (Budgetplanung, Mittelbewirtschaftung und Abrechnung von Haushaltsmitteln),
  • Personalverwaltung (Einstellungsvorgänge für wissenschaftliche Mitarbeiter und Tutoren)
  • Allgemeine Verwaltungsaufgaben im Department (Aktualisierungen der Homepage,Posteingangsverteilung)

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte derAusschreibung:

 

Neue Publikation in „Prävention und Gesundheitsförderung“ erschienen.

Unser Beitrag beschäftigt sich mit Fragen der Wirksamkeit verschiedener Interventionsformen, die eine besondere Relevanz für die Prävention und Gesundheitsförderung auf kommunaler Ebene haben. Es wird die Wirksamkeit von drei verschiedenen Interventionsansätzen untersucht: massenmediale Kampagnen, gemeindeweite Kampagnen (community-wide campaigns) und gemeindebasierte Interventionen mit Hilfe von partizipativen Verfahren.

Den Artikel finden Sie hier.

 

 

Bewegungsförderung von Menschen mit MS – Neue Publikation erschienen

Riemann-Lorenz, K., Wienert, J., Streber, R., Motl, R. W., Coote, S., & Heesen, C. (2019). Long-term Physical Activity in People with Multiple Sclerosis: Exploring Expert Views on Facilitators and Barriers. Disability & Rehabilitation. DOI: https://doi.org/10.1080/09638288.2019.1584253.

Link: https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/09638288.2019.1584253

Für Personen mit Multiple Sklerose (PmMS) weisen Bewegung und Sport vielfältige positive Wirkungen für die biopsychosoziale Gesundheit auf. Damit PmMS von den positiven Wirkungen profitieren können, bedarf es effektiver unterstützender Maßnahmen und Strategien zur Bewegungsförderung, denn ein bewegungsarmer Lebensstil ist in dieser Zielgruppe weit verbreitet.

Diese Publikation ist in Zusammenarbeit mehrerer internationaler Forscher entstanden. Es wurden die Einflussfaktoren des Aktivitätsverhaltens von PmMS erforscht und zwar aus der Sicht von Experten, die in verschiedenen Segmenten der Gesundheitsversorgung und -forschung tätig sind.

Methoden:

Insgesamt wurden zwölf Experten für Multiple Sklerose und körperliche Aktivität (Wissenschaftler, Praktiker, Patientenvertreter) aus fünf europäischen Ländern befragt. Die Interviews wurden per Audio aufgezeichnet, wortwörtlich transkribiert und mittels thematischer Analyse analysiert.

Ergebnisse:

Es wurden 20 Themen identifiziert und nach umweltbezogenen und persönlichen Faktoren kategorisiert. Die am häufigsten genannten und intensiv diskutierten Themen waren Umweltfaktoren. Die Themen wurden nach möglichen Interventionsniveaus strukturiert: organisatorische, zwischenmenschliche und intrapersonale Themen. Die Themen auf Organisationsebene umfassten die Verfügbarkeit, den Zugang und die Qualität der Bewegungsoptionen, Merkmale des Gesundheitssystems wie Dienste und Organisation, Angehörige der Gesundheitsberufe und Bereitstellung von Informationen. Die zwischenmenschliche Ebene umfasste soziale Unterstützung und Peer-Unterstützung. Krankheitsbedingte Faktoren waren das am häufigsten erwähnte Thema auf intrapersonaler Ebene.

Schlussfolgerungen:

Langfristige körperliche Aktivität bei Menschen mit Multipler Sklerose unterliegt einer Reihe modifizierbarer Faktoren: personbezogene und Umweltfaktoren. Die Experten betonten die Bedeutung von Umweltfaktoren auf organisatorischer und zwischenmenschlicher Ebene. Zukünftige Interventionen für körperliche Aktivität sollten sich an einer sozialökologischen Perspektive orientieren. Die gleichzeitige Berücksichtigung von Umwelt- und persönlichen Faktoren zur Erzielung optimaler Langzeitergebnisse sollte bei zukünftigen Maßnahmen berücksichtigt werden.

 

Schlüsselwörter: Körperliche Aktivität, Multiple Sklerose, Experten, Interviews, Umweltfaktoren, persönliche Faktoren