KONWIHR

Kompetenznetzwerk für wissenschaftliches Höchstleistungsrechnen in Bayern

Inhalt

Vorlage für Anträge der KONWIHR-Software-Initiative

Eine verbindliche Vorlage für Anträge der KONWIHR Multicore-Software-Initiative gibt es nicht. Folgende Gliederung hat sich in der Vergangenheit jedoch bewährt:

  1.  Allgemeine Angaben
    1. Bezeichnung des Projekts
    2. Antragsteller und verantwortlicher Projektleiter
    3. ggf. weitere beteiligte Einrichtungen
    4. gewünschtes Gastrechenzentrum (LRZ oder RRZE), Zeitraum und beantragte Mittel
  2. Kurze wissenschaftliche Problemstellung
  3. Vorarbeiten, verwendete Methoden, Algorithmen, Software, o.ä.
  4. Arbeitspunkte und Ziel des beantragten Projekts
  5. ggf. Literatur

Insbesondere bei kleinen Projekten (max. 10.000 EUR beantragte Fördersumme) sollte der Schwerpunkt der 2-6 seitigen Anträge auf dem Punkt 4 liegen.

Anträge können auf deutsch oder englisch eingereicht werden.

Eine Kurzfassung des Projekts wird auf den KONWIHR-Webseiten veröffentlicht.

Zum Projektende ist ein Ergebnisbericht fällig.

KONWIHR-III: Neuauflage der KONWIHR Multicore-Software-Initiative

KONWIHR hat aus der Not eine Tugend gemacht und das Förderkonzept den aktuellen Gegebenheiten angepasst. Um trotz geringen Budgets eine bessere Breitenwirkung zu erzielen, werden in der nächsten Förderperiode („KONWIHR-III“) neben zwei „Leuchtturmprojekten“ sowie den Unterstützungsprojekten an den beiden Rechenzentren (ompi4papps) v.a. mittelgroße Projekte mit einem Zeithorizont von bis zu 12 Monaten finanziert. Zentrale Arbeitsgebiete dieser Projekte sollen in der Portierung, Optimierung und Parallelisierung von Anwendungscodes und Bibliotheken liegen. Dabei ist immer ein längerer Aufenthalt des jeweiligen Projektmitarbeiters an einem der beiden Rechenzentren vorgesehen. Damit wird den Erfahrungen der überaus erfolgreich verlaufenen KONWIHR-Softwareinitiative aus den Jahren 2009-2011 Rechnung getragen.

Details des Calls können einem Flyer entnommen werden.

2. BMBF-HPC-Call veröffentlicht

Ende Februar wurde vom BMBF der zweite Call aus der Reihe „HPC-Software für skalierbare Parallelrechner“ veröffentlicht: http://www.bmbf.de/foerderungen/14191.php

Gefördert werden interdisziplinäre Verbindprojekte bei denen eine nachhaltige Nutzung der gewonnenen Erkenntnisse durch eine breite Anwenderschar sichergestellt ist.

Antragsskizzen müssen bis zum 31. Mai 2010 beim BMBF bzw. dem beauftragten Projektträger eingereicht werden.

KONWIHR Multicore-Software-Initiative

Multi- und Many-Core Prozessoren haben sich nicht nur im Hoch- und Höchstleistungsrechnen etabliert, sondern dominieren bereits heute den Desktop-Markt. Der technologische Wandel von immer leistungsfähigeren Einzelprozessoren hin zu Vielkernprozessoren, deren serielle Leistung im besten Fall nur noch graduell zunimmt, hat damit Auswirkungen in alle Bereiche der numerischen Simulation. Nur die effiziente und möglichst parallele Nutzung von Prozessorkernen wird in Zukunft eine Leistungssteigerung für numerische Applikationen erlauben. Die vorliegende Initiative hat zum Ziel, Wissenschaftler bei der Anpassung ihrer numerischen Anwendungen an diesen Wandel zu unterstützen. Konkret soll die effiziente und breite Nutzung der verfügbaren Parallelrechner und Clustersysteme gefördert werden.

Typische Aufgabengebiete umfassen:

  • Analyse der Einzelprozessor-Performance
  • Analyse des Kommunikationsverhaltens
  • Optimierung und Parallelisierung von Simulationsprogrammen
  • Skalierung mit professionellen Werkzeugen
  • Optimierung und Parallelisierung von Simulationsprogrammen
  • Anpassung von Softwarepaketen an moderne Rechnersysteme und Compiler
  • Integration der Rechensysteme des LRZ und des RRZE in den Workflow einer Arbeitsgruppe
  • Verbesserung von Restart- und I/O-Fähigkeiten
  • Analyse der verwendeten Löser und Algorithmen und Test möglicher Alternativen

Primäre Zielarchitekturen für diese Arbeiten sind die Arbeitspferde der beiden beteiligten Rechenzentren: Der Bundeshöchstleistungsrechner am LRZ vom Typ SGI Altix4700, die umfangreichen Linux-Cluster am LRZ und am RRZE in Erlangen sowie der Windows-Compute-Server-Cluster am RRZE. Bei Bedarf kann auch der Einsatz alternativer Systeme wie NEC-Vektorrechner (HLRS Stuttgart) oder IBM BlueGene (JSC Jülich und MPG Garching) und IBM Power6 (MPG Garching) evaluiert werden.

Zur Durchführung der genannten Arbeiten können Wissenschaftler oder Doktoranden an eines der beiden Rechenzentren für einen Zeitraum von bis zu zwei Monaten eingeladen werden. Dort erhalten sie einen persönlichen Ansprechpartner, der sie bei den Arbeiten unterstützt und berät. Die während des Aufenthalts am Rechenzentrum anfallenden Personalkosten für den Wissenschaftler oder Doktoranden trägt das KONWIHR-II bis zur Höhe der DFG-Personaldurchschnittssätze. Für Antragsteller außerhalb der Standorte Erlangen und München/Garching kann ein Zuschuss zu den Reise- und Aufenthaltskosten gewährt werden.

Diese Initiative wendet sich an Forschergruppen und Wissenschaftler an bayerischen Universitäten und Fachhochschulen. Anträge auf Förderung können zunächst bis zum 30.11.2009 jederzeit bei den KONWIHR-II-Geschäftsstellen an der TU München sowie dem Regionalen Rechenzentrum Erlangen (RRZE) eingereicht werden. Auf vier bis sechs Seiten sollen das wissenschaftliche Problem und die eingesetzten Methoden und Algorithmen kurz beschrieben sowie die verwendete Software, konkrete Arbeitsaufgaben sowie das Ziel der beantragten Arbeiten vorgestellt werden. Darüber hinaus sind Angaben zum bevorzugten Aufenthaltszeitraum und Gastrechenzentrum erforderlich. Eine Kontaktaufnahme mit einem der beiden Rechenzentren vor Antragsstellung wird zur Klärung der Verfügbarkeit von möglichen Betreuern und Spezialwissen empfohlen. Anträge sind vom federführenden Wissenschaftler des Projekts einzureichen und werden vom Direktorium und dem Beirat von KONWIHR-II begutachtet.

  • KONWIHR-Geschäftsstelle Nord
    c/o Regionales Rechenzentrum Erlangen (RRZE), Universität Erlangen-Nürnberg, Martensstr. 1, 91058 Erlangen
    Tel. +49-9131-85-28136, E-Mail: konwihr_at_rze.uni-erlangen.de
  • KONWIHR-Geschäftsstelle Süd
    c/o Lehrstuhl für Informatik 10, Technische Universität München, Boltzmannstr. 3, 85748 Garching b. München
    Tel. +49-89-289-17654, E-Mail: bode_at_in.tum.de

Ansprechpartner an beiden Rechenzentren:

  • Regionales Rechenzentrum Erlangen (RRZE), Universität Erlangen-Nürnberg, Martensstr. 1, 91058 Erlangen
    Dr. Gerhard Wellein, Tel. +49-9131-85-28136, E-Mail: hpc_at_rze.uni-erlangen.de
  • Leibniz-Rechenzentrum (LRZ), Boltzmannstr. 1, 85748 Garching b. München
    Dr. Matthias Brehm, Tel. +49-89-289-35831-8773, E-Mail: brehm_at_lrz.de

Für diese Software-Initiative ist auch ein Flyer verfügbar: PDF-Datei.

DEISA / DECI Call 5

The DEISA Consortium has issued the fifth DEISA Extreme Computing Initiative (DECI) call for proposals. The deadline of this call is on 4 May 2009. DECI is a scheme through which European computational scientists can apply for single-project access to world-leading computational resources in the European HPC infrastructure for a period of up to 12 months. DECI aims to enable European researchers to obtain access to the most powerful national computing resources in Europe, regardless of their country of origin or work and to enhance DEISA’s impact on European science and technology at the highest level. In addition to offering access to computing resources, DEISA offers applications-enabling assistance from experts at the leading European HPC centres to faciliate the running of projects on the most appropriate platforms in the DEISA consortium. Projects supported by DECI will be chosen on the basis of innovation potential, scientific excellence and relevance criteria. Priority will be given to proposals that promote collaborative research, either at a cross- national or cross-disciplinary level. Further, proposals from principle investigators (PIs) that have yet to benefit from DECI compute and applications enabling resources may be given preference. Proposals selected under this call will be given access to the infrastructure for applications enabling from 1 October 2009 and for production runs from 1 November 2009 to 30 September 2010. To answer the call, please contact the DEISA support team at LRZ (deisa-support@lrz.de). We will provide you with further instructions on how to proceed and will assist you in preparing your proposal. Further information regarding the application profiles supported by DECI and on how to proceed is available at http://www.deisa.eu/science/deci/deci-call-for-proposals2009

deisa-support@lrz.de

Wettbewerb: Innovative Multi- und Many-Core Programmierung

KONWIHR-II sucht in Kooperation mit der Intel GmbH nach Beiträgen zum Thema "Innovative Multi- und Many-Core Programmierung" — Beste Arbeiten werden mit Laptops prämiert!

In den kommenden Jahren werden Multi- und Many- Core-Chips die wichtigsten Arbeitspferde im High Performance Computing (HPC) sein. Bei vorgegebener Taktrate mehrere Rechenkerne auf einem Prozessor-Chip zu integrieren, ist die einzige ökonomische Möglichkeit die Computerleistung parallel zum Mooreschen Gesetz zu steigern ohne an die Grenzen der Verlustleistung zu stoßen. Diese Neuerung stellt den Softwareentwickler im Bereich Design und Implementierung effizienter Mehrkern-Software vor viele neue Herausforderungen

Die Ausschreibung ist breit ausgerichtet. Es werden Beiträgen zur effizienten Nutzung von Multi-Many-Core Ansätzen im Gebiet des technisch-wissenschaftlichen Rechnens gesucht. Nähere Informationen können beiliegendem Plakat (PDF-Datei, 3 MB; aktualisiert am 1.1. und 27.1.2009) entnommen werden.

Eingereichte Arbeiten sollten nicht länger als acht Seiten sein. Der Abgabetermin wurde auf den 15.2.2009 verschoben.

Ein Fachausschuss wählt die drei besten Einsendungen aus, welche dann mit je einem Notebook prämiert werden.

Außerdem kann sich jedes Projekt für einen Reisezuschuss aus KONWIHR-II-Mitteln qualifizieren, um die Ergebnisse auf einer internationalen Konferenz vorzustellen.

Besonders erwünscht sind Einsendungen von StudentInnen, jedoch können auch Mitarbeiter der bayerischen Universitäten und (Fach-)Hochschulen teilnehmen.

In der Erwartung interessanter Beiträge

Dr. G. Wellein und Prof. A. Bode

ACHTUNG: In der ursprünglichen Version des Flyers hatte sich ein Fehler bei der RRZE-E-Mail-Adresse eingeschlichen. Korrekt ist hpc@rrze.uni-erlangen.de (rrze.uni und nicht rrzeuni).