Das Doktoranden-Service-Center

der Medizinischen Fakultät

Inhalt

Medizinische Doktorandenstellen in der Med. Klinik 1

In der Medizinischen Klinik I sind im Bereich chronisch entzündlicher Darmerkrankungen/Darmimmunologie zwei experimentelle medizinische Doktorarbeiten zu vergeben.

Es handelt sich dabei um Projekte mit folgenden Themen:

  • Untersuchung der Auswirkung eines neuartigen Integrin-Antagonisten auf die Ausprägung von intestinaler Entzündung
  • Untersuchung der Mechanismen des Peptids GPR15L auf Darmhoming und Mikrobiom

Bei beiden Arbeiten handelt es sich um translationale Studien mit dem Ziel neuer Erkenntnisse zur Pathogenese und zukünftigen Behandlung von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Die Bereitschaft zu einem Freisemester wäre vorteilhaft, ist aber keine Voraussetzung.

Interessierte Bewerber wenden sich bitte an Dr. med. Sebastian Zundler (sebastian.zundler@uk-erlangen.de).

 

Promotionstipendium für Medizindoktoranden – Erika-Giehrl-Stiftung

Derzeit lobt die Erika-Giehrl-Stiftung eine Stipendium von 1000 € pro Monat über 1 Jahr aus für „bedürftige“ Medizinstudenten, die eine experimentelle Doktorarbeit machen und sich dafür ca. 1 Jahr ganztägig der Doktorarbeit widmen. Eine Bedürftigkeit besteht, wenn der Studierende sich sein Studium z.B. durch Nebenjobs weitgehend selbst finanziert oder Bafög bezogen hat oder bezieht (müsste dann unterbrochen werden).

Bewerber aus der Stadt Amberg oder dem Landkreis Amberg-Sulzbach sind bei der Stipendienvergabe bevorzugt zu berücksichtigen. Die Voraussetzungen sind erfüllt, wenn der Bewerber dort geboren ist oder dort seine Hochschulzugangsberechtigung erworben hat.

Sofern sich aus der Stadt Amberg oder dem Landkreis Amberg-Sulzbach keine geeigneten Bewerber finden, können auch an andere Studierende der FAU Promotionsstipendien vergeben werden.

Bewerber schicken bitte per Mail bis zum 13. Mai 2019 eine Bewerbung an Frau Prof. Schiebel (katrin.j.schiebel@fau.de), die folgende Unterlagen beinhaltet:

  • die Zulassung zu einer Promotion an der FAU und eine Bestätigung und Empfehlung des Betreuers  (Betreuungsvereinbarung) incl. Umfang der Tätigkeit, Anmeldung bei life@fau
  • ein inhaltliches und zeitliches Arbeitsprogramm für das Promotionsvorhaben
  • eine formlose Bewerbung mit Lebenslauf
  • eine Begründung für die Bedürftigkeit, die beinhaltet, wie das Studium bisher finanziert wurde
  • die Verbindung zu Amberg ist ggf. durch entsprechende Urkunden zu belegen (kein Muss für eine Bewerbung)

 

Ansprechpartnerin bei Fragen und ggf. für eine Bewerbung ist:

Prof. Dr. rer. nat. Katrin Schiebel

Forschungskoordinatorin der Medizinischen  Fakultät
Dekanat der Medizin
Krankenhausstr. 12
Raum 2.113 Gebäudeteil A
91054 Erlangen
Tel. 09131-8524604
Fax: 09131-8522224
katrin.j.schiebel@fau.de

Neue Rahmenpromotionsordnung der FAU – wichtige Änderungen für medizinische Promotionen

Am 20. Februar 2019 ist die dritte Satzung zur Änderung der Rahmenpromotionsordnung der FAU in Kraft getreten.

Neufassung der Rahmenpromotionsordnung der FAU (RPromO)

In diesem Dokument finden Sie Erläuterungen zu zwei Änderungen in der RPromO, die für die medizinischen Promotionen wichtig sind:

Änderung_RPromO_Pflichtexemplare und Sperrvermerk

 

Für Doktorandinnen und Doktoranden, die nach dem 20.2.2019 zum Promotionsverfahren zugelassen wurden, gilt die neue Rahmenpromotionsordnung.

Für Doktorandinnen und Doktoranden, die vor dem 20.2.2019 zum Verfahren zugelassen wurden, aber noch keine fertige Doktorarbeit im Promotionsbüro abgegeben haben (=Eröffnung des Verfahrens), gilt die neue Rahmenpromotionsordnung, es sei denn sie erklären bis spätestens 30. Juni 2019 schriftlich gegenüber dem zuständigen Promotionsbüro, dass sie das Verfahren nach alter RPromO zu Ende führen möchten. 

Für Doktorandinnen und Doktoranden, deren Verfahren vor dem 20.2.2019 bereits eröffnet wurde, gilt die alte Rahmenpromotionsordnung.

Mit allen Fragen wenden Sie sich bitte an nina.vaughn@uk-erlangen.de

Doktoranden gesucht in der experimentellen Chirurgie!

In der Arbeitsgruppe für experimentelle Chirurgie der Chirurgischen Klinik werden Doktorandinnen und Doktoranden gesucht für die Bearbeitung zweier Fragestellungen:

SMAD4 Mutation und Chemoresistenz von Pankreaskarzinomen

KRAS Mutation und Chemoresistenz von Pankreaskarzinomen

Fragen und ggf. eine Bewerbung richten Sie bitte direkt an:
Prof. Christian Pilarsky
Professor für Chirurgische Forschung
christian.pilarsky@uk-erlangen.de

 

Dissertationsthema für Mediziner am LS Medizinische Informatik

Evaluation der Geschwindigkeit und Genauigkeit alternativer Berechnungsinstrumente für klinische Anwendungen des Bayes-Theorems

Kurztitel: App-Evaluation für klinische Anwendungen des Bayes-Theorems (Themenausschreibung Dr. med.)

 

Aufgrund des Bayes-Theorems abgeleitete Häufigkeitsschätzungen sind klinisch nützlich, allerdings unterstützt unsere Intuition die praktische Berechnung kaum, so dass die Anwendung im Behandlungsalltag viele Ärzte überfordert (Gigerenzer). Im Vergleich zu herkömmlichen Methoden (Kopfrechnen, Zettel u. Stift) versprechen elektronische Berechnungsinstrumente eine verbesserte Präzision und Geschwindigkeit, setzen allerdings die Bedienung geeigneter technischer Werkzeuge voraus.

Screenshot einer interaktiven App zur klinischen Anwendung des Bayes-Theorems.

In der vorliegenden Arbeit soll anhand einer App zur Unterstützung Bayes-basierter Häufigkeitsschätzungen (siehe Abbildung) praktisch erprobt werden, inwieweit diese die Geschwindigkeit und Genauigkeit beispielhafter Schlussfolgerungen gegenüber nicht-unterstützten Berechnungswegen verbessert. Hierzu soll ein Parcours mit realistischen Berechnungs- und Interpretationsaufgaben in Verbindung mit einer didaktisch abgestimmten Einführungspräsentation vorbereitet und mit Medizinstudenten getestet werden. Die Bewertung der Gebrauchstauglichkeit des getesteten Prototyps soll hierbei auch alternative Interaktionskonzepte (bspw. Maus-Steuerung vs. Multi-Touch), technische Plattformen (mobile Endgeräte vs. Webanwendung) sowie grafische Darstellungsoptionen vergleichen

Ansprechpartner:

Experimentelle Doktorarbeit zu vergeben!

In der Gruppe für angewandte Matrixbiologie und translationale Fibroseforschung geleitet von Prof. Dr. med. Jörg Distler ist eine experimentelle medizinische Doktorarbeit mit dem Thema „Ermittlung des mechanischen Phänotyps der aktivierten Leukozyten bei Patienten mit rheumatischen Erkrankungen“ ab dem 01.05. zu vergeben.

Es handelt sich bei der vorliegenden Doktorarbeit um die Bestimmung der mechanischen Eigenschaften der zirkulierenden Leukozyten von Patienten mit rheumatischen Erkrankungen wie der systemischen Sklerose, der rheumatoiden Arthritis, der Psoriasis-Arthritis, der Spondylitis ankylosans oder Vaskulitiden. Diesen Erkrankungen liegt eine unkontrollierte Aktivierung des Immunsystems zugrunde.

Die Hypothese dieser Studie wäre, dass zwischen dem mechanischen Phänotyp der Leukozyten auf der einen Seite und deren Aktivität, bzw. der Ausprägung der klinischen Manifestationen dieser Erkrankungen auf der anderen Seite einen engen Zusammenhang besteht. Der mechanische Phänotyp einer Zelle kann mithilfe einer Methode, einer sogenannten Real-Time Deformability Cytometry (RT-DC) ermittelt werden. Hierbei wird mithilfe eines Durchflusszytometer-ähnlichen Geräts die Verformung der Zellen gemessen.

Diese Methode und alle notwendigen Techniken sind bereits etabliert. Mehr darüber kann der folgenden Webseite entnommen werden: https://www.zellmechanik.com/Technology.html

Angewandte Methoden:

  • Isolierung der PBMCs (Peripheral Blood Mononuclear Cells, mononukleäre Zellen des peripheren Blutes) von den Patienten mit den oben erwähnten Erkrankungen
  • Messungen der PBMCs an dem RT-DC-Gerät
  • Auswertung der Daten
  • Erheben der Patientendaten und Bestimmung der klinischen Korrelationen zwischen diesen und den RT-DC-Messungen

Wir bieten:

  • Fundierte Einarbeitung in das Themengebiet und den angewandten Methoden
  • intensive Betreuung des Projektes
  • Spannendes Forschungsumfeld, Seminare und Fortbildungsveranstaltungen

Notwendige Qualifikationen:

  • Gute Englischkenntnisse
  • Spaß und Begeisterung an experimenteller wissenschaftlicher Arbeit

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung:

E-Mail: alexandru-emil.matei@uk-erlangen.de ; Joerg.Distler@uk-erlangen.de

Doktorarbeit in der Medizinischen Klinik 1 zu vergeben

In der medizinischen Klinik I ist im Bereich chronisch entzündliche Darmerkrankungen/Darmimmunologie eine experimentelle medizinische Doktorarbeit zu vergeben.

Die Arbeit umfasst die Mitarbeit an translationalen Studien zur Pathogenese von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, insbesondere zur Rolle von Integrinen. Die Bereitschaft zu einem Freisemester wäre vorteilhaft, ist aber keine Voraussetzung.

Interessierte Bewerber wenden sich bitte an Dr. med. Sebastian Zundler (sebastian.zundler@uk-erlangen.de)

 

Doktorandenstelle in der Plastisch- und Handchirurgischen Klinik

In der Plastisch- und Handchirurgischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen, Direktor Prof. Dr. Dr. h. c. R. E. Horch ist eine medizinische Doktorandenstelle (für Humanmediziner/Zahnmediziner) in einem experimentellen Forschungsprojekt zu besetzen.

In den Arbeitsgruppen um Frau Dr. Annika Kengelbach-Weigand und Frau Dr. Theresa Hauck wird als grundlagen-wissenschaftlicher Forschungsschwerpunkt aus dem Bereich der Plastischen und Rekonstruktiven Chirurgie der Themenkomplex „Interaktion von regenerativen Therapiestrategien und Tumorprogression“  bearbeitet.

Es handelt sich bei der vorliegenden Doktorandenstelle um eine experimentelle Arbeit im Bereich der Mammakarzinompathogenese. Es sollen noch unbekannte Interaktionen zwischen umliegendem Fettgewebe, den darin enthaltenen adipose-derived stem cells (ADSC, Stammzellen aus dem Fettgewebe) und dem Tumorgewebe im Hinblick auf die Mammakarzinomentstehung und –progression untersucht werden. Zentraler Aspekt dieser Studie ist die Auswirkung der Strahlentherapie auf genannte Zell-Zell-Interaktionen.

Das Aufgabengebiet umfasst u. a.:

  • Durchführung Zellkultur, Isolation von primären Zellen (ADSC), funktionelle Zellkulturassays (u. a. Zellviabilität, Transmigration, Migration, Invasion)
  • molekularbiologische Auswertung kultivierter Zellen (z. B. real-time PCR, ELISA)
  • Mikroskopie, Fluoreszenz-/Lichtmikroskopie, Life-Cell Imaging
  • Auswertung der Daten

Wir bieten:

  • Erlernen verschiedener experimenteller Techniken (Zellkultur, Molekularbiologie)
  • fundierte Einarbeitung und Betreuung des Projektes
  • spannendes und interdisziplinäres Forschungsumfeld

Notwendige Qualifikation:

  • Physikum
  • Begeisterung an wissenschaftlichen Tätigkeiten
  • zur konzentrierten Bearbeitung des Projektes empfehlen wir ein Freisemester sowie die anschließende Bearbeitung parallel zum Studium
  • selbstständiges Arbeiten, Flexibilität, Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Initiative, Kreativität
  • EDV-Kenntnisse
  • wünschenswert: Laborerfahrung (Zellkultur, Molekularbiologie)

Wenn Sie Begeisterung am wissenschaftlichen Fortschritt durch Grundlagenforschung in der Medizin besitzen, freuen wir uns auf Ihre Bewerbung. Gerne können Sie bei uns im Labor hospitieren, um einen besseren Einblick in die geplante grundlagenwissenschaftliche Arbeit zu erhalten.

Interessierte BewerberInnen richten ihre schriftliche Bewerbung mit den üblichen Unterlagen an:

Dr. med. vet. Annika Kengelbach-Weigand / Dr. med. sci. Theresa Hauck

Plastisch- und Handchirurgische Klinik
Universitätsklinikum Erlangen
Krankenhausstr. 12, 91054 Erlangen
Tel: +49-9131-85 33277

E-Mail: annika.kengelbach-weigand@uk-erlangen.de, theresa.hauck@uk-erlangen.de

LAST MINUTE in Bayreuth für die vorlesungsfreie Zeit

Auf Grund einer kleinen Unaufmerksamkeit beim Skifahren ist in unserem Ultraschall-Team leider ein Platz frei geworden. Wir vermissen einen Doktoranden für folgende Untersuchung:

TITEL: Untersuchung von sonographischen Parametern zur Prädiktion eines schwierigen Atemwegs in der Anästhesie.

Beschreibung: Unsere Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit den Prädiktionsfaktoren des schwierigen Atemwegs in der Anästhesie.  Hier wurden in den letzten Jahrzehnten vielfältige Parameter einzeln oder in Kombination, z.B. als scores, vorgeschlagen, die jedoch bisher keine ausreichende Vorhersagequalität im Hinblick auf das Atemwegsmanagement bieten. Unser Ziel ist es durch Einbindung von sonographischen Techniken diese scores so zu verbessern, dass eine eindeutige Prädiktion der notwendigen Maßnahmen zur Atemwegssicherung möglich wird.

In dieser klinischen ausgelegten Arbeit sollen spezifische Ultraschall-Messungen durchgeführt werden und in Korrelation zum Verlauf der Atemwegssicherung untersucht werden. Die Vorarbeiten wie Literaturrecherche, Antrag bei der Ethikkommission und statistische Beratung sind abgeschlossen, so dass Sie unverzüglich mit den klinischen Untersuchungen beginnen können.

Sie erhalten die Gelegenheit, das gesamte Spektrum der Anästhesie kennen zu lernen, wie etwa Prämedikation, Narkoseführung und alle Techniken der Atemwegssicherung. Darüber hinaus werden Sie praktische Fähigkeiten in der Anwendung der Sonographie in diesem Fach erwerben.

Eine Kombination mit einer Famulatur ist möglich, ebenso wie der Besuch unserer Ultraschall-Kurse (DGAI AFS 1-5 und DEGUM-Grundkurse I und II) in der vorlesungsfreien Zeit.

Ablauf: Die Untersuchungen können in 4 Wochen in der vorlesungsfreien Zeit abgeschlossen sein, das Verfassen der Arbeit hängt im weiteren Verlauf von der Zeit ab, die Sie hierfür aufwenden können. Sie können sich jedoch in jeder Phase auf eine persönliche Ansprechpartnerin verlassen. Wir können Ihnen enge Supervision in einem etablierten klinischen Ablauf während Ihrer Zeit in Bayreuth ebenso garantieren wie Unterstützung bei der Rekrutierung der Probanden durch unsere Prämedikationsambulanz. Die statistische Auswertung der Daten erfolgt extern.

Darüber hinaus bieten wir Ihnen zusätzlich ein Appartement in unserem Wohnheim und eine Aufwandsentschädigung im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung an.

Wenn Sie Interesse an einer praxisnahen klinischen Arbeit in einem netten Team haben, würde ich mich über eine Rückmeldung per E-Mail oder Telefon freuen.

Sono-bayreuth@t-online.de

Susanne.Sujatta@klinikum-bayreuth.de

Dr. med. Susanne Sujatta
Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin
Prof. Dr. med. Jörg Reutershan
Klinikum Bayreuth GmbH
Preuschwitzerstr. 101
D-95445 Bayreuth

Tel +49-9121-400-754100

Doktorarbeit in der Molekularen Neurologie zu vergeben

Projekttitel: Mobile Ganganalyse zur objektiven Verlaufsbeurteilung von Gangstörungen bei der Huntington Erkrankung

Wer sind wir ?:
Die Motion Group und die Huntington Spezialambulanz gehören zur Abteilung für Molekulare Neurologie in der Neurologischen Klinik. Wir arbeiten unter der Leitung von Prof Dr Jürgen Winkler und Prof Dr Jochen Klucken an der besseren Erfassbarkeit von motorischen Symptomen neurologischer Erkrankungen wie Parkinson und Huntington. Darüber hinaus findet in der Molekularen Neurologie moklekularbiologische grundlagenwissenschaftliche Forschung zu diesen Erkrankungen statt. Wir sind ein junges, interdisziplinäres Team, bestehend aus Sportwissenschaftlern, Ärzten, Physiotherapeuten, Biologen, MolMeds, Technischen Assistenten, Mustererkennern und Study Nurses. Kooperation und Teamarbeit werden daher bei uns tgl. gelebt.

Worum geht’s?:
Die Huntington-Krankheit (HD) ist eine autosomal dominant vererbte neurodegenerative Erkrankung, die sich in motorischen, psychiatrischen und kognitiven Symptomen äußert. Patienten mit HD zeigen verschiedene Einschränkungen des Gangbilds und der Gehfähigkeit, die mit dem Fortschreiten der Erkrankung zunehmen. Als typische Veränderungen wurden u.a. eine reduzierte Ganggeschwindigkeit und Schrittlänge festgestellt. Auch die Variabilität der Schritte, d.h. wie sehr sich ein Schritt vom nächsten unterscheidet, ist bei der HD verändert. Durch die Entwicklung moderner Sensortechnologie stehen heute hochpräzise Inertialsensoren (Accelerometer und Gyroskope) zur Verfügung. Diese können dazu genutzt werden, die unterschiedlichen Gangauffälligkeiten bei Gesunden sowie bei Patienten mobil zu erfassen. Die Daten dieser Sensoren werden mit Hilfe von komplexen statistisch-mathematischen Methoden (Mustererkennung, Machine Learning) in eine Vielzahl von klinisch bewertbaren Gangparametern umgerechnet.

Was ist bereits passiert ?:
Am Universitätsklinikum Erlangen hat die Abteilung für Molekulare Neurologie in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Mustererkennung in den vergangenen Jahren ein System entwickelt, welches durch an Schuhe angebrachte Sensoren das Gangbild mit metrischen Parametern messen kann.

Dieses mobile Ganganalysesystem soll dem Arzt jederzeit objektive Aussagen über das Gangbild des Patienten liefern, dies nicht nur beim Arztbesuch in der Klinik, sondern auch im häuslichen Umfeld. Dadurch wird eine zeitunabhängige Bewertung des Gehens möglich. In einer Pilotstudie konnte einer unserer Doktoranden dieses System bereits an einer Population von ca. 40 HD Patienten erfolgreich zur Analyse spezifischer Gangparameter verwenden (Jensen, et al 2018; Posterpreis beim EHDN Meeting 2018, Wien).

Was wäre meine Aufgabe ?:
Ziel ist es nun, die von uns bereits identifizierten Gangparameter in weiteren Messungen zu validieren. Darüber hinaus soll longitudinal untersucht werden, ob sich die erfassten Gangänderungen zur Verlaufsbeurteilung eignen, indem die Patienten im Abstand von einem Jahr erneut eine Ganganalyse erhalten. Zudem sollen mehr Patienten die sich in einem frühen Stadium der Erkrankung befinden untersucht werden, um unser Ganganalysesystem auch als diagnostischen Biomarker zu validieren. Die Projektdauer umfasst ca. 1-1,5 Jahre. Die Patienten werden meist dienstags im Rahmen Ihres Ambulanzbesuchs mittels Ganganalyse untersucht. Die Durchführung dieser Ganganalyse, die Datenaufarbeitung und die statistische Auswertung wären die Aufgaben im Rahmen der Doktorarbeit.

Diese Doktorarbeit ist geeignet für mich, wenn ich
– wöchentlich 1-2 Nachmittage über 1 Jahr investieren kann
– Patienten mit seltenen Bewegungsstörungen kennen lernen möchte
– gerne unter Supervision auch eigenständig Aufgaben wahrnehmen will

Was kann ich erwarten ?:
– Ein etabliertes System sowohl im Hinblick auf Datenaufzeichnung wie Verarbeitung
– Betreuung bei der Probandenrekrutierung und Datenaquise
– Betreuung bei Datenauswertung und Erstellen der Doktorarbeit
– kontinuierliche Möglichkeit zur Hospitation in der Bewegungsambulanz
– Einblick in zahlreiche Bereich der Neurowissenschaften, von klinischer Tätigkeit und Arzneimittelprüfungen über Entwicklung von Versorgungstechnologien bis hin zu Molekularbiologischer Neurowissenschaft
– wöchentliches Laborseminar
– mind. 1x pro Monat Doktoranden-Kolloquium

Ansprechperson
Dr.med.Franz Marxreiter/ Dr. phil Heiko Gassner

E-Mail:
franz.marxreiter@uk-erlangen.de

heiko.gassner@uk-eralngen.de

http://www.molekulare-neurologie.uk-erlangen.de