Das Doktoranden-Service-Center

der Medizinischen Fakultät

Inhalt

Doktorandenstelle in der Plastisch- und Handchirurgischen Klinik

In der Plastisch- und Handchirurgischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen, Direktor Prof. Dr. Dr. h. c. R. E. Horch ist eine medizinische Doktorandenstelle (für Humanmediziner/Zahnmediziner) in einem experimentellen Forschungsprojekt zu besetzen.

In den Arbeitsgruppen um Frau Dr. Annika Kengelbach-Weigand und Frau Dr. Theresa Hauck wird als grundlagen-wissenschaftlicher Forschungsschwerpunkt aus dem Bereich der Plastischen und Rekonstruktiven Chirurgie der Themenkomplex „Interaktion von regenerativen Therapiestrategien und Tumorprogression“  bearbeitet.

Es handelt sich bei der vorliegenden Doktorandenstelle um eine experimentelle Arbeit im Bereich der Mammakarzinompathogenese. Es sollen noch unbekannte Interaktionen zwischen umliegendem Fettgewebe, den darin enthaltenen adipose-derived stem cells (ADSC, Stammzellen aus dem Fettgewebe) und dem Tumorgewebe im Hinblick auf die Mammakarzinomentstehung und –progression untersucht werden. Zentraler Aspekt dieser Studie ist die Auswirkung der Strahlentherapie auf genannte Zell-Zell-Interaktionen.

Das Aufgabengebiet umfasst u. a.:

  • Durchführung Zellkultur, Isolation von primären Zellen (ADSC), funktionelle Zellkulturassays (u. a. Zellviabilität, Transmigration, Migration, Invasion)
  • molekularbiologische Auswertung kultivierter Zellen (z. B. real-time PCR, ELISA)
  • Mikroskopie, Fluoreszenz-/Lichtmikroskopie, Life-Cell Imaging
  • Auswertung der Daten

Wir bieten:

  • Erlernen verschiedener experimenteller Techniken (Zellkultur, Molekularbiologie)
  • fundierte Einarbeitung und Betreuung des Projektes
  • spannendes und interdisziplinäres Forschungsumfeld

Notwendige Qualifikation:

  • Physikum
  • Begeisterung an wissenschaftlichen Tätigkeiten
  • zur konzentrierten Bearbeitung des Projektes empfehlen wir ein Freisemester sowie die anschließende Bearbeitung parallel zum Studium
  • selbstständiges Arbeiten, Flexibilität, Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Initiative, Kreativität
  • EDV-Kenntnisse
  • wünschenswert: Laborerfahrung (Zellkultur, Molekularbiologie)

Wenn Sie Begeisterung am wissenschaftlichen Fortschritt durch Grundlagenforschung in der Medizin besitzen, freuen wir uns auf Ihre Bewerbung. Gerne können Sie bei uns im Labor hospitieren, um einen besseren Einblick in die geplante grundlagenwissenschaftliche Arbeit zu erhalten.

Interessierte BewerberInnen richten ihre schriftliche Bewerbung mit den üblichen Unterlagen an:

Dr. med. vet. Annika Kengelbach-Weigand / Dr. med. sci. Theresa Hauck

Plastisch- und Handchirurgische Klinik
Universitätsklinikum Erlangen
Krankenhausstr. 12, 91054 Erlangen
Tel: +49-9131-85 33277

E-Mail: annika.kengelbach-weigand@uk-erlangen.de, theresa.hauck@uk-erlangen.de

LAST MINUTE in Bayreuth für die vorlesungsfreie Zeit

Auf Grund einer kleinen Unaufmerksamkeit beim Skifahren ist in unserem Ultraschall-Team leider ein Platz frei geworden. Wir vermissen einen Doktoranden für folgende Untersuchung:

TITEL: Untersuchung von sonographischen Parametern zur Prädiktion eines schwierigen Atemwegs in der Anästhesie.

Beschreibung: Unsere Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit den Prädiktionsfaktoren des schwierigen Atemwegs in der Anästhesie.  Hier wurden in den letzten Jahrzehnten vielfältige Parameter einzeln oder in Kombination, z.B. als scores, vorgeschlagen, die jedoch bisher keine ausreichende Vorhersagequalität im Hinblick auf das Atemwegsmanagement bieten. Unser Ziel ist es durch Einbindung von sonographischen Techniken diese scores so zu verbessern, dass eine eindeutige Prädiktion der notwendigen Maßnahmen zur Atemwegssicherung möglich wird.

In dieser klinischen ausgelegten Arbeit sollen spezifische Ultraschall-Messungen durchgeführt werden und in Korrelation zum Verlauf der Atemwegssicherung untersucht werden. Die Vorarbeiten wie Literaturrecherche, Antrag bei der Ethikkommission und statistische Beratung sind abgeschlossen, so dass Sie unverzüglich mit den klinischen Untersuchungen beginnen können.

Sie erhalten die Gelegenheit, das gesamte Spektrum der Anästhesie kennen zu lernen, wie etwa Prämedikation, Narkoseführung und alle Techniken der Atemwegssicherung. Darüber hinaus werden Sie praktische Fähigkeiten in der Anwendung der Sonographie in diesem Fach erwerben.

Eine Kombination mit einer Famulatur ist möglich, ebenso wie der Besuch unserer Ultraschall-Kurse (DGAI AFS 1-5 und DEGUM-Grundkurse I und II) in der vorlesungsfreien Zeit.

Ablauf: Die Untersuchungen können in 4 Wochen in der vorlesungsfreien Zeit abgeschlossen sein, das Verfassen der Arbeit hängt im weiteren Verlauf von der Zeit ab, die Sie hierfür aufwenden können. Sie können sich jedoch in jeder Phase auf eine persönliche Ansprechpartnerin verlassen. Wir können Ihnen enge Supervision in einem etablierten klinischen Ablauf während Ihrer Zeit in Bayreuth ebenso garantieren wie Unterstützung bei der Rekrutierung der Probanden durch unsere Prämedikationsambulanz. Die statistische Auswertung der Daten erfolgt extern.

Darüber hinaus bieten wir Ihnen zusätzlich ein Appartement in unserem Wohnheim und eine Aufwandsentschädigung im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung an.

Wenn Sie Interesse an einer praxisnahen klinischen Arbeit in einem netten Team haben, würde ich mich über eine Rückmeldung per E-Mail oder Telefon freuen.

Sono-bayreuth@t-online.de

Susanne.Sujatta@klinikum-bayreuth.de

Dr. med. Susanne Sujatta
Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin
Prof. Dr. med. Jörg Reutershan
Klinikum Bayreuth GmbH
Preuschwitzerstr. 101
D-95445 Bayreuth

Tel +49-9121-400-754100

Doktorarbeit in der Molekularen Neurologie zu vergeben

Projekttitel: Mobile Ganganalyse zur objektiven Verlaufsbeurteilung von Gangstörungen bei der Huntington Erkrankung

Wer sind wir ?:
Die Motion Group und die Huntington Spezialambulanz gehören zur Abteilung für Molekulare Neurologie in der Neurologischen Klinik. Wir arbeiten unter der Leitung von Prof Dr Jürgen Winkler und Prof Dr Jochen Klucken an der besseren Erfassbarkeit von motorischen Symptomen neurologischer Erkrankungen wie Parkinson und Huntington. Darüber hinaus findet in der Molekularen Neurologie moklekularbiologische grundlagenwissenschaftliche Forschung zu diesen Erkrankungen statt. Wir sind ein junges, interdisziplinäres Team, bestehend aus Sportwissenschaftlern, Ärzten, Physiotherapeuten, Biologen, MolMeds, Technischen Assistenten, Mustererkennern und Study Nurses. Kooperation und Teamarbeit werden daher bei uns tgl. gelebt.

Worum geht’s?:
Die Huntington-Krankheit (HD) ist eine autosomal dominant vererbte neurodegenerative Erkrankung, die sich in motorischen, psychiatrischen und kognitiven Symptomen äußert. Patienten mit HD zeigen verschiedene Einschränkungen des Gangbilds und der Gehfähigkeit, die mit dem Fortschreiten der Erkrankung zunehmen. Als typische Veränderungen wurden u.a. eine reduzierte Ganggeschwindigkeit und Schrittlänge festgestellt. Auch die Variabilität der Schritte, d.h. wie sehr sich ein Schritt vom nächsten unterscheidet, ist bei der HD verändert. Durch die Entwicklung moderner Sensortechnologie stehen heute hochpräzise Inertialsensoren (Accelerometer und Gyroskope) zur Verfügung. Diese können dazu genutzt werden, die unterschiedlichen Gangauffälligkeiten bei Gesunden sowie bei Patienten mobil zu erfassen. Die Daten dieser Sensoren werden mit Hilfe von komplexen statistisch-mathematischen Methoden (Mustererkennung, Machine Learning) in eine Vielzahl von klinisch bewertbaren Gangparametern umgerechnet.

Was ist bereits passiert ?:
Am Universitätsklinikum Erlangen hat die Abteilung für Molekulare Neurologie in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Mustererkennung in den vergangenen Jahren ein System entwickelt, welches durch an Schuhe angebrachte Sensoren das Gangbild mit metrischen Parametern messen kann.

Dieses mobile Ganganalysesystem soll dem Arzt jederzeit objektive Aussagen über das Gangbild des Patienten liefern, dies nicht nur beim Arztbesuch in der Klinik, sondern auch im häuslichen Umfeld. Dadurch wird eine zeitunabhängige Bewertung des Gehens möglich. In einer Pilotstudie konnte einer unserer Doktoranden dieses System bereits an einer Population von ca. 40 HD Patienten erfolgreich zur Analyse spezifischer Gangparameter verwenden (Jensen, et al 2018; Posterpreis beim EHDN Meeting 2018, Wien).

Was wäre meine Aufgabe ?:
Ziel ist es nun, die von uns bereits identifizierten Gangparameter in weiteren Messungen zu validieren. Darüber hinaus soll longitudinal untersucht werden, ob sich die erfassten Gangänderungen zur Verlaufsbeurteilung eignen, indem die Patienten im Abstand von einem Jahr erneut eine Ganganalyse erhalten. Zudem sollen mehr Patienten die sich in einem frühen Stadium der Erkrankung befinden untersucht werden, um unser Ganganalysesystem auch als diagnostischen Biomarker zu validieren. Die Projektdauer umfasst ca. 1-1,5 Jahre. Die Patienten werden meist dienstags im Rahmen Ihres Ambulanzbesuchs mittels Ganganalyse untersucht. Die Durchführung dieser Ganganalyse, die Datenaufarbeitung und die statistische Auswertung wären die Aufgaben im Rahmen der Doktorarbeit.

Diese Doktorarbeit ist geeignet für mich, wenn ich
– wöchentlich 1-2 Nachmittage über 1 Jahr investieren kann
– Patienten mit seltenen Bewegungsstörungen kennen lernen möchte
– gerne unter Supervision auch eigenständig Aufgaben wahrnehmen will

Was kann ich erwarten ?:
– Ein etabliertes System sowohl im Hinblick auf Datenaufzeichnung wie Verarbeitung
– Betreuung bei der Probandenrekrutierung und Datenaquise
– Betreuung bei Datenauswertung und Erstellen der Doktorarbeit
– kontinuierliche Möglichkeit zur Hospitation in der Bewegungsambulanz
– Einblick in zahlreiche Bereich der Neurowissenschaften, von klinischer Tätigkeit und Arzneimittelprüfungen über Entwicklung von Versorgungstechnologien bis hin zu Molekularbiologischer Neurowissenschaft
– wöchentliches Laborseminar
– mind. 1x pro Monat Doktoranden-Kolloquium

Ansprechperson
Dr.med.Franz Marxreiter/ Dr. phil Heiko Gassner

E-Mail:
franz.marxreiter@uk-erlangen.de

heiko.gassner@uk-eralngen.de

http://www.molekulare-neurologie.uk-erlangen.de

Glycokids Förderpreis für Promotionsarbeiten zum Thema „Congenital Disorder of Glycosylation“ (CDG)

CDG, aus dem Englischen übersetzt `Erblich bedingte Erkrankungen der Glykosylierung´, zählen zur großen Gruppe der genetisch-bedingten Stoffwechseldefekte und damit überlappend auch zur Gruppe der Orphan-Erkrankungen bzw. seltenen Erkrankungen.

Obwohl CDG häufig mit schweren, verschiedene Organe betreffenden Symptomen einhergehen (siehe Abbildung 1), wurden die ersten beiden Patienten erst vor etwa 25 Jahren von dem belgischen Professor für Kinderheilkunde Jaak Jaeken beschrieben. Seither gelang es die molekularen Ursachen von neunzehn verschiedenen CDG-Typen aufzuklären, die in zwei Hauptgruppen unterteilt werden (CDG-I und CDG-II). Die Eingruppierung erfolgt nach der Lokalisation des jeweiligen Defektes innerhalb der Zelle und nicht nach klinischen Gesichtspunkten. Die verschiedenen CDG-Typen können mit sehr unterschiedlichen Symptomen und Krankheitsverläufen einhergehen und werden daher oftmals spät oder gar nicht erkannt.

Der Glycokids Förderpreis wird vom Selbsthilfeverein Bundesverein CDG-Syndrom e.V. alle zwei Jahre vergeben und ist aktuell mit 4000 Euro dotiert. Ziel ist es, herausragende Doktorandinnen und Doktoranden zu fördern, die auch nach der Promotion wissenschaftlich oder klinisch an CDG-Syndromen weiterarbeiten wollen. Der Preis soll anteilig an einen naturwissenschaftlichen und einen medizinischen Doktoranden vergeben werden.

Glycokids CDG-Förderpreis

https://www.cdg-syndrom.de

Ansprechpartner bei Fragen:

Tobias Puhe
1. Vorstandsvorsitzender
E-mail : tobias.puhe@glycokids.de