Campusmanagement

Campusmanagement an der FAU

Inhalt

Enterprise Track – der Nachmittag

Benjamin-Mathis Ohloff, StayFriends GmbH: Skalierung von Web-Anwendungen mit Open Source (anhand StayFriends)

  • zuerst LAMP, dann LTMJ (PHP -> Java, L ist Debian)
  • openVPN, LVS für load-balancing
  • App stack: Apache, Varnish, MySQL, Tomcat, Nagios, bacula
  • proxool, Lucene, RequestTracker, Mantis
  • VMWare nur für Entwicklungs- und Staging-Systeme, nicht im Produktivbetrieb
  • „OS does have a problem with end-users“ – die meisten OS Produkte sind nicht auf Endkunden Support eingestellt, was im Fehlerfall im Produktivsystem besonders problematisch wird
  • „Sustainable“ als Hauptkriterium für die Auswahl von OS Tools -> Support, Cost Efficiency, Robust, Easy to use

Ingo Schloo, Werner Gold, Schimmel Media Verlag GmbH & Co KG, Zentrada – Zentralmarkt – Expert Sites: Systemarchitektur und Betriebserfahrung einer hochverfügbaren und hochskalierbaren B2B Applikation (am Beispiel zentrada.de)

  • Zentrada ist eine globale Großhandelsplattform (E-Market evtl?)
  • Ingo Schloo: „die B2B Märkte sind vernachlässigt“
  • finanziert zu 70% aus Mitgliedsbeiträgen (ca 45k zahlende Mitglieder)
  • im quantitativen Vergleich zu Endkundenportalen (Bsp: amazon) sind die Betriebszahlen eher klein (z.B. 115k Accounts, 300k Artikel in DB, ~1500 gleichzeitige Sessions)
  • keine Virtualisierung
  • klassische 3-Tier Architektur
  • ColdFusion für Geschäftslogik
  • LVS für Loadbalancing
  • App Server sind gleichzeitig die Gateways inbound für DB-Systeme (Anm.d.Verf.: ouch!)
  • !!!AOL -> Session persistence Problematik für AOL-Proxy Requests
  • File-Server repliziert mit DRBD, nutzen NFS
  • MySQL mit „MySQL Multi Master“ Cluster (gegenseitige Replikation) + zus. Replikation für Backup
  • Evtl. zukünftig: Dedicated Storage, GFS, Continuent Cluster
  • Lessons learned
    • Restores dauern sehr lange -> genügend Online Redundanz vorhalten und/oder Austausch HDs vorhalten
    • ColdFusion nicht immer „Enterprise Ready“
    • 64bit MySQL…
    • Redundanz verkompliziert den Betrieb (Anm.d.Verf.: nicht so gesagt, aber so gemeint. Noch kürzer: KISS)
    • Aktiv-Passiv Cluster: „Je länger der Cluster zuverlässig läuft, desto ungewöhnlicher und problematischer ist der Takeover“ (Anm.d.Verf.: Daher: Aktiv-Aktiv!)
    • Condor ist komplex, aber sein Einsatz hat sich bewährt

Roland Lasinger, Liwest: Time-to-market-Optimierung im Product-Lifecycle-Management mit JBoss

  • Liwest ist Digital-TV-, Internet- und Telefonie-Service-Dienstleister
  • PLOSAM == Product Lifecycle Oriented System Architecture for Multi Service Operations (Anm.d.Verf.: Preis für das beste Akronym auf der OSMB)
  • Page- u. Workflowgetriebene Webapplikation sowie prozessgetriebene Provisionierung -> möglichst viel Automatisierung, sodass sich der Nutzer komplett selbst bedienen kann (Anm.d.Verf.: -> das spart Personal)
  • Verwendung der kompletten (!) JBoss Suite:
    Seam, Hibernate, Drools, jBPM, JBoss ESB, JBoss AS, Smooks

Keynote II: Cloud Computing

Uwe Heckert, T-Systems, Mitglied im Management Committee IT Operations: Flexibler als Outsourcing – Cloud Computing mit Open-Source-Software.
Heckert versucht, T-Systems als Anbieter für Cloud Computing zu positionieren – „Cloud Computing für Enterprise-Kunden“. Erfahrungen aus dem Outsourcing-Geschäft können in das Cloud Computing Geschäft eingebracht werden.
Die Mechanismen des Cloud Computing ermöglichen die JIT Nutzung von Ressourcen in immer genau ausreichendem Maß. „Der Kunde erhält genau die Ressourcen, den aktuellen Bedarf seiner Geschäftsprozesse zu erfüllen.“
Virtualisierung ist dafür eine notwendige Basis – Stichworthülse Green IT – nur die „Maschinen“ sind am Laufen, die wirklich benötigt werden. Weiterer wichtiger Baustein sind die Netze – ohne Zugang zur „Cloud“ keine Nutzung der „Cloud“; die Zuverlässigkeit der Netze als Schlüsselkriterium in Kombination mit Verschlüsselung der Kommunikation.
Statische Lizenzmodelle behindern die Dynamik im Betrieb – besonders im Bereich Storage; viel weniger im Bereich Computing. Aber Software & Lizenzen bieten für die Clouds das echte Einsparpotential, eben durch das Verwenden von OS Software.

Technology Track – der Vormittag

Bernd Fondermann über kostengünstiges Distributed Computing mit Apache Hadoop.

  • von Google entwickelt: Google FS als Grundlage für Hadoop FS
  • Google’s Big Table -> HBase != RDBS, da keine Schlüsselbeziehungen
  • Map/Reduce: Aggregation über viele Daten (Käufer von X kauften auch..; Zählen von Trackbacks)
  • geeignet v.a. für lesende Zugriffe, ab Terrabyte Datenhaltung empfohlen, „Designed-for-failure“, verwendbar auf OTS-Hardware, genutzt von Facebook A9 IBM Google Maps
  • Prinzip: 1 Master Node : n DataNodes
  • replication policy ist selbst bestimmbar (auf x nodes an y Standorten …)

Carsten Klenner, Universität zu Köln, ZIB WiSo, Forschungsgruppe ISLP: Einführung von Open Source – Ergebnisse einer empirischen Untersuchung

  • Datenbasis Client-Orientiert (v.a. PIM, OpenOffice)
  • Migration von proprietären Softwarekomponenten mit Plattformcharakter (Lock In) auf Open Source: hoher Aufwand, hohe Kosten -> hohes Risiko
  • Ort der Auswirkungen der Umstellung sollte das grundsätzliche Vorgehen bestimmen („Locus of Impact“) – technische Veränderung vs. Ablaufveränderung
  • Einführung von / Umstellung auf OS war immer von externen Faktoren motiviert (z.B. Support-Ende)
  • Projektdurchführung
    • Big Band: kurz und schmerzvoll
    • Divide & Conquer: Schritt für Schritt
    • Laissez faire: softe Migration inkl. Koexistenz von Plattformen/Technologien – funktioniert nicht nachhaltig!
  • keine singulären Erfolgsfaktoren benennbar, Matrix vieler Faktoren muss gleichberechtigt berücksichtigt sein

Keynotes – SMILA, SugarCRM

Mario Lenz, CTO Empolis GmbH, präsentiert Smila, ein Information Framework für Eclipse – eigentlich. Der Großteil des Vortrags dreht sich jedoch um Geschäftsperspektiven des Prozesses der kreativen Informationsverteilung. Zwei ganze Folien über den technischen Teil von Smila, alle anderen zeigen verschiedene Aspekte aus einer Management-Sicht. Das passt nur begrenzt als Opener des Technology Summit Teils der Konferenz.
John Roberts, Chairman und CEO Sugar CRM Inc., referiert über Open Source und Software-as-a-Service.Verwendet hierfür aber sofort den Begriff „Cloud“ als Ergebnis der Mischung beider Felder. Ansonsten besteht der Vortrag aus einer unterhaltsamen Betrachtung der verschiedenen Umstände im Zusammenhang mit Open Source-Software und -Leitbildern, unter denen SugarCRM begann und sich weiterentwickelt hat. Schlüsselfrage laut Roberts zu Beginn des Projekts: „can the best ideas and the best engineering win over the best marketing and the best sales?“ – eine repräsentative Frage, die sich viele Open Source Projekte stellen müssen, die in direktem Konkurrenzkampf zu kommerziellen Produkten stehen.
Roberts stellt die These auf, dass einer der wichtigsten zukünftigen IT Trends „Smarter User Interfaces und Devices“ sein werden. Dies geht unmittelbar konform mit den Bestrebungen hier bei Campus IT und in mein campus, wo die Oberflächen der HIS Software (wo möglich) vom Team grundlegend überarbeitet wurden, um mehr Bedienkomfort zu schaffen – eine Bestrebung, die nachweisbar auch bei der HIS GmbH angekommen und bemerkt worden ist. Ob der Trend auch in HISinOne umgesetzt werden wird, bleibt offen, aber zu hoffen.
PS: Teilnehmerfragen während der Keynotes nicht per Handzeichen, sondern per SMS. Projeziert in Echtzeit auf einem zweiten Beamer. Nette Idee.

RS³G… Walking in a Winterwonderland

When it snows
Ain’t it thrilling
Though your nose gets a chilling
We’ll frolic and play
The Eskimo way
Walking in a winter wonderland

So könnte man die Witterungsverhältnisse (und auch meinen Gesundheitszustand) bezeichnen, als die Rome Student Systems and Standards Group (RS³G) zu ihrem dritten Workshop nach Stuttgart ins Schwabenländle am 10./11. Dezember 2008 einlud. Mit insgesamt 35 Teilnehmern aus mehr als 10 Ländern war ein internationales Publikum der Einladung von Unisolution ins StEP (Stuttgarter Engineering Park) gefolgt.

Am ersten Tag (10.12.2008) stand die Wahl des künftigen „steering committee“, des Lenkungsausschusses, auf der Tagungsordnung.
Zu Beginn des ersten Workshop-Tages gab Simone Ravaioli einen kurzen Rückblick auf die beiden ersten Workshops: Rom im November 2007 und Dublin im April 2008.
Im Bezug auf die Wahl des „steering committee“ galt es diverse Fragen zu klären:

  • Wer soll im Lenkungsausschuss sitzen?
  • Wie sieht die organisatorische Struktur von RS³G aus?
  • In welcher Beziehung steht RS³G zu anderen nationalen und internationalen Organisationen und Institutionen?
  • Gibt es eine Mitgliedschaft/ einen Mitgliedsbeitrag?
  • Gibt es eine „mission“ und eine „vision“?

Trotz reger Diskussionen wurde an diesem Tag lediglich festgelegt, dass die drei Unternehmens-Vertreter der „ersten Stunde“ – Simone Ravaioli ( KION), Jonathan Dempsey ( Digitary) und Manuel Dietz ( Unisolution) – Mitglieder des Lenkungsausschusses sein sollen. Darüber bestand bei allen Anwesenden Einigkeit.

Am Abend fand das „social event“ im Restaurant „Neuer Ochsen“ in Stuttgart-Vaihingen statt. Dort wurde „[…]neben zeitgemäßer Top-Gastronomie auch ein Stück alte schwäbische Heimat und Gemütlichkeit […]“ ( vgl. deren Homepage) präsentiert.

„Leise rieselt der Schnee,
still und starr ruht der See,
diskutiert wurde heiß,
Stuttgart kleidet sich weiß.“

Nachdem die ganze Nacht ununterbrochen die Schneeflocken vom Himmel fielen, war Stuttgart am Morgen mit einer weißen Schneedecke überzogen. Mit einer minimalen Verzögerung konnte der zweite Workshop-Tag, der 11.12.2008, beginnen, der unter das Motto „Presentation Day“ gestellt werden könnte. Zu diversen Themen im Zusammenhang mit dem Bologna-Prozess wurde jeweils ein kurzer Bericht aus den „working groups“ erstattet. Unter anderem wurde hier der aktuelle Stand folgender Projekte vorgestellt:
MLO (Metadata for Learning Opportunities)
ELM (European Learner Mobility)
CETIS Achievement Information Working Group – Diploma Supplement and Transcript structure and sharing protocols

Nach einem gemeinsamen Mittagessen, das im Restaurant des StEP eingenommen wurde, wurde der Nachmittag mit Diskussionen zu den Themen „RS³G Glossary“ und „Diploma Supplement“ verbracht, wobei durchaus unterschiedliche Meinungen und Verständnisse aufeinandertrafen.
Den Abschluss des zweiten Tages und damit auch des gesamten Workshops bildete eine kurze Ansprache von Manuel Dietz ( Unisolution), der kurz die Ergebnisse der Diskussion zusammenfasste sowie sich für die Teilnahme bedankte. Er freue sich bereits auf den nächsten Workshop im Jahr 2009, für den es noch ein Datum sowie einen Veranstaltungsort festzulegen gilt.

„Schneeflöckchen, Weißröckchen,
da kommst du geschneit;
Du kommst aus den Wolken,
dein Weg ist so weit.“

Mein Nachhauseweg zurück ins Frankenland wurde – wie bereits die Anreise nach Stuttgart – von zigtausend Schneeflocken begleitet: Deutschland – ein Wintermärchen!
… schade nur, dass für Weihnachtsmarkt-Bummel-inklusive-Glühwein-Trinken-und Weihnachtsgeschenke-Shoppen in Stuttgart keine Zeit war – das muss ich dann wohl zuhause nachholen!

PRIMUSS – Infos zum Unbekannten

  • Prüfungs-, Immatrikulations- und Studentenverwaltungssystem
  • die bayerischen Hochschulen Amberg-Weiden, Coburg, Freiburg, Hof, Ingolstadt, München, Nürnberg tragen zur Entwicklung bei
  • Laufzeit noch bis 31.12.2010
  • Onlinedienste
    • Bewerbung
    • Prüfungsanmeldung
    • "Verlosen" von Prüfungsteilnahme (z.B. Teilnahme Wahlpflichtfächer nach Prioritäten)
    • Notenblatt aka "Notenspiegel"
    • Rückmeldung
    • Bescheinigungen
    • Noteneingabe ("Noten- u. Leistungsverbuchung") – hier ist zwingend erforderlich, dass der final verantwortliche Prüfer einen PDF-Ausdruck unterschrieben ans Prüfungsamt schickt; erst ab einer offiziellen Kommissionssitzung werden die Leistungen online angezeigt; merhrere Prüfer können für ein Prüfung Leistungen verbuchen – diese müssen allerdings von einem final Verantwortlichen endgültig bestätigt werden
    • Notenbekanntgabe -> Notenspiegel
    • Weblosen
    • PKV (Prüfungskommissions-Vorsitzenden-) Zugang
  • 23000 mittels PRIMUSS betreute Studierenden
  • Software-Stack ist Apache mit Perl als CGI, PostgreSQL

RRZE/CIT @ Coburg

Nach der Visite der Hochschulen Coburg und München und Vertretern des Ministeriums im RRZE zur Begutachtung des Projekts Campus IT und des "Produkts" mein campus, steht nun der Gegenbesuch an.
Die HS Coburg hat 3400 Studierende und 110 Professoren – ein für Studierende deutlich vorteilhafteres Verhältnis als es an der FAU zu finden ist (26000 – 268).
Das Rechenzentrum ist nur 9 Mitarbeiter stark, die zusammen alle IT Dienstleistungen (inkl. der Verwaltungs-EDV) für die Einrichtung erbringen. Wieder den Vergleich zu Erlangen zu bemühen, hinkt hier: die Größe der Hochschule erfordert schlichtweg nicht das professionelle Level an Computing Power, Dienstleistungen und Projektmanagement, wie es am RRZE praktiziert wird.
Interessant: Coburg nutzt CEUS (MicroStrategy Backend) zur Aufbereitung der Prüfungs- und Studierendendaten für Lehrende.
Höchstinteressant: Coburg richtet im Verbund mit anderen Hochschulen und Universitäten (!) neue Studiengänge ein (z.B. M.Sc. Informationstechnologie und Unternehmensanwendung mit der FH Schweinfurt und der Universität Bayreuth). Theorie wird an den Universitäten gehört, der Praxisteil an den FHs (die man sich aussuchen kann!) absolviert. Dabei wird trotz allem darauf geachtet, dass sich die Prüfungordnungen in die allgemeine Rahmenprüfungsordnung für FHs einfügt – was aus Techniksicht die Abbildung in Softwaresystemen entscheidend vereinfacht.

Sun Summit 08: Habe fertig.

Aus Sicht von CIT und mein campus endet der Summit frühzeitig – die Themen des späteren Nachmittags bieten inhaltlich keine Schnittpunkte mehr.
Interessant vor allem war zu hören, wie weit welche Hochschule mit welchen Softwaresystemen in der Umsetzung von Bologna ist. Und es sich wieder bestätigt, dass wir mit mein campus das Maximum an für die FAU geeignete Funktionalität aus den HIS Modulen herausholen – und sogar noch mehr durch den Aufsatz diverser Eigenentwicklungen.
Trotzdem bleiben viele Fragen unbeartwortet; nicht zuletzt die der Messung der Qualität der vielbesungenen Prozesse oder die nach einem einheitlichen, stringenten Modellierungsansatz. Wieder spielen wir hier mit CIT eine Vorreiterrolle, in dem wir teilweise (leider nicht durchgehend mangels Verantwortlichen!) offiziell Arbeitspakete abnehmen lassen und so die Qualität gegenüber der jeweiligen Zielgruppe zu sichern versuchen. Oder in dem in unserem Projekt konsequent auf die Standards UML und BPMN für die Modellierung von Abläufen gesetzt wird.
Es bleibt leider der Eindruck, dass trotz vieler wertvoller Worthülsen nach wie vor große Unsicherheit an den Hochschulen über das richtige System zur technischen Unterstützung von Bologna herrscht. Viele Diskussion passieren auf abstrakten Meta-Ebenen, sowohl von Anbietern wie auch von potentiellen „Kunden“, in denen die Funktionen, Möglichkeiten und Grenzen der Systeme verschwimmen – „alles“ scheint mit jedem der betrachteten Systeme möglich. Neue, objektive Kritierien zur Orientierung im organisatorischen, inhaltlichen und technischen Dschungel des Bologna-Beschlusses und in seinen mannigfaltigen Instanziierungen in Bundesländern und Hochschulen konnte auch diese Konferenz nicht zu Tage fördern. Aber: der Sun Summit 2008 ist eine der wenigen Gelegenheiten, zu denen man sich überhaupt in Deutschland zum Thema technische Bologna-Umsetzung austauschen kann. Daher im besten Sinne einige Impressionen des Tagungsortes, der stilvoll aufbereitet und sehr gut organisiert war:
Paulinerkirche
Paulinerkirche
Paulinerkirche

Sun Summit 08: Tag 2: später Vormittag

Thomas Seidel, Datenlotsen Informationssysteme GmbH, „Die Implementierung von CampusNet – ein IT-Projekt?“

  • Antwort: Nein. (Anmerkung des Autors: Begründung: Ähnlich wie mit allen anderen Softwaresystemen dieser Sparte muss für die Einführung der Lösung der Projektmanagementansatz über die reine Technik hinausgehen)
  • haben jetzt bereits 31 Kunden in Hochschuldeutschland

(Anmerkung: frappierende Ähnlichkeit zwischen Herrn Seidel (2.v.l.) von den Datenlotsen und „unserem“ Projekt-Coach der HIS, Dr. Lars Hinrichs)

Isidor Kamrat, Direktor Zentraler Informatikdienst Technische Universität Graz, „CAMPUSonline – vom Informationsmanagementsystem zum Managementinformationssystem“

  • toller Satz des Vortragenden: „Schnittstellen heißen nicht umsonst so – sie tun weh, da sie Aufwand verursachen“
  • das Datenmodells von CAMPUSonline entspricht in einfacher Prosa der klassischen Datenbanktheorie der 3. NF – und wird hier als Konzept gepriesen…
  • insgesamt ein sehr generischer Vortrag, der in weiten Teilen fast schon auf die anderen Softwaresysteme, die im Laufe der Veranstaltung vorgestellt wurden, übertragbar scheint – und deshalb leider im Unklaren bleibt, was CAMPUSonline an Funktionen und Software-Komponenten bietet, wie Abbildungsalgorithmen gelöst sind, was an Modellierungsansätzen funktional unterstützt wird und was es als Unterscheidungsmerkmale dem Markt präsentiert

Dr. Dirk Pape, Consulting Manager SAP Public bei der VEGA Deutschland GmbH & Co. KG, „Zum Digitalen Campus an der FH Frankfurt – Organisation des Lehrbetriebs mit SAP“

  • mit Spannung erwarteter Vortrag: das Projekt an der FH Frankfurt ist die letzte aktive SAP-Campus-Management-Insel in der deutschen Hochschullandschaft
  • SAP CM heißt jetzt „SAP Student Lifecycle Management (SLCM)“
  • VEGA soll deutschlandweit das SCLM Geschäft gestalten und betreiben („VEGA for SAP“)
  • Drei Projektphasen
    • Grundlagen/Fundament: u.a. Entwicklung Daten- u. Prozessmodell, Strategie für führende Systeme, Festlegung technische Standards, Studiengang- u. Modulverwaltung, Modulhandbücher, Musterstudienpläne, Deputatsverwaltung
    • Prüfungsmgmt: u.a. -planung, -verwaltung; auch Zeugnisse
    • Studierendenmgmt: u.a. Zulassung, Einschreibung, Rückmeldung, Alumni; Gebühren und Beiträge; Hochschulweite Statistiken
  • Interativer Ansatz; Datenintegration auf Basis einer SOA-Middleware
  • SCLM-System ist installiert und betriebsbereit
  • HIS SOS wird bis erreichen der Projektphase 3 zum Studierendenmgmt an das SCLM angebunden
  • SCLM nutzt IdM der FHFFM
  • SAP Portal als „Dach“ der Systemlandschaft
  • Angebot eines Referenzmodells, das u.a. enthält:
    • Bereitstellung eines vorkonfigurierten SCLM-Systems mit Standardprozessen
    • Checklisten, anhand derer Anpassung des Systems für die jeweilige Hochschule vorgenommen werden kann
    • Bereitstellung eines Standardprojektmodells für die Projektdurchführung

Sun Summit 08: der zweite Tag

Anstelle des erkrankten Manfred Seedig sprint „RRZE’s own“ Hendrik Eggers ein – und beginnt den Tag gleich mit kollektiver Morgengymnastik im besten Jane-Fonda-Stil.
Hendrik Eggers zeigt gewohnt sourverän, u.a. an Beispielen aus der Stabsstelle P&P, diverse Arbeitsbausteine auf, die den ZKI Arbeitskreis Campus Management in nächster Zukunft beschäftigen werden – besonders auch vor dem Hintergrund, dass das nächste Treffen des Gremiums in Erlangen/Nürnberg stattfinden wird (am 16. und 17. Februar 2009).
Volker Franzkowiak, Business Development Manager, „Der virtuelle Windows PC aus dem Netzwerk“ erklärt das Prinzip der VDI (Virtual Desktop Infrastructure) auf Basis der Sun Ray Technologie und den Durchführungsprinzipien bei Sun Microsystems.
Jetzt gleich Kaffeepause, anschließend u.a. einer der wenigen Vorträge über das vielbesungene TU-Graz-System.