Young Academics at FAU

Blog des Graduiertenzentrums

Inhalt

Deadline 30.05.2011: Doktorandenseminar zu Migration und Menschenrechten, Univ. Genua, 18.-23.07.11

Die Fakultät für Politikwissenschaften der Univ. Genua (Italien) veranstaltet zusammen mit der Euro-Mediterranean University (EMUNI University) ein Doktorandenseminar zum Thema  „Civil Rights Protection and the Rights of Migrants in the Framework of Mediterranean Cooperation“, das vom 18.-23. Juli 2011 in Genua stattfindet.

Teilnehmen können fortgeschrittene Studierende und Promovierende ebenso wie Personen, die im Bereich Menschenrechte tätig sind. Die Teilnahme kostet 300 Euro, für Unterkunft während des Seminars wird gesorgt.

Weitere Informationen zu Programm und Anmeldeformalitäten finden Sie auf der Homepage des Seminars.

 

Bericht: „Promovieren an der Medizinischen Fakultaet“ am 12.05.2011

Über 100 Interessierte kamen am 12.05.2011 in den Hörsaal der Anatomie der FAU, um sich über die Promotion an der Medizinischen Fakultät zu informieren. Seinen umfassenden Überblick begann der Hauptreferent Prof. Dr. Winfried Neuhuber, Vorsitzender des Promotionsausschusses der Medizinischen Fakultät der FAU, mit der Frage nach Sinn und Nutzen der Promotion für Mediziner/innen. Weder sei der Doktortitel für approbierte Ärzte erforderlich zur Berufsausübung, noch könne es darum gehen, damit schlicht mehr Patientinnen und Patienten anzuwerben. Dem Motto des kanadischen Mediziners William Osler – „Medicine is an art based on science“ – folgend mache jedoch erst die eigene Erfahrung mit wissenschaftlichem Arbeiten Ärztinnen und Ärzte zu sachkundigen Praktikern. Andererseits könne die Promotion auch eine wichtige Weichenstellung für eine berufliche Zukunft in der Forschung bedeuten.
Im Gegensatz zu anderen Promotionen etwa in den Naturwissenschaften oder auch zum Weg des interdisziplinär ausgerichteten Dr. rer. biol. hum. weist die Promotion zum Dr. med. bzw. zum Dr. med. dent. einige Besonderheiten auf. In der Regel ist es die erste wissenschaftliche Arbeit, die außerdem studienbegleitend erfolge – wenn das auch nicht zwangsläufig heiße, dass die Dissertation in wenigen Monaten fertiggestellt würde. Liest man die einschlägige Promotionsordnung , so ist davon die Rede, dass die Dissertation mindestens sechs Monate und “in der Regel bis zu drei, maximal vier Jahre” dauere. Der damit abgesteckte Bereich spiegelt wieder, wie unterschiedlich die Forschungsarbeiten in ihrer Art sein können: Das Spektrum reicht von der Krankenblattarbeit, deren Häufigkeit immer weiter abnimmt, bis zur Grundlagenforschung.
Einige besonders wichtige Aspekte der Promotionsordnung strich Prof. Neuhuber heraus: Der/die Promovierende sollte sich nicht zu früh zur Promotion anmelden, da die Zeit der Promotion auch während des Studiums auf das limitierte Kontingent von Beschäftigungsjahren angerechnet wird, die man z.B. als Assistent/in an der Uni befristet arbeiten dürfe. Besonders wichtig sei, so Prof. Neuhuber, die in §4 Abs. 2 der Promotionsordnung genannte “verbindliche Projektskizze” am Beginn der Forschungsarbeit, die mit der Betreuerin/dem Betreuer schriftlich festgehalten werden soll. Das betrifft nicht nur die Fragestellung und den Umfang der Arbeit, sondern auch etwa die Frage, wie man an eine ausreichende Anzahl von Patienten komme, um eine gültige Aussage treffen zu können – für die/den Promovierenden eine wichtige Sicherung für den erfolgreichen Verlauf des Forschungsprojekts. Außerdem werden dabei die Erwartungen von Betreuenden und Promovierenden aneinander angeglichen und schriftlich fixiert.
Ist die Arbeit eingereicht, folgt die Doktorprüfung, vor der man in jedem Fall das Staatsexamen abgelegt haben muss. Als Dissertation kann übrigens auch eine in einer angesehenen internationalen Zeitschrift publizierte Arbeit eingereicht werden, solange man als Erstautor/in fungiert; im Falle von besonders hochrangigen Zeitschriften ist auch eine geteilte Erstautorenschaft möglich.
Auf den Webseiten des Promotionsbüros der Medizinischen Fakultät finden sich ebenso wie auf den Service-Seiten der Graduiertenschule der FAU neben der Promotionsordnung nützliche Hinweise und Formulare oder die lesenswerte Empfehlung zur Beurteilung von Inauguraldissertationen.

Prof. Dr. Katrin Schiebel vom Forschungsreferat der Medizinischen Fakultät wies zunächst auf ihre Lehrveranstaltung in diesem Semester zum Anfertigen und Präsentieren von wissenschaftlichen Arbeiten hin. Vom Führen eines Laborbuchs, über die Präsentation von Postern, Referaten und Vorträgen bis hin zum Schreiben einer Doktorarbeit werden alle wichtigen Arbeitstechniken behandelt. Als Forschungsreferentin berät sie auch über die Rahmenbedingungen eines erfolgreichen Forschungsprojekts. Dazu zählen Labor und Material und Forschungsgelder ebenso wie Patientenzustimmungen und die Einbindung der Ethik-Kommission.

Anschließend beantworteten beide Referenten Fragen der Promovierenden zu Veröffentlichungsformen, geteilte Erstautorenschaft, das Wissenschaftszeitvertragsgesetz, die Aufteilung komplexer Themen und das richtige Zitieren.

Forschungsaufenthalte in Italien und Island für Postdocs

Das Icelandic Centre for Research (RANNIS) in Island und das AREA Science Park in Italien bieten Incoming-Fellowships für Postdoktoranden/-innen an.

Die Förderung umfasst das Gehalt für (je nach Land) 12-24 Monate sowie eine Mobilitäts- und eine Reisekostenpauschale.

Anträge für Italien sind möglich für folgende Fachrichtungen (Postdoc-Stipendien Italien):

– Biotechnologien und Diagnostik
– Materialtechnik, Mechanik, Physik und Chemie
– Ökologie, Umwelt und Energie
– Informationstechnologie
– Wirtschaftswissenschaften, Geistes- und Sozialwissenschaften

Für Island können Anträge für alle Fachrichtungen eingereicht werden (Postdoc-Stipendien Island)

Alle Details entnehmen Sie bitte den Anhängen. Vielen Dank!.

Call for Papers 15.09.2011: 10. Erlanger Graduiertenkonferenz

Von Promovierenden für Promovierende – so in etwa das Konzept der Erlanger Graduiertenkonferenzen, die 2011 in die 10. Runde gehen. Das Thema der diesjährigen Erlanger Graduiertenkonferenz, die von 12. bis 13. November 2011 statt findet und als Plenarkonferenz mit Panelsektionen konzipiert ist, lautet (Re-)Präsentationen der Arbeitswelt.

Hierbei soll an die etablierten wissenschaftlichen Diskussionen zum Thema ‚Arbeit‘ angeknüpft werden, wie sie etwa die Soziologie, Philosophie und Theologie führen. Die Konferenz möchte eine entsprechende kulturwissenschaftliche Auseinandersetzung vorantreiben und richtet sich an Promovierende und Postdocs der Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften, der Politischen Wissenschaft, Soziologie, Geschichte, Philosophie, Pädagogik, Theologie, Kunstgeschichte sowie der Theater- und Medienwissenschaften. Sie lädt NachwuchswissenschaftlerInnen dazu ein, eigene Projekte zu präsentieren, die sich im Rahmen folgender Fragestellungen bewegen:
Inwiefern werden in den verschiedenen Künsten und Medien die Grenzen und Fragwürdigkeiten gültiger Diskurse von Arbeit und individueller Selbstvergewisserung ausgelotet? Wie werden Lebensweisen in der Arbeitsgesellschaft und verschiedene kulturelle Kodierungen von Arbeit analysiert? Welche Erwerbswelten existieren, und wie werden diese in den verschiedenen Diskursen über ‚Arbeit‘ (re)präsentiert? Welche subjektiven Handlungsstrategien bestehen, um innerhalb der wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen der Arbeitsgesellschaften agieren zu können? Gibt es zentrale Wünsche und Vorstellungen vom ‚Guten Leben‘, Werte und Mentalitäten, die die Arbeitskultur prägen? Welche Formen von Mangel und Armut charakterisieren das Leben ohne Erwerbstätigkeit und haben längst begonnen, auch das Erwerbsleben zu bestimmen? Warum hat sich die Arbeitsgesellschaft historisch überhaupt durchgesetzt? Und wie sehen Gegenentwürfe und Utopien aus?

Weitere Themenvorschläge finden Sie in den u.a. Anhängen.

Für jeden Panelvortrag sind 25 Minuten vorgesehen (12 Min. für den Vortrag und 13 Min. für die Diskussion). Abstracts auf Englisch und Deutsch mit max. 250 Wörtern können bis zum 15. September 2011 über die Website www.gradnet.de eingereicht werden. Ausgewählte Beiträge werden in einem Tagungsband veröffentlicht.

Weiter Informationen entnehmen Sie bitte den Anhängen (CfPDE_gradnet e.V. (Re)Präsentationen derArbeitswelt+CfPEN_gradnet e.V. (Re)Presentations of Working Life).

Neun Promovierende neu in der Bayerischen Eliteförderung

Neun Promovierende der FAU wurden zum 01. Mai 2011 neu in die Bayerische Eliteförderung des Elitenetzwerks Bayern aufgenommen. Die Promotionsvorhaben sind dabei so vielfältig wie das Fächerspektrum unserer Universität: HIV, Schwarze Löcher, die UN-Friedensmissionen und „die neue Lust der Deutschen am Land“ sind nur einige der Themen, denen sich die Stipendiatinnen und Stipendiaten die nächsten zwei Jahre widmen. Gefördert werden die Arbeiten mit 1050 Euro pro Monat, dazu kommen Reise- und Sachmittel. Derzeit erhalten insgesamt 35 Promovierende an der FAU ein Forschungsstipendium nach dem Bayerischen Eliteförderungsgesetz. Im Wintersemester findet die nächste Auswahlrunde statt, Anträge können auf Empfehlung der Betreuerin oder des Betreuers bis 09.11.2011 eingereicht werden (Ausschreibung folgt).
Weitere Informationen über das Programm finden Sie auf unseren Stipendienseiten.

Die GS FAU auf academics.de

Die Graduiertenschule der FAU präsentiert sich seit dem 06. Mai 2011 auf academics.de, dem bekannten Karriereportal für Wissenschaft und Forschung. Dort finden Interessierte auf Deutsch – und in wenigen Tagen auch auf Englisch – wertvolle Hinweise rund um das Thema Promovieren an der FAU: ein Profil der GS FAU, die Forschungsschwerpunkte der Universität, einzelne Promotionsprogramme sowie unter dem Stichwort Karriere einen Überblick über unser Kursprogramm neben Informationen für Postdocs. Die Seiten werden bis April 2012 verfügbar sein.

Hier geht’s zum Profil der Graduiertenschule der FAU. Viel Spaß beim Lesen!

Deadline 31.07.2011: Promotionsstipendien zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Im Rahmen ihrer Wissenschaftsförderung schreibt die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur für das Jahr 2012 acht Doktorandenstipendien für wissenschaftliche Qualifizierungsvorhaben im Sinne des Stiftungszwecks aus. Bewerben können sich Hochschulabsolventinnen und -absolventen aller in Frage kommenden Fachgebiete bis zum 31. Juli 2011 (Datum Poststempel). Die Förderung soll zum 1. Januar 2012 aufgenommen werden. Die Laufzeit der Stipendien beträgt zwei Jahre.

Das vom Deutschen Bundestag am 5. Juni 1998 verabschiedete Gesetz über die Errichtung einer Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur formuliert den Auftrag der Stiftung, „in Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen auf dem Gebiet der Aufarbeitung der SED-Diktatur, Beiträge zur umfassenden Aufarbeitung von Ursachen, Geschichte und Folgen der Diktatur in der sowjetischen Besatzungszone in Deutschland und in der DDR zu leisten und zu unterstützen, die Erinnerung an das geschehene Unrecht und die Opfer wach zu halten sowie den antitotalitären Konsens in der Gesellschaft, die Demokratie und die innere Einheit Deutschlands zu fördern und zu festigen.“ (§ 2 Abs. 1 des Errichtungsgesetzes)

Für ein Stipendium können sich alle Hochschulabsolvent/innen bewerben, deren Promotionsvorhaben thematisch dem Stiftungszweck entsprechen. Über die Vergabe der Stipendien entscheidet der Stiftungsvorstand auf der Grundlage der Empfehlungen des Fachbeirates Wissenschaft der Stiftung Aufarbeitung sowie von Gutachten zu den einzelnen Anträgen. Für die Entscheidungsfindung ist die wissenschaftliche Bedeutung und Originalität des Vorhabens, die Qualifikation des Antragstellers sowie die Anlage und Schlüssigkeit des Arbeitsplans, die plausible Begrenzung der Thematik, eine angemessene Methodenwahl, die Berücksichtigung des Forschungsstandes, die Darlegung der Quellengrundlage und die Durchführbarkeit des Vorhabens in der vorgesehenen Zeit ausschlaggebend. Übersteigt die Zahl der förderungswürdigen Anträge die der zu vergebenden Stipendien, so behält sich die Stiftung das Recht vor, bei gleicher Qualität der Anträge jenen Vorhaben Vorrang einzuräumen, die sich dem Themenkreis „Widerstand, Opposition und nonkonformes Verhalten in der SBZ/DDR“ annehmen. Die Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur möchte auf diese Weise das Augenmerk der Forschung auf jene Menschen lenken, die sich zwischen 1945 und 1989 in der SBZ/DDR dem Herrschaftsanspruch der SED verweigert haben.

Mehr Informationen zum Stipendium und Plakat mit den bisherigen Stipendiat/innen

Forschungskolloquium des ZiLL

Das Zentralinstitut für Lehr-Lernforschung (ZiLL) lädt ein zum Forschungskolloquium im Sommersemester 2011.  In fünf Veranstaltungen werden laufende und abgeschlossene Forschungsstudien im Bereich der Lehr-Lernforschung vorgestellt und diskutiert. Es berichten sowohl Mitglieder des ZiLL und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch Kolleginnen und Kollegen aus anderen Forschungseinrichtungen über ihre Arbeit.
Herzlich eingeladen sind alle Kolleginnen und Kollegen sowie interessierte Studierende. Die Kolloquiumsvorträge finden, sofern nicht anders gekennzeichnet, donnerstags zwischen 15:45 und 17:15 Uhr auf dem Campus Regensburger Str. 160 in Nürnberg in Raum 0.031 statt.

Programm

 

Promovierendenverwaltung feiert 1. Geburtstag

Die Promovierendenverwaltung (PV), auch bekannt als „docDaten“ (www.docdaten.uni-erlangen.de), feierte am 03.05.2011 ihren 1. Geburtstag! Nach einer stellenweise beobachtbaren Skepsis zu Beginn schätzen nun immer mehr Promovierende diese Möglichkeit, das Promotionsverhältnis mit der FAU amtlich zu machen und von den Angeboten der GS FAU zu profitieren. Die Geschäftsführerin der GS FAU Dr. Monica Mayer zieht eine erste Erfolgsbilanz: „Mittlerweile haben sich mehr als 1800 Promovierende der FAU registriert, was unsere ohnehin optimistischen Erwartungen bei weitem übertroffen hat. Wir kennen die Gesamtzahl der Promovierenden an der FAU zwar noch nicht, sind aber auf dem sicheren Weg, Kontakt zu allen herzustellen. Wir können jetzt schon unseren registrierten Doktorandinnen und Doktoranden einige Vorteile bieten und ihnen gezielt Informationen zu unserem Veranstaltungsprogramm oder andere nützliche Nachrichten zukommen lassen.“

Mit mehr als 30 Veranstaltungen pro Semester bietet die GS FAU ein breitgefächertes Programm mit Workshops zum Projekt- und Zeitmanagement, Schreibwerkstätten, Präsentationsworkshops, Englisch- und BWL-Grundlagenkurse und vielem mehr. Außerdem können durch die genauere Kenntnis der Promovierenden beispielsweise jene, deren Anstellungsvertrag vor dem Auslaufen steht, mit Hinweisen auf Möglichkeiten der Anschlussfinanzierung versorgt werden. Auch Doktorandinnen und Doktoranden mit Kindern erfahren so zuverlässig von Angeboten des Familienservice der Universität und von den Infoveranstaltungen, die die GS FAU zur Vereinbarkeit von Promotion und Familie anbietet.

Die PV ist ein ganz entscheidendes Instrument, um die Qualität der Promotionsbedingungen an der FAU weiterhin zu optimieren: Wer seine Doktorandinnen und Doktoranden kennt, kann deren Bedürfnisse auch erfragen und besser berücksichtigen. Außerdem wird mit der Registrierung das Betreuungsverhältnis dokumentiert, was dem Promotionsvorhaben für beide Seiten – Promovierende wie Betreuende – einen sicheren Rahmen gibt.

Außerdem können die Promotionsbüros digital und sehr schnell auf die Daten ihrer jeweiligen Promovierenden zugreifen, was der Beratungsleistung zugute kommt.

Die PV wird kontinuierlich erweitert und mit neuen Funktionen versehen, die Promotionsbüros, Promovierenden und Betreuenden gleichermaßen nützen sollen.

Start Semesterprogramm – Einige freie Plaetze gibt es noch

Diese Woche startet das Semesterprogramm der Graduiertenschule der FAU. Es werden wieder interessante Veranstaltungen aus allen Programmbereichen (Promotion, Wissenschaft, Wirtschaft und Sprache/Interkulturalität) angeboten. Freie Plätze gibt es noch für folgende Workshops:

Workshops/ Sprachkurse in Englisch:

Informationsveranstaltungen:

Detaillierte Kursbeschreibungen und Anmeldemöglichkeiten gibt es auf unserer Homepage.