Bratwurst, Bier und Breze – und deren Rolle für die Regionalentwicklung

Einladung zum Vortrag von Karola Schober: „Die Politik von Bratwurst, Bier und Breze. Die Rolle regionaler Leitprodukte für die Regionalentwicklung in Bayern“: Karola Schober ist M.A.-Abolventin unseres Instituts und Preisträgerin der Fränkischen Geographischen Gesellschaft (2016) für ihre Arbeit zur Rolle von regionale Produkten insbesondere beim Europäischen Herkunftsschutz.

Wir freuen uns, dass Frau Schober – die jetzt der Münchner „alp Bayern“ u.a. für die Absatzförderung  bayerischer Produkte zuständig ist – ihre Sicht auf die Dinge zur Diskussion stellt.

Der Vortrag findet statt am 18. Januar um 18.30 im Lesecafé der VHS Erlangen (Altstadt-Passage). Hier die Vorschau:

„Regionalprodukte wurden seit den 90er Jahren zunehmend populär, was als Gegenbewegung zu dem seit der Mitte des letzten Jahrhunderts fortschreitenden globalisierten Handel von Lebensmitteln mit anonymisierten Warenströmen gesehen werden kann. Viele Verbraucher verbinden regionale Lebensmittel mit Vorteilen wie kurzen Lieferwegen, geringeren Umweltbelastungen, regionaler Wertschöpfung und höherer Lebensmittelsicherheit sowie Unterstützung der heimischen Landwirtschaft. Doch können alle „regionalen Produkte“ diese Verbrauchererwartungen erfüllen? Oder wäre hier eine Differenzierung hilfreich, z. B. zwischen regionaltypischen Spezialitäten und Heimatprodukten?
Regionaltypische Spezialitäten wie die Nürnberger Bratwurst, das Bayerische Bier und der Allgäuer Emmentaler sind regionale Leitprodukte und Aushängeschilder ihrer Region. Ihre Bezeichnung ist europaweit vor Nachahmern geschützt. Bringt dieser dem Markenrecht ähnliche Schutz positive Effekte für die Regionalentwicklung?
Welche Strategien verfolgt der Freistaat Bayern beim Marketing für bayerische Lebensmittel? Neben der Vermarktung herkunftsgeschützter Produkte stellt er zur Bewerbung seiner Heimatprodukte die staatlichen Qualitätsprogramme – „Geprüfte Qualität – Bayern“ und das neue „Bayerische Bio-Siegel“ – heraus und versucht so sich dem veränderten Marktgeschehen (z. B. gemeinsamer europäischer Binnenmarkt, globalisierter Welthandel) anzupassen und es aktiv mitzugestalten.“

Herzliche Einladung!

 

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