Grenzüberschreitende Raumentwicklung Bayerns

Die Regionalentwicklung Bayerns ist nicht nur in den metropolitanen Kernräumen sehr dynamisch – auch an den Grenzen tut sich viel. Zwar liegen die sozio-ökonomischen Kennziffern in den Grenzräumen häufig unter dem bayerischen Landesdurchschnitt, die politische Dynamik ist derzeit jedoch erheblich: Diese basiert zunächst auf langjährig etablierten Formaten wie insbesondere den Euregios, die sowohl den Grenzraum nach Tschechien wie nach Österreich vollständig abdecken. In jüngster Zeit entsteht zudem eine zunehmende Anzahl von großräumigen Kooperationsplattformen, genannt seien hier die Europaregion Donau-Moldau sowie die Makroregionen Donauraum und Alpenraum, wobei letztere vor dem Hintergrund der länger etablierten Alpenkonvention zu sehen ist. Hinzu kommen eine Reihe regionaler Initiativen wie beispielsweise die akteuelle Landesausstellung.

Dieser dynamische Prozess in der grenzüberschreitenden ‚Governance‘ ist darauf hin zu reflektieren, welche Potenziale sich für die regionale Entwicklung unmittelbar an den Grenzen, aber auch für den gesamten Freitstaat ergeben. Dieser Aufgabe widmet sich ein Arbeitskreis der bayerischen Landesarbeitsgemeinsamt der ARL (Akademie für Raumforschung und Landesplanung).

Unter der Leitung von Prof. Chilla werden im Zeitraum 2015-18 hier aktuelle Fragestellungen bearbeitet – beispielhaft seien genannt:

  • Regionale Governance und Europäische Struktur- und Investitionsfonds
  • Räumliche Implikationen der Flüchtlingsströme
  • Freiraumschutz im Alpenraum – die grenzüberschreitende Dimension
  • Erfassung  und Bewertung geeigneter Kooperationsräume
  • Kommunale Außenpolitik?
  • Alpine Berggebietspolitik im internationalen Vergleich

In der vergangenen Woche fand das dritte Treffen der Arbeitsgruppe statt, diesmal an der Europäischen Akademie in Bozen (EURAC), wo Dr. Thomas Streifeneder und sein Team ein sehr großzügiger Gastgeber war.

arl_gruppenfoto

Das Foto zeigt einige der Mitstreiter auf der Dachterasse der EURAC, von links nach rechts: Nicolai Teufel (Univ. Bayreuth), Raymond Saller (Stadt München), Tobias Chilla (Univ. Erlangen), Gero Nischik und Christoph Knauf (beide Univ. Würzburg und WSL Zürich-Birmensdorf), Franziska Sielker (Univ. Erlangen),  Hubert Job (Univ. Würzburg), Andreas Klee (ARL Hannover), Oliver Bender (Institut für interdisziplinäre Gebirgsforschung Innsbruck), Ricardo Brozzi (EURAC Bozen), Sabine Weizenegger (Regionalentwicklung Oberallgäu), Thomas Streifeneder (EURAC Bozen), Kurt Kusstatscher (Trifolium Bozen). Foto: Sara Iovino

Weitere Mitstreiter, die nicht auf dem Bild zu sehen sind: Jörg Maier und Martin Doevenspeck (Univ. Bayreuth), Jürgen Weber (Regierung von Niederbayern), Luděk Fráně (RERA Budweis), Thomas Bläser (Reg. v. Oberbayern), Peter Haßlacher (CIPRA Österreich), Manfred Kopf, Andreas Marlin, Stefan Obkircher (Landesplanung Vorarlberg, Bregenz), Marius Mayer (EMAU Greifswald), Marco Pütz (WSL Zürich-Birmensdorf), Reinhold Koch (ehem. Wirtschaftsministerium), Markus Lemberger (FHAM)

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