Wie viele Sklaven halten Sie?

Jetzt lässt es sich nicht länger verheimlichen: Ich habe ein Buch geschrieben. Eben ist es erschienen. Wie es heißt, wissen Sie. Spätestens seit dieser Blog-Überschrift. Ich wünschte, es hätte einen etwas weniger sensationellen Titel. Doch ohne den titelgebenden Skandalgedanken: Wer würde in Zeiten des Kaputalismus, wie das heute heißt, schon ein Buch über die Unmoral im Supermarktregal und in den Supply Chains lesen?

So weit ist die Moral schon heruntergekommen. Wenn Sie wie ich Kleidung tragen, ein Smartphone besitzen, sich mit Lebensmitteln ernähren und ein Auto fahren, dann arbeiten circa 60 Sklaven für Sie und mich – jeweils. Zum Beispiel auf den Baumwollplantagen, auf denen Arbeiter mit Pestiziden zu Tode gespritzt werden, damit wir Kleidung haben. Oder in den Blutminen des Kongo, in denen Sklaven gehalten werden, um die Mineralien für Ihr und mein Handy zu schürfen. Sie haben aber schon ein Fairphone 2? Chapeau! Dann telefonieren Sie fair, gerecht und moralisch. Ein gutes Gefühl.

Tatsächlich bekomme ich das, seit das Buch erschienen ist, immer öfter zu hören: Bright Spots, strahlende Ausnahmen. Eine Mutter erzählt mir, sie kaufe nur noch Bananen mit Fairtrade-Siegel. Ein Studierender hat die Supply Chain seiner liebsten Laufschuhe bis hinunter zum Presswerk für die Sohlen gegoogelt – und kauft jetzt welche, für die niemand im Sweatshop nähen muss, bis der Tod eintritt.

Ein Logistikunternehmer tourt „zum ersten Mal in meinem Leben“ sämtliche seiner Subunternehmer ab, um sich mit eigenen Augen von den Arbeitsbedingungen zu überzeugen und sagt den Satz, der eine ganze Weltordnung der Unfairness zum Einsturz bringen kann: „Ich bin nicht nur für meine Fahrer verantwortlich. Ich fühle mich für alle verantwortlich, die für mich arbeiten. Auch wenn ich nicht alles sofort ändern kann: Jedes bisschen hilft!“ Wie hört sich das an?

Stark. Die meisten von uns halten Moral für aus der Mode und kraftraubend. Das erste stimmt, das zweite nicht. Moral schwächt nicht, sie stärkt. Weil es sich einfach gut anfühlt, ein guter Mensch zu sein. Würden wir alle gerne sein? Aber immer kommt was dazwischen?

So geht es mir auch! Deshalb haben mein Team und ich ein ganzes Buchkapitel über die Wunderwaffe des Wandels recherchiert: Nudges.

Das sind winzig kleine Tricks, mit denen riesengroße Wirkungen erzielt werden. Zuverlässig. Garantiert. Kennen Sie zum Beispiel die einzige wirksame Diät? Nein, weder die mit dem Eiweiß noch die aus der Brigitte. Das einzige, was nachweislich immer und ohne Jojo-Effekt bei wirklich allen funktioniert: Nehmen Sie kleinere Teller! Wenn Sie also nach der Buchlektüre schon nicht ein besserer Mensch geworden sind – abgenommen haben Sie zumindest. Tatsächlich hat die Zeitenwende längst begonnen.

Immer mehr Menschen kaufen faire oder regionale Lebensmittel, immer mehr kaufen faire Label-Mode, immer mehr Supply Chain Manager widerstehen dem Savings-Terror, immer mehr Unternehmen incentivieren nicht nur Lieferanten-Squeezing, sondern auch die Verbesserung der Arbeitsbedingungen selbst an entfernten Orten der globalen Liefernetzwerke. Und das ist gut so. Das macht Hoffnung. Wenn die große Abrechnung kommt – oder die Enkel – und wir gefragt werden, was wir dafür getan haben, dass die Welt ein besserer Ort und das Leben lebenswerter wird, dann möchten wir mit voller Überzeugung die richtige Antwort geben. Ein ganzes Buch voller Optionen steht Ihnen nun zur Verfügung. Sie werden gleich mal per Klick bestellen? Hm.

Ich weiß nicht, wie ich es Ihnen sagen soll, ohne dass Sie mir böse sind, aber: Sie können einen ganzen kleinen Blog über Moral lesen und bestellen dann ein Buch online? Haben Sie in letzter Zeit die Leerstände in Ihrer Innenstadt betrachtet? Gibt es noch eine letzte Buchhandlung bei Ihnen, die sich gegen das Ladensterben stemmt? Und dieser wollen Sie den Todesstoß versetzen? Aber auf Ihrem Umweg zum Buchladen würden Sie viel mehr Abgas in die Luft pusten als der Buchsendungsbote? Sehen Sie, war doch gar nicht so schwer.

Sie haben innerhalb von nur zehn Sekunden Ihre moralische Leistungsfähigkeit glatt verdoppelt. Mit einer simplen Güterabwägung. Mit moralisch richtigem Ergebnis – ganz gleich, wie Sie entschieden haben. Ihre Kaufentscheidung von eben trägt nun das erhabene Siegel einer überlegenen Moral. Sie sind ein bisschen mehr ein guter Mensch geworden. Wie fühlt sich das an?

23 Kommentare zu „Wie viele Sklaven halten Sie?

  1. Hallo Frau Hartmann. Gratuliere für ihr Buch. Wie kommen sie gerade auf die Zahl von 60 Sklaven? Ist der Verdienst mit Faktor 60 behaftet, zwischen den Sklaven und uns, inkl. Berücksichtigung des Kaufwertes und der Lebenshaltungskosten? Bei uns würde man mit 60x geringerem Einkommen kaum überleben (Sozialleistungen nicht berücksichtigt). Die Sklaven leben solange sie als Sklaven arbeiten. Dann gibt es noch das unbekehrte mit dem fairen Handel. Wir Konsumenten in der Schweiz zahlen 30-90% mehr für im Ausland hergestellte Produkte (Medikamente, Traktoren, Dünger, Pestizide, Saatgut usw.) weil unsere lieben Politiker vor allem „fairen Handel“ für ihre Verwaltungsräte in den Kartellfirmen erhalten möchten. Argumentiert wird, hier seien die Löhne auch höher…Also lieber soll der Steuerzahler die Landwirte subventionieren als dass diese günstiger produzieren können. Der grösste Bauernkonzern der Einkäufe und Verkäufe der Landwirtschaftsprodukte kartellmässig kontrolliert und die Bauernvertreter im Parlament mehr oder weniger bestimmt oder sponsert will die Staats-Abhängigkeit einer Berufsgruppe die 36% der Landesfläche bearbeitet, aufrechterhalten. Auch die Chemie- und Bankenvertreter haben ein Interesse an bis zu 70% vom Staat bezahlten Bauern (Flächenbeiträge, Direktzahlungen, Subventionen, Zollschutz usw.). Bauern sind sichere Schuldner bei Darlehen der Banken.

    1. Lieber Ernesto, die traurige Zahl von rund 60 Sklaven hat mir die Kalkulation auf der Website slaveryfootprint.org verraten. Dort kann sich jeder und jede die geschätzte Anzahl seiner und ihrer Sklaven errechnen lassen. Dort werden auch die Zusammenhänge gut erklärt. Dass Sie auf die missliche Lage der Schweizer Bauern und Konsumenten hinweisen, finde ich sehr verdienstvoll: Man muss gar nicht bis nach Asien oder Afrika gehen, um mit Marktbedingungen konfrontiert zu werden, die einer ethischen Prüfung nur schwerlich standhalten. Aber wenigstens schreiben und leben Sie und ich und erfreulicherweise inzwischen viele auf dieser Blogseite und anderswo dagegen an!

  2. Sehr geehrte Frau Hartmann,

    mit großem Interesse habe ich Ihr Interview in der aktuellen (07/2016) Ausgabe des Naturkostmagazins ‚Schrot&Korn‘ gelesen. Noch steht mir die Lektüre Ihres Buches bevor. Trotzdem möchte ich bereits im Voraus fragen, ob Sie beim Thema Sklavenhaltung auch die Tiere mit „eingerechnet“ haben, die von uns Menschen von der Züchtung bis über ihren (gewaltsamen) Tod hinaus ausgebeutet werden?

    In jedem Fall danke ich Ihnen für Ihr Engagement, die geneigte/n Leser/in zum Nachdenken und – hoffentlich – zum (fairen) Handeln zu bewegen.

    Seien Sie herzlich gegrüßt

    Tina

    1. Liebe Tina, können Sie sich vorstellen, dass Sie die erste sind, die auf dieses brennende Thema hinweist? Aus diesem Grund habe ich das Leid der Tiere in meinem Buch auch nicht angesprochen. Das Thema ist viel zu groß, um es in wenigen Zeilen abzuhandeln. Das verdient ein eigenes Buch. Bis es so weit ist, halten Kommentare wie der Ihrige die Sache der Tiere im öffentlichen Bewusstsein. Danke!

  3. Sehr geehrte Frau Prof. Hartmann,

    mit großem Interesse habe ich Ihr wunderbares und erhellendes Buch gelesen.
    Erfreulicherweise entdecken ja die Witschaftswissenschaften zunehmend die Kategorie „Moral“ und zeigen die unzähligen, kaum erträglichen Defizite auf.

    Wenig sagen die Ökonomen allerdings zur fachlichen Einordnung dieser Defizite
    und dies, obwohl Klimawandel und (Wirtschafts-) Flüchtlingsströme dem interessierten Laien den Eindruck vermitteln, dass uns hier die Rechnung für jahrhundertewährendes unseriöses Geschäftsgebahren präsentiert wird.

    Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Ökonomen Moraldefizite als kostenfrei ansehen. Ich bin da sehr skeptisch. Ein Defizit ist ein Defizit??

    Mit den besten Wünschen für Ihre Arbeit grüßt Sie herzlich

    Gerhard Jenemann

    1. Lieber Gerhard Jenemann, da legen Sie den Finger in die Wunde – weshalb ich auch das Buch geschrieben habe. Die Ökonomie hat eindeutig mächtig Aufholbedarf bei ‚außerökonomischen Themen‘ wie der Moral. Aber, um der Wahrheit die Ehre zu geben: Es tut sich was in letzter Zeit. Die moralischen Stimmen aus der Zunft werden immer lauter – auch Dank Nudges wie dem Ihren.

    1. Herr Putze, da rühren Sie – übrigens als erster – an einer Sorge unserer Tage. Glücklicherweise hat diesen Aspekt einer aufgeklärten Moral jede(r) selber in der Hand: Wir können, wann immer möglich, unsere Bücher in der Buchhandlung am Ort kaufen. Damit diese nicht auch noch aus den verwaisenden Innenstädten verschwindet. Und übrigens: Danke für Ihr Lob fürs Buch!

  4. Liebe Frau Hartmann, die Reichen leben schon immer auf kosten der Armen. Nun könnte man natürlich dadrüber philosophieren was Arm oder Reich global gesehen für jeden Einzelnen von uns überhaupt ist oder bedeutet. Grundsätzlich glaube ich aber dass sich an dem System der Ausbeutung am Menschen oder an der Natur nichts ändern wird. Der Mensch ist eben so.
    Ich hätte nun auch einen Roman schreiben können – ich tus aber nicht das regt mich nur auf ;-)

    1. Lieber Frank, mir geht es ebenso. Es regt mich auf. Auch da stimme ich Ihnen zu: So ist der Mensch und so bleibt er. Gesellschaftlich betrachtet. Individuell betrachtet melden sich inzwischen immer mehr, die sich und etwas ändern. Unerwartet, aber schön.

  5. Liebe Frau Prof. Dr.-Ing. Evi Hartmann,
    sehr interessiert habe auch ich gerade von ihrem Buch erfahren und freue mich besonders, dass auch im Supply Chain Management das Thema Nachhaltigkeit ankommt. Sehr lustig finde ich immer wieder, wenn Uwe Lübbermann von seinen Gesprächen über eine nachhaltige Logistik vor und mit den Großen der Branche spricht.

    Kennen und schätzen Sie „Premium Cola“?

    In sogenannten Modulen wird bei dieser schon über 10 Jahre dauernden Unternehmung erklärt und gezeigt, wie eine nachhaltige und sklavenfreie Wirtschaft funktionieren kann.

    Da gibt es z.B. das Anti-Mengenrabatt-Modul, was in ihren Forschungsbereich fallen sollte
    http://www.premium-cola.de/betriebssystem/oekonomie/198-modul-anti-mengenrabatt

    Oder ganz grundsätzlich das Modul Konsensdemokratie
    http://www.premium-cola.de/betriebssystem/soziales/190-modul-konsensdemokratie
    Jede Entscheidung kann also theoretisch von allen abgestimmt werden. Im Hinblick auf die Supply Chain finden wir nämlich, dass die Expertise von Lastwagenfahrer und Lagermitarbeiter nicht ungenutzt bleiben sollte.

    Das für ihren Bereich sicher wichtigste:

    05. Modul „Transporte“
    Jedes Unternehmen hat ein Interesse, nur ausgelastete LKWs fahren zu lassen sowie die Transportentfernungen und damit Kosten im Rahmen zu halten – sollte man meinen. Tatsächlich kann es in der Realität z.B. durch Mengenrabatte oder andere Marktwirkungen vorkommen, dass ein Münchner Weissbier günstiger in Berlin gekauft und nach München gefahren werden kann als es vor Ort zu kaufen. „Normale“ Unternehmen machen das dann, wir nicht. Darüber hinaus lehnen wir Kunden ab, die z.B. in Kopenhagen oder Spanien sitzen – hier wäre der Transport nicht mehr im Verhältnis, da müsste man vor Ort produzieren.

    Weiterhin gilt es darauf zu achten, dass durch die Distributionspolitik vorhandene Strukturen erhalten und außerdem auch noch die Umweltwirkungen möglichst gering gehalten werden.“

    viele liebe Grüße

    1. Danke, lieber Daniel Strunz, für diesen Premium-Tipp! Ich habe das Buch auch deshalb geschrieben, damit mich ganz viele kluge Leserinnen und Leser auf jene Bright Spots aufmerksam machen, die wir noch nicht auf dem Radar haben. Premium Cola blinkt nur freudig auf dem Schirm. Wir sind begeistert und lesen uns ein – und haben noch nicht das letzte Worte zu dieser Ideal-Cola gesprochen.

  6. Sehr geehrte (nachahmenswerte Frau Hartmann),

    ich komme soeben von der TTIP Aktionskonferenz aus Kassel und habe während der zwei sehr eindrucksvollen Tage dort einen Kollegen getroffen,der während seiner Bahnreise bei einem Aufenthalt dieses Ihr Buch gegriffen hat. Zuhause berichtet mir mein Mann von diesem tollen Buch, von dem er (glaube ich) aus den Nachdenkseiten erfahren hat. Nun fand ich die Beschreibung hier online und bin schon mal vorab begeistert und werde das Buch sofort am Montag in der Buchhandlung besorgen!!!
    Diese Vorschusslorbeeren denke ich, haben Sie verdient. Ich hoffe, dass es viele lesen und umdenken werden.

    Viele Grüße
    Jana Wolff

    1. Liebe Jana Wolff, viel mehr als für Ihre Vorschusslorbeeren möchte ich mich für Ihr Engagement für die gute Sache bedanken. Ich hatte still damit gerechnet, dass das Thema „Moral“ in diesen Tagen wieder keine(n) interessiert. Umso mehr freut mich jede und jeder, die sich für das Thema engagieren. Das tut gut. Mir und der Sache. Danke!

  7. Danke! Für das, dass sich jetzt auch endlich BWL-Professoren damit auseinander setzen. Habe mir das Buch auch gerade bestellt und bin voller Hoffnung… Es gibt nur eine Nachhaltigkeit, und die besteht aus einer sozialen, einer ökologischen und einer ökonomischen Säule. Nur wenn alle drei im Gleichgewicht stehen, kann es auf lange Sicht funktionieren!

    1. Lieber Uli Berkmann, mir fällt ein Stein vom Herzen! Als ich mit den Recherchen zum Buch begann, warnten mich viele: „Leg dich bloß nicht mit der Wirtschaft an!“ Ich dachte dann jedes Mal: „Wieso anlegen? Die Wirtschaft hat doch auch ein Interesse, dass es nachhaltig und gerecht zugeht in der Welt.“ Danke, dass Sie meine theoretische Annahme so überzeugend nicht nur bestätigen, sondern ganz offensichtlich auch leben.

  8. Gratulation zu dem mutigen Titel! Hab mir das Buch gerade bestellt; online…
    Ein Thema, wo es schwer ist, Anfang und Ende zu definieren; man muss irgendwo mittendrin einsteigen und soll sich mit kleinen Erfolgen als ein besserer Mensch fühlen. Na, das verspricht ja lebhafte Diskussionen…;-).. Ich bin sehr gespannt.

    1. Lieber Rüdiger Muth, da treffen Sie den Punkt, sowohl was die Uferlosigkeit des Themas, als auch was die Lebhaftigkeit der Diskussion und die Strategie der kleinen Schritte angeht. Ich freue mich ehrlich über jeden, der das Thema aufnimmt – und dann noch so schnell wie Sie!

        1. Ein perfektes, ein explosives Beispiel für den Konflikt zwischen Moral und Zwang. Wobei der Schulzwang sich in diesem Fall selbst demontiert: Er soll zu, laut offizieller Aussage, pflichtbewussten, nicht zu moralisch gereiften Staatsbürgern erziehen.

          1. Das würde ja heißen, ein treuer, pflichtbewusster Staatsbürger wäre auch ein Sklave und nicht nur die anderen, die unter uns leiden.
            Im Recht gibt es keine Sittlichkeit (Moral). Daher wird es auch nie moralisch gereifte Staatsbürger geben können, selbst wenn man sie dahin erziehen wollte.

            Im Juristischen Wörterbuch (15. Auflage Vahlen, Gerhard Köbler) ist die Sittlichkeit wie folgt beschrieben: „…Sittliches Verhalten ist das auf das Gute um seiner selbst willen gerichtete Verhalten. Die Ausrichtung am Gewissen und am Guten unterscheidet die Sittlichkeit vom Recht..“

          2. Liebe Evi Hartmann,

            als Gesamtfazit für das Buch kann ich nur sagen GRATUATION! Es ist sehr lebendig geschrieben und setzt dort an, wo es am einfachsten ist, Veränderungen herbei zu führen; im eigenen Leben. Bei der Komplexität der Dinge auf dieser Welt, ist das derzeit auch aus meiner Sicht der einzige Weg. Gerne werde ich das Werk weiter empfehlen.

            BG
            Rüdiger Muth

          3. Erst einmal: Danke für das Weiterreichen der vorzüglichen juristischen Definition. „Auf das Gute um seiner selbst willen gerichtet“ ist die perfekte Beschreibung von Moral. Und dass wir Sklaven unserer eigenen, leider oft fehlgeleiteten Überzeugungen sind, ist natürlich eine Feststellung, die zu treffen heutzutage Mut erfordert – aber wahr ist. Danke auch für Ihre abschließende „Buchempfehlung“. Ich habe für aufgeklärte, intelligente und engagierte Menschen geschrieben. Schön, wenn diese Menschen mir zurückschreiben. In diesem Sinne!

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